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Pferderassen B
 Baden-Württemberger

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Modernes Warmblutpferd mittlerer Größe, oft deutlich vom Trakehner geprägt, dabei etwas kleiner als die übrigen deutschen Rassen. Manchmal unedler Kopf, gut geformter Hals, schräge Schulter. Kräftiger Rist, kompaktes Mittelstück von ausreichender Tiefe. Schräge, muskulöse Kruppe, Hinterhand manchmal mäßig korrekt. Ausreichendes Fundament mit harten Hufen, in Stellung und Gelenken nicht immer voll befriedigend. Häufig Füchse, oft mit großen Abzeichen, auch Braune, andere Farben seltener.
Die Geschichte der württembergischen Landespferdezucht ist eng mit der des Hof- und Landgestütes Marbach verbunden. Dieses wurde 1460 von Graf Eberhard V gegründet und 1554 von dessen Sohn Christoph ausgebaut. Als Gegenpol zu dem aktiven, aber auch wankelmütigen Karl Eugen wirkte der hervorragende Stutmeister Georg Hartmann von 1744 bis 1793. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Konsolidierung durch Landoberstallmeister von Hofacker. Er importierte die Normänner Hengste Faust und Contet, die durchschlagend vererbten. Um 1960 begann mit dem Trakehner Julmond die Umformung zu einem modernen Typ, der stark ostpreussisch geprägt war. Hengste anderer Warmblutrassen wurden eingesetzt, um Rahmen, Kaliber und Springvermögen zu verbessern. 
 Baise

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In der Region Guangxi sind die Einflüsse des Mongolischen Ponys, aber auch des orientalischen Pferdes in unterschiedlichen Abstufungen deutlich zu bemerken. In dieser Region entstand auch das Baise. Das allgemeine niedrige Niveau hat in Guangxi keine nach europäischen Begriffen besonders hochwertige Ponyrasse entstehen lassen. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass das Baise unter denkbar schlechtesten Bedingungen lebt sowie arbeiten muss und dabei Erstaunliches leistet. Es stellt für die Bevölkerung eine wertvolle Hilfe und einen Wirtschaftsfaktor dar. Die Ponys werden in halbwilden Herden gehalten. Die drahtigen Gebirgsponys werden vor allem für Reit-, Last- und Gespannzwecke verwendet.
Extrem hart und robust, werden sie das ganze Jahr über im Freien gehalten. Der Kopf vom chinesischen Baise ist etwas schwer, jedoch ausdrucksstark mit einem geradlinigen Profil, kleinen, dicken Ohren, ebenfalls kleinen Augen und weiten Nüstern. Die Stirn ist mit einem üppigen Schopf bedeckt. Der Hals ist kurz und dick. Die Schulter ist kräftig und ziemlich gerade mit einem ausgeprägten Widerrist. Die Mittelhand ist kurz und die Brust tief. Die Kruppe ist breit und leicht schräg. Der lange, dichte Schweif ist tief angesetzt. Die GliedmaÜen sind kurz und haben eine ausreichende Knochenstärke. Die Unterarme sind gut bemuskelt und die Röhren lang. Die Sprunggelenke sind breit und fest und die Sehnen gut geformt. Die Hufe sind rund und mit einem sehr festen Horn versehen. Es kommen alle Farben vor, vor allem aber Braune. Das StockmaÜ liegt bei 120 cm. Gezüchtet werden sie in China.  Bali-Pony/Batak-Pony

Der Name stammt von einem Kopftierjägerstamm der Batak aus dem Hügelland der Insel. Die Zucht wird in Staatsgestüten auf Sumatra betrieben, die Nachzucht wird auf die anderen Sunda-Inseln verteilt. Wahrscheinlich ist dies neben dem Sandelholz-Pony die edelste Rasse Indonesiens, wobei es dem Manipur ähnelt.
Das Batak oder Deli Pony ist ein deutlich arabisierter Typ, der ein sprechendes Exterieur mit großer Leistungsfähigkeit verbindet. Es hat einen edlen Kopf und gute, trockene GliedmaÜen. Die GröÜe schwankt von 122 bis 135 cm. Früher diente es als wichtiger Fleischlieferant. Ban-ei

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Das Ban-ei entstand in Japan, als die Schlittenrennen mit Pferden populär wurden. Man brauchte für diese Sportart ein Pferd, dass stark genug war, den schweren Schlitten zu ziehen, aber auch ein Pferd, dass nicht zu schwer war, damit die Rennen auch im Galopp gefahren werden konnten. Also begann man mit Hilfe importierter Kaltblutrassen, ein für diese Sportart genügendes Kaltblut zu züchten. Der allergrößten Einfluss kam vom Percheron und Bretonen. Ihren Namen erhielten die Pferde von den Rennen, die als Ban-ei-Keiba bezeichnet wurden. Die Rasse ist in ganz Japan verbreitet und freut sich wachsender Beliebtheit.
Das leichte, bewegliche Ban-ei ist nicht ohne Eleganz und besitzt ein korrektes Exterieur, bei einigen Exemplaren hat man sogar den Eindruck, dass vor einem ein schweres Warmblut steht und nicht ein Kaltblüter. Der Kopf ist gefällig und mittelgroÜ und der Hals kurz. Das Pferd besitzt eine gute Oberlinie mit viel Gurtentiefe. Der Rücken ist kräftig, solide und nicht zu kurz mit einem wenig ausgeprägten Widerrist. Die GliedmaÜen sind trocken mit gesunden Hufen. Die Tiere weisen nur wenig Behang auf. Es kommen vor allem Braune vor. Das StockmaÜ liegt zwischen 150 und 160 cm. Banker-Pony

Die Tiere leben auf den kahlen, rund 170 Meilen messenden Sandbänken, darunter mehrere Inseln, vor der Küste von North Carolina/USA. Das Temperament der Ponys ist außergewöhnlich angenehm. Sie sind ausdauernde und leistungsfähige Reitponys. MittelgroÜ (ca. 135 bis 148 cm), drahtig und etwas kantig wirkend, haben Banker-Ponys, auch Shakleford-Ponys genannt, meist groÜe Ramsköpfe und erinnern an Berber.
Der Hals ist dünn mit einer dichten Mähne. Der Widerrist ist flach und die Schulter steil. Die Brust ist tief. Der Rücken ist gerade und geht in eine abfallende Kruppe über. Der Schweif ist tief angesetzt. Die Beine sind stämmig mit kräftigen Gelenken und harten Hufen. Die Ponys stehen somit im ursprünglichen Typ des verwilderten amerikanischen Mustangs iberischer Prägung. Bardigiano

