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Pferderassen C
 Calabreser

Bereits im Altertum waren Pferde aus Süditalien als besonders kräftig bekannt. Unter Dionysus I. soll Sizilien die besten Pferde des Altertums besessen haben. In der Renaissance waren die Neapolitaner wegen ihrer Eleganz und Gelehrigkeit begehrt. Aufgrund der Nähe zu Nordafrika darf man einen starken Einfluss des Berbers vermuten, aber auch spanisches Blut fand hierher.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr die Rasse einen erheblichen Niedergang, der durch Einkreuzung Englischen Vollblutes aufgefangen wurde. Der alte Typ des barocken Schulpferdes ging verloren. Der heutige Calabreser stellt im wesentlichen einen Schlag des Salerners dar. Trotz des modern wirkenden Exterieurs umgibt den Calabreser dennoch ein Hauch des alten Neapolitaners.  Camargue-Pferd

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Die Camargue-Pferde leben im Rhônedelta, im Süden Frankreichs, einem rauhen Land, das im Sommer glühend heiß wird, während der Boden in den anderen Jahreszeiten immer mit kaltem Salzwasser bedeckt ist. Der Mistral, ein rasender, salziger Wind, läÜt die spärlich wachsenden Sträucher, die harten Riedgräser, Schilf und Salzpflanzen, die den Pferden als Nahrung dienen, verkümmern. Die Menschen, die hier leben, sind stolz auf ihr ödes Sumpfland und nennen es "das erhabenste Land, das der Mensch erobert hat". Auch die Pferde dieses Landes werden schon seit eh und je schwärmerisch "Pferde des Meeres" genannt. Neben den wilden, schwarzen Kampfstieren, sind die Camargue-Pferde das Sinnbild der Camargue.
Geschichte:
Das Camargue-Pferd ist eine sehr alte Rasse und hat wahrscheinlich schon in prähistorischer Zeit in der Camargue gelebt. Deshalb läÜt sich, wie bei den meisten anderen älteren Rassen, nichts Genaues über die ursprüngliche Herkunft der Tiere sagen. Das Camargue-Pferd ähnelt sehr stark den Pferden auf den Höhlenmalereien in Lascaux und Niausx, die auf etwa 15000 vor Christus datiert werden. Von den Proportionen her, ähnelt es aber auch dem sogenannten Solutré-Pferd, einem prähistorische Pferd, dessen Überreste im 19. Jahrhundert in Solutré gefunden wurden und auf 50000 Jahre geschätzt werden.
In vorchristlicher Zeit nahmen die Ostgoten und Wandalen auf asiatischen oder mongolischen Pferden bei ihren Invasionen diesen Weg nach Europa. Später dann, im 7. und 8. Jahrhundert, gab es einen starken EinfluÜ des Berbers, der durch die maurischen Eroberer von der iberischen Halbinsel mit eingeführt wurde. Diese Verbindung läÜt sich auch an Sattelzeug und den allgemeinen Pferdekenntnissen der Guardians, der französischen Cowboys, erkennen. Seither hat die isolierte Lage der Camargue garantiert, dass die Pferdeherden, die "manades", von äuÜeren Einflüssen komplett verschont blieben.
Allgemein:
Zur Ausrüstung der Guardians bei der Arbeit mit den Rindern gehören ein Seil und ein Dreizack. Das Seil, ein Lasso aus Pferdehaar von 11m Länge, wird in den Korrals vom Boden aus eingesetzt, während der Dreizack für ungeregelte oder aggressive Stiere da ist oder um die Kälber zum Brennen umzuwerfen.
Wahrscheinlich aufgrund der groÜen Unabhängigkeit der Guardians wurde diese Rasse erst 1968 offiziell registriert, ein Zuchtverband gegründet und jährliche Hengstbesichtigungen unter der Ügide des Staatsgestüts von Nimes organisiert.
Heute sind groÜe Gebiete von der Camargue trockengelegt und dienen als landwirtschaftliche Anbauflächen für Reis und Weintrauben. Die Arbeit mit den Rindern oder während der traditionellen Volksfeste die Stiere durch die DorfstraÜen zu treiben, das ist immer noch Aufgabe der Camargue-Pferde. Ein riesiges Gebiet der Camargue - die 6880Ha groÜe Lagune Etang des Vacarés - ist heute ein Naturschutzgebiet. Der Tourismus zeigt neue Wege zur Nutzung der Camargue, und es gibt nichts Schöneres, als die Natur vom Pferderücken aus zu erleben.
Der Anblick einer Herde weiÜer Pferde, die durch spritzendes Wasser galoppiert, hat sicherlich etwas atemberaubendes an sich. Die Pferde ansich sind jedoch eher unattraktiv. Der Kopf ist oftmals grob und schwer, der Hals kurz, und die Schultern meist steil. Der Gesamteindruck ist eher der eines "primitiven" Pferdes mit einer leichten Prägung durch den nordafrikanischen Berber.
Diese Schwächen werden jedoch wettgemacht durch Rumpftiefe und einen guten Rücken. Die Kruppe ist abgeschlagen, aber trotzdem kurz und stark. Die GliedmaÜen sind gut geformt, und obwohl die Hufe breit sind (wegen des sumpfigen Bodens), sind sie so hart und gesund, dass die Pferde so gut wie nie beschlagen werden müssen. Es sind unglaublich harte Pferde mit groÜer Ausdauer und sie sind sehr genügsam. Sie brauchen nicht mehr Futter als was sie im Schilf finden.
Das Camargue-Pferd hat ein StockmaÜ um 1,42m, kann aber auch schon mal kleiner sein. Es gilt als spätreif und erst zwischen fünf und sieben Jahren als ausgewachsen. Jedoch - bekannt für seine Langlebigkeit - erreicht es oft ein Alter von mehr als 25 Jahren.
Als Fellfarben kommt ausschlieÜlich der Farbe WeiÜ vor. Seine Gänge sind charakteristisch, der Schritt lang mit hoher Aktion und besonders aktiv, der Trab jedoch kurz und abgehakt, so, dass kaum in dieser Gangart geritten wird. Kanter und Galopp sind wiederum auÜergewöhnlich frei. Campolina