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Der Bardigiano verdankt seinen Namen der Gemeinde Bardi, einem Bergdorf im oberen Ceno-Tal der Provinz Parma in Italien. Dieser Ort nördlich des Apennin liegt in einer sehr geschlossenen und isoliert gelegenen Gegend. Bardi war früher der Hauptort eines kleines Gebirgsstaates und unterhielt ein eigenes Heer.
Der Bardigiano diente hauptsächlich als Last- und Zugtier in der Land- und Forstwirtschaft. Als Reitpferde wurden sie eigentlich nicht benutzt. Sie sind unermüdlich und sicher im unwegsamen Gebirge, ebenso gelten sie als sehr widerstandsfähig und vertragen auch starke Klimaschwankungen. Außerdem sind sie ausgezeichnete Futterverwerter. 1977 wurde ein Zuchtbuch durch einen Freigabeakt des Land- und Forstwirtschaftsministeriums gegründet.
Die GröÜe liegt zwischen 135 und 149 cm. Sie haben groÜe, ausdrucksvolle Augen, einen eher leichten Kopf mit dichtem, schwarzem Langhaar und gut ausgeprägter Kruppe. Seine Freundlichkeit, Nervenstärke und Liebenswürdigkeit machen diese Rasse immer beliebter. Bahkir Curley

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Der Bashkir Curley wird in den USA gezüchtet. 1898 entdeckte ein Amerikaner in seiner Mustangherde in den Bergen Nevadas einige gelockte Exemplare. In Ely, Nevada, liegt heute auch der Sitz der American Bashkir Curley Registry. Dort sind etwa 2.000 Curley registriert. Lange Zeit wurde behauptet, daß der Bashkir Curley vom Baschkirenpferd abstammt, von dem es seinen Namen hat. Neuere Forschungen haben jedoch herausgefunden, dass es eher auf die Jakutenponys zurückzuführen ist, die mit russischen Frachtern über Alaska kamen. Möglich ist aber auch eine Mutation der Mustangs.
Manche Curley haben nur leicht gewellte Haare und bei manchen kräuselt es sich im Afro-Look. Es gibt unendliche Varianten der Lockenfelle. Doch selbst die kurzhaarigen bekommen im Winter einen dichten Schafspelz. Und manche verlieren im Sommer Mähne und Schweif. Aber auch auÜer dem Fell haben sie einige Besonderheiten, die sie von anderen Rassen unterscheiden: So haben sie eine extra dicke Fettschicht und bis zu 20 Prozent mehr rote Blutkörperchen, die sie zu leistungsfähigen, ausdauernden Tieren macht. AuÜerdem unterscheidet sich auch die Haut, die mehr Talg und Fett als andere Rassen absondert. Baschkire

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Der Baschkir ist ein zähes und witterungs-unempfindliches Pferd mit sehr stabilem Fundament. Er stammt aus der Steppe und den Bergen südlich des Ural. Der Baschkire verträgt Temperaturen bis minus 40 Grad und ist wegen seiner Härte, Ausdauer und Leichtfutterigkeit bei den Kosaken beliebt.. Er erreicht ein Stockmaß von ca. 1,30 m ?? 1,45 m. Es gibt sie in allen Farben. Sei stammen aus der früheren UdSSR, Russland, Baschkirien. Es dient ebenso als Fleisch- wie Milchlieferant, sowie als Reit-, Trag- und Fahrpferd oder Arbeitspferd in der Landwirtschaft, bekannt für hohe Milchleistung (1.500 bis 2.700 l in 7 bis 8 Monaten!) Es ist ein relativ hochwertiges Pferd aus Nomadenzucht, den es in zwei Typen gibt: einen leichteren Steppentyp und einen etwas kleineren, gedrungeneren Bergtyp. Der Steppentyp wurde früher bis 152 cm groÜ. Die Stuten werden in groÜen, freien Herden gehalten, die Tabunen genannt werden. Sie werden regelmäÜig gemolken. Aus der Milch wird hauptsächlich Kumyss hergestellt.
Zur Verbesserung seiner Gebrauchseigenschaften wurde er mit Trabern, Donpferden und Ardennern gekreuzt. Charakteristisch ist das gekräuselte Winterfell. Basuto Pony

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Ein mittelgroßes Kleinpferd mit wenigen Ponymerkmalen. Der groÜe Kopf wird von einem häufig verkehrten Hals getragen, viel Widerrist und steile Schulter. Der Rücken ist lang, die Hinterhand weist bei guter Bemuskelung eine abgeschlagene Kruppe auf. Die Extremitäten sind glasklar und unverwüstlich, die Hufe hart. Die Bewegungen sind flüssig und raumgreifend bei hoher Trittsicherheit. Anlage zum Tölt, der in Afrika Trippel genannt wird. Die Ponys werden für Rennen und landwirtschaftliche Arbeiten verwendet. Bei einem StockmaÜ von 140 bis 150 cm sind sie meist Schimmel, Braune und Füchse. Aus Orientalen und indonesischen Ponys entstand das Kap-Pferd, das Burenpferd und das Basuto. Die drei Schläge waren bis Ende des 19. Jahrhunderts als eigenständige Rassen erkennbar. Die Basutos wurden von den viehzüchtenden Bewohnern der "Schweiz Afrikas" (Lesotho) geschaffen.
Seuchen, der Burenkrieg und Umweltkatastrophen dezimierten den Bestand nachhaltig, so dass heute nur nochwenige typische Vertreter existieren. Kap- und Burenpferd sind nahezu verschwunden. Im letzten Jahrhundert wurden Araber-, Vollblut- und Highland-Hengste eingekreuzt und strenge Auslese betrieben. In den 1970ern wurde das Gestüt Thaba Tseka gegründet. Connemare-Hengste brachten gute Nachzucht. Die Extremitäten des Basuto sind glasklar. Er hat die Anlage zum Tölt, dem Africa Trippel. Bei einem StockmaÜ von 140 bis 150 cm sind sie meist Schimmel, Braune und Füchse. Batak Pony

Der Name stammt von einem Kopftierjägerstamm der Batak aus dem Hügelland der Insel. Die Zucht wird in Staatsgestüten auf Sumatra betrieben, die Nachzucht wird auf die anderen Sunda-Inseln verteilt. Wahrscheinlich ist dies neben dem Sandelholz-Pony die edelste Rasse Indonesiens, wobei es dem Manipur ähnelt.
Das Batak oder Deli Pony ist ein deutlich arabisierter Typ, der ein sprechendes Exterieur mit großer Leistungsfähigkeit verbindet. Es hat einen edlen Kopf und gute, trockene GliedmaÜen. Die GröÜe schwankt von 122 bis 135 cm. Früher diente es als wichtiger Fleischlieferant. Bayerisches Warmblut

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Das Bayerische Warmblut ist heute ein den anderen deutschen Warmblutrassen entsprechendes, modernes Sportpferd. Früher war es als Rottaler ein schweres, rumpfiges Wirtschaftswarmblut. Das Exterieur ist dem des Hannoveraners sehr ähnlich. Ein mittelgroßer Kopf, ein gut aufgesetzter Hals, der einer schrägen Schulter entspringt und genügend Rist. Gute Breite und Tiefe, ein stabiler Rücken, eine kräftige Lendenpartie und eine leicht abfallende Leistungskruppe zeichnen das Bayerische Warmblut aus. Dazu hat es ein fast stets ausreichend kräftiges und korrektes Fundament, eine gute Mechanik und gut durchschnittliches Springvermögen. Es ist leistungswillig und robust. Meist ist es ein Brauner oder ein Fuchs, seltener Rappen und Schimmel. GröÜe rund 162 bis 170 cm.
Bereits um 1000 n. Chr. hatte sich im bayerischen Rottal ein eigener Schlag eines brauchbaren Wirtschaftspferdes entwickelt, der nach dem 2. Weltkrieg im Typ des modernen Sportpferdes aufging. Das Bayerische Warmblut wurde anfänglich auf Basis spanischer, ungarischer und norddeutscher Zuchten für höfische und militärische Zwecke gezüchtet, nebenbei auch noch eine Kaltblutzucht für die Landwirtschaft betrieben. Ab 1754 war das Oberstallmeisteramt in München für eine planmäÜige Zucht zuständig. Dies war der Beginn des Staatsgestütwesens. Seit 1808 fungierte das schon 995 bestehende Staatsgestüt Schwaiganger als Remontedepot. Für eine nach dem Krieg wieder aufzubauende Warmblutzucht zu Sportzwecken fanden Hengste der anderen Hochzuchtgebiete Verwendung. Beberbecker

1724 wurde auf königliche Anordnung auf Schloß Beberbeck, 10 Kilometer nordöstlich von Hofgeismar, ein kurhessisches Landgestüt gegründet. Zuchtziel war ein edles Kavalleriepferd. Hierzu wurden hauptsächlich Englische, Normannische, Mecklenburger und Hannoveraner Pferde genutzt. Auch 16 reine Sennerstuten fanden hier 1876 in dem nun PreuÜischen Hauptgestüt eine neue Heimat. Über 200 Jahre hatte das Beberbecker Gestüt die Aufgabe, Hauptbeschäler für die Remontenzucht zu stellen. Die Beberbecker Edelblutpferde waren auch als hervorragende Wagenpferde beliebt. Das Gestüt wurde jedoch 1929 aufgelöst und die meisten Pferde nach Polen, auch nach Trakehnen, verkauft. Die Hengste Optimus, Obelisk und Lehnsherr wurden bedeutende Hengste in der Trakehner Zucht.
Der Sohn des letzten preuÜischen Landstallmeisters von Beberbeck, Clemens Freiherr von Nagel, sammelte jedoch Beberbecker auf sein ererbtes SchloÜ Vornholz bei Ostenfelde und züchtete dort noch viele Jahre den Beberbecker weiter. Der Vornholzer Schimmel Ramzes wurde bis zu seinem Ableben 1966, als fast DreiÜigjähriger, zum wichtigsten Vererber in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Belgisches Warmblut

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In Belgien ist die Zucht großer, starker und schwerer Arbeitspferde für die Landwirtschaft traditionell verankert. Dieser Schwerpunkt hat sich jedoch inzwischen verlagert auf den Turniersport und viele der belgischen Züchter konzentrieren sich nun auf das Warmblut-Reitpferd und produzieren somit über 4500 Fohlen im Jahr. Die Pferde dieser Rasse haben schon gute Leistungen im internationalen Turniersport erbracht und sind inzwischen in ganz Europa gefragt.
Geschichte:
Die Geschichte der Rasse beginnt erst in den 50er Jahren, als man das leichtere belgische Arbeitspferd mit dem Gelderländer kreuzte, um dadurch ein schweres Reitpferd zu produzieren. Dieses Kreuzungsprokukt auf der Grundlage des Kaltbluts war relativ erfolgreich. Es handelte sich dabei um durchschnittliche Pferde mit viel Substanz; sie waren stark und zuverlässig, jedoch weder besonders talentiert noch mit viel Bewegung ausgestattet.
Diese Gelderländer-Kreuzungen wurde daraufhin 10 Jahre später eingestellt, jedoch hatte man durch sie eine solide züchterische Basis für Veredlungen gewonnen. Nun wurden Holsteiner und die sportlicheren Selle Français eingekreuzt, welche beide bekannt sind für ihre geraden, taktreinen Gänge. Aber es wurde immer deutlicher, daÜ ein Vollblut unerläÜlich war, wollte man die Qualität, den Raumgriff und die Freiheit der Bewegungen verbessern. Daher wurden Anglo-Araber und eine Kreuzung mit Holländischem Warmblut, beides gesunde Pferde mit ausgeglichenem Temperatment, mit eingekreuzt.
Das Ergebnis war ein starkes Pferd von ca. 1,68m GröÜe, mit geraden Bewegungen, guten Beinen und gesunden Hufen. Dank ihres ruhigen Charakters werden sie gut mit dem TurnierstreÜ fertig.
Farblich hatten sich die Züchter auf keine 'Rassefarbe' festgelegt, sodaÜ beim belgischen Warmblut alle normalen Fellfarben sind vertreten sind. Belgisches Kaltblut

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oder heute häufig "Brabanter" genannt, nach dem bedeutendsten belgischen Zuchtgebiet ?? Brabant. Im Mittelalter auch "Flamländer Pferd" oder "Flämisches Pferd" genannt.
Das belgische Kaltblut ist eine der imposantesten und historisch bedeutendsten Pferderassen! Es hat eine lange Geschichte, ist nahe verwandt mit den Ardennern und beeinflusste auch die Entwicklung anderer bekannter, schwerer Rassen wie Rheinisch-Deutsches Kaltblut, aber auch Shire oder Clydesdale, sowie das italienische Kaltblut oder das irische Zugpferd. Durch gezielte Selektion und gelegentliche Inzucht ist es zu einem Pferd von hoher Qualität gezüchtet worden, dessen ausgezeichnete Eigenschaften über die Jahre hinweg erhalten blieben.
Das Belgische Kaltblut ist ein eindrucksvolles Pferd, das große Kraft mit einem sanften Wesen und Arbeitswilligkeit vereint. Es gilt auÜerdem als frühreif und leichtfuttrig. Es ist ein mächtiges, sehr schweres Arbeitspferd mit 1,65-1,73m StockmaÜ. Meist Rotschimmel mit schwarzen Punkten, Füchse oder Rotfüchse, seltener Braune, Falben oder Schimmel. Es hat einen kleinen, ziemlich schlichten Kopf, aber die Augen haben den für viele schwere Pferderassen typischen freundlichen Ausdruck; kurzer, muskulöser Hals; massige Schulter; kurzer, tiefer, kompakter Rumpf; runde Kruppe; kraftvolle Hinterhand. Kurze, kräftige GliedmaÜen mit viel Behang, sowie wohlgeformte groÜe Hufe.
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts gab es drei getrennte Blutslinien des Brabanters; die heute alle unter dem Oberbegriff Belgisches Kaltlbut oder Brabanter zusammengefasst werden:
· Die Gros-de-la Dentre-Linie, begründet von dem gefeierten Hengst Orange I. (vorwiegend Braune)
· Die Gris-du-Hainaut-Linie, Nachfahren des Hengstes Bayard (Schimmel, Rotschimmel und Rotfüchse),
· sowie die Colosses-de-la-Méhaigne-Linie, deren Stammhengst der braune Jean I. war.
Belgier sind für viele ältere Pferdeleute DIE Kaltblüter schlechthin. Man gebraucht das Wort oft als Sammelbegriff für sämtliche Kaltblutrassen, woraus sich schlieÜen lässt, welch groÜen Einfluss die Rasse auch auf andere, vor allem deutsche Zuchten, ausübte. Besonders im 19. Jahrhundert wurden viele der massigen Zugpferde in andere europäische Länder importiert.
Die Brabanter sind noch in vielen belgischen Regionen zu finden ?? wenn auch in bescheidener Zahl. Die speziell für die Landwirtschaft gezüchteten Tiere haben trotz allgemeiner Mechanisierung überlebt, auch wenn es heute nur noch wenig Bedarf für die extrem schweren Tiere gibt.
Auf Schauen oder als Arbeitspferde in Freilichtmuseen sind sie noch zu bewundern und finden mitunter auch vor dem Planwagen neue Aufgaben. Sie sind aber auch beliebte und sehr ansehnliche Brauereipferde, die man sogar in Nordamerika sehr schätzt. Belutschi/Baluchi

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Das Belutschi Pferd stammt aus der Republik Pakistan, vor allem in den Provinzen Belutschistan und Sind, sowie in den Regionen Bahawalpur, Dera Ghazikhan, Muzaffargarh und Multan im Punjab ist es anzutreffen. Es ist ein mittelgroßes, robustes Kleinpferd ( ca. 150 cm), ausdauernd und genügsam, mit feinem, trockener Kopf mit geradem Profil und kleinen beweglichen Ohren, deren Spitzen nach innen gerichtet sind, ähnlich denen des Kathiawari. Langer, gerader Hals, der in einen deutlichen Widerrist übergeht. Dem schmalbrüstigen Rumpf fehlt es oft an Tiefe und ausreichender Rippenwölbung. Drahtige Hinterhand mit meist schwachen ??Hosen", die GliedmaÜen sind kräftig und trocken, eisenharte Hufe, schönes Langhaar. Vor allem Braune, Füchse und Schimmel.
Zur Rassebildung, deren Anfänge weit in das Altertum zurückreichen, haben asiatische Wildpferde und orientalische Rassen beigetragen: die Orientalen aus dem Südwesten, aus Persien und Turkmenistan, und aus Nordasien die mongolisch-asiatischen Rassen, die ihren Weg über Hindukusch und Purijab fanden. Obwohl es, von einigen Ausnahmen in der britischen Kolonialzeit abgesehen, in Vorderasien keine geordnete Pferdezucht gegeben hat, hat die Selektion durch die harten Umwelt- und Lebensbedingungen in dieser Region alles in allem leistungsfähige, hervorragende kleine Gebrauchspferde hervorgebracht. Berber

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Der Berber ist ein mittelgroßes Edelpferd, im Typ eher iberisch denn orientalisch. Der mittelgroÜe Kopf ist meist geramst und auf einem sehr starken, geraden Hals sitzend, der einer langen, manchmal steilen Schulter entspringt. Der Rücken ist kurz und tragfähig, der Rumpf tief, aber nicht sehr breit und in die typische, abgeschlagene Kruppe übergehend; tiefer Schweifansatz. Der Berber hat stahlharte Beine mit hervorragenden Hufen, leider manchmal etwas säbelbeinig und kuhhessig. Er besitzt flüssige, raumgreifende Bewegungen mit Knieaktion, ist trittsicher und schnell. Oftmals Schimmel, aber auch Braune, Füchse und Rappen mit Abzeichen. GröÜe zwischen 150 und 160 cm StockmaÜ.
Die als Berber bezeichneten Schläge des nordafrikanischen Pferdes stammen vom urzeitlichen Ramskopf-Pferd und sind mit dem iberischen Pferd (Sorraia) eng verwandt. Sie waren in Afrika, das lange mit Spanien verbunden war, längst verbreitet, ehe das arabische Pferd um 700 n. Chr. dorthin gelangte. Seitdem fand eine ständige Vermischung beider Rassen statt. Nur die Tuareg-Nomaden bewahrten ihre Reinzucht. Während der Eroberung Spaniens durch die Mauren gaben wieder zahlreiche Berber der Zucht des iberischen Pferdes neue Impulse. Später wurden Hengste der Rasse in ganz Europa als Veredler verwendet, so auch der Godolphin Barh, ein Mitbegründer des Englischen Vollblutes. Der reine Berber existiert heute kaum noch, man ist aber bestrebt, die Restbestände zu erhalten.
Zuchtgebiet Nordafrika, heute besonders Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen. Bergmann-Pony

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Ignacio Bergmann ist ein argentinischer Züchter, der sich auf die Zucht dieser Ponies spezialisiert hat und ihnen den Namen gab.
Das Bergmann-Pony, auch Argentinisches Modepony genannt, ist ein Minipony auf der Basis des Falabellas und wird auf der Farm von Senior Bergmann in Argentinien gezüchtet. Hierbei handelt es sich um eine neue und eigene Zuchtrichtung. Diese Ponys bestechen durch eine besondere Eleganz, man könnte sie auch als besonders schicke Falabellas bezeichnen. Da es eine Zucht auf Schönheit ist, werden diese Ponys meist etwas größer als das Original-Falabella. In Europa gibt es Zuchten in einer kleinen Population in den Niederlanden und Frankreich. In Deutschland sind diese Ponys nicht bekannt und werden auch nicht dort gezüchtet. Vom Aussehen her sind die Bergmann-Ponys eleganter als das Falabella. Der Kopf ist groÜ und gerade. Der Hals ist kräftig und bemuskelt. Die Brust ist breit und der Rücken kurz. Der Körper ist kompakt und elegant. Die GliedmaÜen sind leicht. Das Langhaar ist üppig und dicht. Es kommen alle Farben vor, selbst auch die beliebten Schecken und Tigerschecken. Das StockmaÜ liegt zwischen 70 und 80 cm. Die Ponys haben ein ruhiges Temperament, einen freundlichen Charakter und sind langlebig. Sie sind gelehrig, können auch kleine Sprünge bewältigen und lassen sich auch einspannen. Das macht sie zu Spielgefährten und Schmusetieren für Kinder. Bitjug Pferd /Woronesch Pferd
 Eine alte russische Rasse, die in der Zeit Peter des Großen auf dem Gut des Fürsten Orlow entstand und nach dem FluÜ Bit'ug benannt wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert gehörte es zu den verbreitetsten Arbeitsrassen. Das Bitjug-Pferd entstand durch die Kreuzung der örtlichen Pferde mit Frisischen Harddraver- und Orlow-Hengsten . Die Bitjugrasse war zur Zarenzeit in ganz Russland verbreitet und machten etwa 18 % des gesamt vorhandenen Pferdebestandes aus. Es ist wuchtig, jedoch nicht allzu schwer, das StockmaÜ beträgt um die 155 cm. Es ist ein muskulöses, meist dunkles Pferd. Der Bitjug hat Einfluss auf das Sowjetische Kaltblut und das leichtere Woronesch-Wagenpferd gehabt.
Die Intensivierung des Ackerbaus war verantwortlich dafür, dass es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt dazu kam, dass grosse Weideflächen unter dem Pflug genommen wurden und der örtlichen Pferdezucht dadurch die Grundlage entzogen wurde. Ein weiterer erschwerender Faktor war die vermehrte Kreuzung der Bitjug-Pferde mit westeuropäischen Kaltblütern. Als Folge davon ergab eine Zählung im Jahr 1882, dass kaum noch reingezogene Pferde der Originalrasse vorhanden waren. So ging mit dem Niedergang der Pferdezucht im ersten Weltkrieg, der das gesamte Zarenreich betraf, schlieÜlich auch die Reste der Bitjug-Rasse unter.<br<<br>
In den 20er Jahren beschloss man die einst so berühmte Rasse wiederzuerschaffen. Um dies zu erreichen, kreuzte man ausgesuchte, gedrungene, starke Orlow-Traber des Wagentyps mit dem noch vorhandenen örtlichen kaltblütigen Stutenmaterial. Zusätzlich setzte man einige schwere Warmbluthengste ein. Entsprachen die Pferde dem erwünschten Typ, kreuzte man diese dann wieder untereinander. Das Ergebnis bei der Anerkennung 1936 war eine konsolidierte eigene Rasse, die den Namen Woronescher-Arbeits- und Wagenpferd erhielt. Blazer Horse

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Blazer Horses entwickelten sich vor nicht allzu langer Zeit. Damals brauchten viele Farmer Pferde, da sie jedoch einfach nur Pferde für die Farmarbeit benötigten, kreuzten sie verschiedene Rassen untereinander, um ein ideales Arbeitstier zu schaffen. Dies waren vor allem Spanische Pferde, Araber und vom Tarpan abstammende Pferde. Das daraus entstandene Pferd konnte alle anfallenden Arbeiten auf einer Farm verrichten, sodass man einen Zuchtverband gründete. Die Tiere wurden unter dem Namen Blazer Horses bekannt. Da die Blazer Horses durch den spanischen und Tarpan-Einfluss vor allem als Falben und Füchse mit hellem Langhaar auftraten, wurden nur noch ausschließlich Pferde dieser Farbgebung zur Zucht zugelassen. Die Rasse war bald darauf konsolidiert und erfreut sich heute wachsender Beliebtheit. Blazer Horses sind robuste, kleine Pferde und stehen deutlich im Tarpan- und Konik-Typ, obwohl sie eine amerikanische Rasse sind. Der Kopf ist ausdrucksvoll mit einem wachen Gesicht und einem leicht konkaven Profil. Das Gebäude ist harmonisch. Das Fundament ist tief, breit, rumpfig, muskulös und kräftig. Die Hufe sind sehr hart. Das Langhaar ist voll. Es werden nur Falben und Füchse mit hellem Langhaar zur Zucht zugelassen. Das StockmaÜ liegt zwischen 145 und 152 cm. Bosniake

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Der Bosniake ist ein typisches osteuropäisches Nutzpferd, das auch orientalischen Einfluß zeigt. Der Kopf ist mittelgroÜ, dabei nicht ungefällig. Schopf und Mähne sind dicht. Der Bosniake hat einen sehr kräftigen, geraden Hals, aus einer mitunter recht steilen Schulter. Markierter, aber kurzer Rist, ein stabiler Rücken, eine etwas kurze, abgeschlagene Kruppe. Gute Tiefe und Breite bei tonniger Rippenwölbung. Er hat stahlharte Beine mit ausreichender Knochenstärke, dabei manchmal Fehlstellungen, bes. enge Sprunggelenke. Kaum Behang, aber extrem harte, blaue Hufe. Bei hervorragender Trittsicherheit guter Schritt und Trab, kurzer Galopp, ist aber sehr ausdauernd. Meist Braune und Falben, seltener andere Farben. StockmaÜ von 135 bis 145 cm.
Die berühmten Pferde Thessaliens haben ziemlich sicher auch die des angrenzenden Mazedoniens beeinfluÜt. Der Ursprung des Bosniaken dürfte aber mehr mit dem Tarpan zu tun haben, denn er zeigt eine deutliche Ühnlichkeit mit Huzulen und Koniks. Während der türkischen Besetzung Osteuropas wurden vermehrt leichte orientalische Hengste eingekreuzt, die die Rasse eleganter und gängiger werden lieÜen. Später erhielt die Zucht erneuten Aufschwung durch ein geregeltes Gestütswesen und staatliche Beschäler in Sarajewo, Mostar und Gorazde. Durch die vermehrte Zufuhr von orientalischem Blut verlor der Bosniake leider an Robustheit. Erst in unserem Jahrhundert kehrte man zum alten Typ zuück (Stempelhengste Misco, Barut und Agan). Die u.a. als Tragtiere verwendeten Bosniaken werden seit 1933 rein gezüchtet und die Hengste einer scharfen Selektion unterzogen. Boulonnais

Der Boulonnais ist eine französische Kaltblutrasse, die als sehr ausdauernd gilt. Durch wiederholtes Einkreuzen von orientalischem Blut hat der Boulonnais ein gefälliges ßuÜeres bei einer GröÜe von 165 cm.
Gezüchtet wird es im Nordosten Frankreichs in der Gegend um Boulogne, wo die Pferde im 17. Jahrhundert ihren Namen erhielten. Früher in zwei Schlägen gezüchtet, dem kleineren, agilen Mareyeur, und dem schweren Zugtyp Dunkerque, ist der Mareyeur so gut wie ausgestorben. Brabanter
 siehe Belgisches Kaltblut Brandenburger Warmblut

Der Brandenburger ist ein leistungswilliges Sportpferd mit durchschnittlichen Grundgangarten und Springvermögen. Das Brandenburger Landgestüt in Neustadt/Dosse arbeitet eng mit den Verbänden in Hannover und Sachsen-Anhalt zusammen.
Er hat eine geraden Kopf mit freundlichen Augen, guter Halsung und schräger Schulter; genügend langer, manchmal etwas weicher Rücken mit kräftiger Kruppe; kräftiges Fundament, das nicht immer ganz korrekt gestellt ist. Häufige Farben sind Braune, Füchse und Rappen. Das Stockmaß beträgt 162 cm ?? 170 cm Breeding Stock

Die Pferde sind gute Westernpferde und auch für die Freizeitreiterei geeignet. Zudem gehen sie sehr ausdauernd über längere Strecken. Sie haben einen guten Charakter und ein lebhaftes Temperament. Viele Breeding Stocks, die von Tobiano-Eltern abstammen, sind eher einem Ponytyp zuzuordnen.
Sie sind relativ kurzbeinig, haben bis zu maximal 150 cm Stockmaß, dichtes bis dickes Haar und zeigen ponyähnliche Charakterzüge.
Im Quadratpferd-Format, meist über 150 cm StockmaÜ groÜ, haben sie feineres Haar und einen schmaleren Kopf. Doch alle Pferde sind immer einfarbig. Sie stammen aus den USA.
Bretone

Der Bretone ist ein aktives, schweres, kräftiges und kompaktes Kaltblut. Seine Heimat liegt in der französischen Bretagne. Mit seiner Größe von zumeist um die 150 cm (manchmal bis zu 165 cm) gehört es zu den kleineren Arbeitspferden. In dieser bodenständigen Rasse werden hauptsächlich Füchse gezüchtet. Es gibt auch Schimmel und Braune. Früher gab es einen leichten (Roussin) und einen schweren (Sommier) Schlag. Durch Einkreuzung von Norfolk Roadster und Hackneys entstand im 19. Jh. der leichte Postier-Bretone, der heute noch existiert Brindle Horse

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Gestreifte Pferde waren schon immer sehr beliebt, vor allem wenn das Fell gestromt war. Ein Beispiel dafür ist das goldfalbene Quarter Horse Chexo de Bar. Es war als Fohlen streifenfrei. ??Erst später wurden die etwas dunkleren Streifen sichtbar??, erzählt seine Besitzerin Kerstin Ludwig von der Insel Rügen. Chexo zeugte drei Fohlen mit fuchsfarbenen Stuten. Das Kuriose: ??Zwei der Fohlen sind Albinos und haben rote Ohrenspitzen, einen roten Aalstrich, rote Schultern und Kruppen??, wunderte sich Ludwig.
Gestromte Pferde wie Chexo de Bar, englisch Brindle Horses genannt, tauchen ebenfalls in allen Rassen auf und sind als Rarität heiß begehrt. Deshalb gründete Anita Garza aus Texas 1998 einen Verband namens Brindle and striped Equine International. Über ihn fand die Züchterin Denise Charpilloz aus Vancouver/US-Staat Washington im Jahr 2000 ihr Traumpferd: ??Ein Fohlen, das über den ganzen Körper gestreift ist.?? Charpilloz kaufte die Stute, taufte sie Sharp One und lieÜ sie von einem gestreiften Hengst per Gefriersperma decken. ??Streifenpferd und Streifenpferd ergibt Streifenpferd??, beschwört Charpilloz. Das Fohlen sollte Ende März 2003 geboren worden sein, doch ist darüber bis heute noch nichts bekannt.
Da gestreifte Pferde sämtlichen Rassen angehören, sind Brindle Horses nahezu in allen Sparten der Reiterei einsetzbar. Sie werden vor allem als Freizeitpferde eingesetzt. Da es so viele verschiedene gestreifte Pferde gibt, ist ihr Exterieur und das StockmaÜ unterschiedlich. Britisches Warmblut

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Ein modernes Sportpferd, im Typ den kontinentalen Rassen sehr ähnlich. Trockener, ausdrucksvoller Kopf mittlerer Größe, gerade oder leicht geramst. Gut aufgesetzter Hals, einer schrägen Schulter entspringend. Ausgeprägter Rist, der in eine hervorragende Sattellage überleitet. Kompakter Rumpf, kurzer Rücken, leicht abfallende Kruppe, plastische Beinbemuskelung. Genügend Tiefe und Breite. Trockenes, solides Fundament von groÜer Korrektheit und Güte; flache, weite Hufe. Gute Mechanik in allen Gangarten, Vermögen und Technik am Sprung überdurchschnittlich. Alle Grundfarben, GröÜe variabel, aber meist zwischen 162 und 170 cm StockmaÜ.
Das Britische Warmblut ist eine sehr junge Kreation englischer Züchter. Mit der zunehmenden Leistungsorientierung im Sport kaufen immer öfter englische Reiter Pferde vom Kontinent, besonders deutscher Herkunft. Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die British Warmblood Society gegründet, mit dem Ziel, den importierten Warmblutpferden, aber auch deren Kreuzungsprodukten mit heimischen Rassen, vor allem Vollblut, dieselbe geregelte Zuchtpolitik und Qualitätskontrolle zukommen zu lassen wie auf dem Kontinent. Stutbücher werden geführt, Leistungsprüfungen und Nachzuchtschauen abgehalten, daneben pflegt man intensive Kontakte zu den Herkunftsländern der Zuchtpferde, die hauptsächlich aus Holland, Deutschland, Schweden und Dänemark stammen. Leider werden die wertvollen bodenständigen Rassen (Cleveland Bay, Hunter) darüber etwas vernachlässigt. British Spotted Pony

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Das British Spotted Pony steht häufig im Shetlandpony- oder Reitpony-Typ. Die Ponys müssen immer getigert sein, um ins Zuchtbuch eingetragen zu werden. Das Stockmaß liegt zwischen 110 und 140 cm. Man führt die auffällige Tigerung (getupft, daher eigentlich eine falsche Bezeichnung) dieser Ponys auf uralte Populationen zurück. Wie Quellen beweisen, kannte man derartig gezeichnete Pferde schon im alten Ügypten, in China und Indien und im Mittelmeerraum, möglicherweise sogar schon in der Jungsteinzeit. Ob und wie sich die heutigen getigerten Ponys auf jene Tiere zurückführen lassen, ist unklar. Jedenfalls züchten die Zigeuner in GroÜbritannien seit Generationen bunte Pferde und Ponys.
Das British Spotted Pony wurde früher häufig mit Shetlandponys verkreuzt. Auf dem Kontinent wurden getigerte Shetlandponys lange Zeit als reinrassig akzeptiert, obwohl die Färbung auf den Shetland-Inseln nicht vorkam. Heute müssen getigerte Shetlandpony-Typen in eigene Zuchtregister eingetragen werden. In England gibt es die British Spotted Pony Society, welche die sehr seltene Rasse betreut. Heute werden auch Reitpony-Typen ins Zuchtbuch eingetragen. Ein Zuchtbuch existiert seit 1946. Brumby

Der Brumby ist der Mustang Australiens. Um 1790 brachten die Engländer die ersten Zuchtpferde nach Australien. Schon um etwa 1840 hatte ihr Bestand dank der unermeßlichen Weideflächen so zugenommen, daÜ man beginnen konnte, Pferde zu exportieren. Neben den vortrefflichen Walern, Ponys, Vollblütern und Kaltblütern gab es auch groÜe Herden von halbwilden Herden, songenannte Brumbys oder Scrubbers (Buschpferde). Mit dem 1850-51 einsetztenden Goldrausch lieÜen zahlreiche Siedler ihre Farmen und Tierherden im Stich, die daraufhin verwahrlosten und zu einer Weidekonkurrenz für Haus- und Wildtiere wurden.
Bis etwa 1960 hatte sich der Bestand so vermehrt, daÜ die Regierung beschloÜ, gezielte Massentötungen vorzunehmen, die Entrüstung auslösten. In einigen Gebieten im GroÜen Artesischen Becken und Northern Territory sind noch gröÜere Bestände vorhanden. Brumbys sind hart und ausdauernd, haben aber oft ein schwieriges Temperament. Die GröÜe schwankt von 135 bis 150 cm. Budjonny

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Der Budjonny ist ein mittelgroßes, leichtes Warmblut mit schwacher Ühnlichkeit zum Don-Pferd. Ein edler, gerader Kopf auf gut geschwungenem, langem Hals, der einer langen, schrägen Schulter entspringt. Hoher, kräftiger Widerrist, kurzer Rücken und eine abfallende lange Kruppe. Gute Tiefe und Breite des deutlich vom Vollblut geprägten Rumpfes. Klare Extremitäten mittlerer Stärke, manchmal leichte Stellungsfehler, besonders in Karpal- und Sprunggelenken. Gute Hufe und Sehnen, flache, raumgreifende Gänge und gutes Springvermögen, schneller Galopp. GröÜe ca. 160 cm StockmaÜ. Fast ausschlieÜlich Füchse und Braune mit Goldglanz.
Geschichte:
So um 1921 begann der sowjetische Marschall Sergej Budjonny im Auftrag der Regierung eine neue Halbblutrasse zu schaffen. Er kreuzte ausgewählte Don- und Tschernomor- Stuten mit Vollbluthengsten und wiederholte den Vorgang in der nächsten Generation. Aus 657 Stuten und vier Hengsten entstand durch strenge Selektion ein nützliches, schnelles und hartes Pferd, das sich, wie seine mütterlichen Vorfahren, ganzjährig in Herden (Tabunen) unter freiem Himmel halten lieÜ. Einer der Hauptbegründer war der Hengst Simpatjag, ein 1916 geborener Enkel des St. Simon. Budjonnys waren die modernen Kavalleriepferde der Sowjetunion. Heute stellt die seit 1949 anerkannte Rasse moderne, vielseitige Sportpferde von groÜer Ausdauer dar.
Zucht in RuÜland in den ehemaligen Armee-Gestüten um Rostow, Donsteppe. Burenpferd

Das Burenpferd wird in Südafrika gezüchtet. Es ist ein nicht zu großes Warmblutpferd, das Reitpferd der Buren, die aus den Niederlanden einwanderten und heimische mit den ihrigen sowie Vollblütern kreuzten.
Seine Geschichte ist eng mit den früheren Siedlern und den Holländern verbunden, die nach der Ankuft Jan van Riebeeck im Jahre 1652 das Kap in Besitz nahmen. Drei Phasen bestimmen die Geschichte des Burenpferdes.
In der ersten Periode wurden Persische Araber genauso importiert, wie Pferde aus Java und Spanien. In der zweiten Periode, im 19. Jahrhundert, wurden vor allem flämische Hengste aus den Niederlanden, Hackneys, Norfolk Trotter und Cleveland Bays eingezüchtet. Nach dem GroÜen Burenkrieg wurde mit den Resten des Pferdebestandes ein Zuchtbuch gegründet und Pferde, die nicht dem gewünschten Typ entsprechen, werden streng ausselektiert. Burguete

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Beim Burguete handelt es sich um einen kleinen, leichten, gepackten Kaltblüter, der geschlossen und kurzbeinig ist. Der Gesamteindruck ist harmonisch, muskulös und mit gesunden Formen. Sein Kopf ist von einer mittleren Größe, aber keineswegs plump, sondern trocken und ausdrucksvoll, mit einem geraden Profil, lebhaften, freundlichen Augen und kurzen ponyhaften Ohren. Der gut geformte Hals, schön getragen, entspringt einer recht breiten Basis. Die Schulter ist verhältnismäÜig steil gelagert und die Brust ist breit. Der kurze, muskulöse Rücken schlieÜt über die kräftige Nierenpartie gut an die gerundete, abschüssige, wohl bemuskelte Kruppe an. Der Schweifansatz ist tief. Der geschlossene Körper wird von kurzen, stabilen GliedmaÜen mit kräftigen, ausgeprägten Gelenken und kurzen Röhren getragen. Die Hufe, von einer mittleren GröÜe, bestehen aus einem harten, dunklen Horn. Stark entwickelt ist das leicht gewellte Langhaar. Der reichliche Behang ist ein Erbteil der einen der beiden Ausgangsrassen, des Navarra-Ponys. Die vorherrschende Farbe ist ein kräftiges Braun bis Dunkelbraun mit tiefschwarzem Langhaar und GliedmaÜen, in der Regel ohne jegliche Abzeichen. Die Widerristhöhe liegt zwischen 150 und 152 cm StockmaÜ.
Die Zucht dieses Kaltblüters ist auf eine verhältnismäÜig kleine Region beschränkt. Seine Heimat erstreckte sich im wesentlichen auf die navarresischen Bergtäler von Burguete und Roncevalles.
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Die Pferde sind ausgesprochen genügsam, anspruchslos und leichtfuttrig, eben vorzügliche Raufutterverwerter. Robustheit, Härte, Langlebigkeit und Fruchtbarkeit zeichnen sie besonders aus. Aufgrund ihres ehrlichen Charakters, ihrer Handlichkeit und ihres guten, munteren Temperaments sind diese Pferde beliebte Arbeitstiere für alle leichteren Spanndienste. Mit der fortschreitenden Motorisierung haben jedoch auch sie in der Landwirtschaft nahezu alle Bedeutung als Zugkräfte verloren und dienen heute fast ausschlieÜlich der Fleischproduktion. Ohne besonders raumgreifend zu sein, sind ihre Grundgangarten energisch, mit einem guten Antritt aus der Hinterhand, und zudem sind sie sehr trittsicher.
Unter den Zugpferderassen, die zu Beginn des 20. Jh. in Spanien aus der Kreuzung von nordspanischen Stuten der Landrassen mit französischen Kaltblütern entstanden sind, muss neben anderen der Burguete genannt werden. Der im Gebiet von Navarra gezüchtete Kaltblüter zählt zu seinen Ausgangsrassen im wesentlichen die einheimische Navarra-Pony-Stutengrundlage und Postier-Bretonen. Aus diesen beiden Rassen entstand der heutige Burguete. Burgunder
 Im Gebiet des alten Burgund gab es offenbar eine heimische, kräftige Pferderasse von mittlerer Größe. Sie wurden als schweres SchlachtroÜ und als Arbeits-, Pack- und Zugpferde eingesetzt. Der Noriker dürfte der ursprünglichste Nachfahre sein, ebenso wie der Haflinger, bei dem burgundischer EinfluÜ im Mittelalter erwähnt wird. Die Blondfuchsfarbe geht auf Burgunder zurück, die sie mit ihrem EinfluÜ vielen Rassen rund um die Alpen weitervererbt haben. Dazu gehören: Haflinger, Schwarzwälder Fuchs, Oberländer, Muraközi, Italienisches Kaltblut, evtl. auch Comtois, bei dem die Blondfuchsfarbe vorherrscht. Ein direkter Nachkomme ist auch das Auxois-Zugpferd, das eng mit dem Comtois verwandt ist. Er wird im Doubs Departement gezüchtet.<br><br>
Im 19. Jahrhunder wurde der Bourguignon mit Percherons und Ardennern gepaart, so daÜ es nun ein schweres Kaltblut mit mächtigem Hals und gespaltener Kruppe ist. Die GröÜe liegt bei 155 bis 160 cm. Die heutigen Nachkommen werden hauptsächlich als Rotschimmel gezüchtet, die besonders gefragt ist. Burma Pony

Im Hügelland der Shan-Staaten in Zentral-Burma gezüchtet, ist das Burmapony nahe verwandt mit mongolischen Pferden, dem es auch ähnlich sieht. Es ist jedoch etwas kleiner und langsamer. Früher wurde das Burmapony von der englischen Kolonialmacht als Polopony verwendet. Es wird auch eine Verwandtschaft mit dem Manipur aus Assam vermutet. Da es seit langer Zeit vom Volk der Shan gezüchtet wird, ist es auch teilweise als Shan-Pferd bekannt.
Seite erstellt am : 27.03.2011 um 03:28
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