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Mittelgroßer Tölter mit guter Oberlinie. Langer, trockener Kopf, hoch aufgesetzter, gut geschwungener Hals, markanter, langer Widerrist, schräge Schulter. Kräftiger Rumpf mit guter Gurtentiefe, mittellangem Rücken, langer, breiter Kruppe und tief angesetztem Schweif. Stabiles Fundament mit klaren Sehnen. Braune, Füchse, Schimmel, häufig wildfarben, kaum Rappen. Schönes Langhaar.
Der Vetter des Mangalarga Marchador stammt, wie dieser von den Pferden der portugiesischen und spanischen Eroberer ab. Durch natürliche Auslese entwickelte sich später daraus der Crioulo.Der Wunsch, die Vorzüge des Crioulo mit etwas mehr GröÜe und Kaliber zu verbinden, führte nach der Entwicklung des Mangalarga Marchador zu dem noch etwas gröÜeren Campolina. Mit Hilfe von Fremdblut (Englisches Vollblut, Orlow Traber, Percheron, Holsteiner, American Saddlebred) züchtete Senor Cassiano Campolina Mitte des 19. Jh. auf Crioulo - Basis die nach ihm benannte Rasse. Nach seinem Tode führten Joaquim Pacheco auf der Tanque Farm und Colonel de Andrale auf der Campo Grande Farm die Zucht fort. Heute zählt die Rasse zu den besten Pferderassen Südamerikas. Bei der Campolina Breeders Association, die 1951 mit Sitz in Bela Horizonte, Brasilien gegründet wurde, sind mittlerweile ca. 6000 Pferde registriert.
Zuchtzentrum ist der Bundesstaat Minas Geraes in BrasilienGeländegängiger, ausdauernder Tölter um 158 cm groÜ, trittsicher und von groÜer Härte und Widerstandskraft.Charakteristisch sind die Gangarten ??Batida", ein Trabtölt, und ??a picada", ein PaÜtölt. Der Campolina geht aber weder Trab noch PaÜ. Canadian Cutting Horse

Das Canadian Cutting Horse geht auf dieselben Ahnen zurück wie das Quarter Horse, bzw. es stammt von diesem ab. Etwas später als in den USA erfolgte in Kanada der Aufbau der Rinderzucht, wobei man von den Erfahrungen des südlichen Nachbarn profitierte und sich früh auf eine verbesserte Methode konzentrierte. Longhorns und Mustangs spielten hier keine große Rolle.
So begann man auf der Basis des Quarter Horse einen kanadischen Typ des Cowponys zu züchten, der in allen Merkmalen diesem ähnlich ist, wenn er auch nicht so ausgeprägt bemuskelt erscheint. Mit der Canadian Cutting Horse Association existiert eine offizielle Zuchtorganisation. Canadian Horse

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Das kanadische Pferd ist eine wenig bekannte Rasse Kanadas. Diese Rasse gründet ihren Ursprung in den Pferden, die von König Louis XIV. von Frankreich in den späten 1600'ern in die Neue Welt geschickt wurden. Jahrhunderte wurden die französischen Pferde mit nur geringem Einfluss anderer Rassen gezüchtet. Unter den Bedingungen extremen Wetter, kargen Futters und harter Arbeit ist es zum best akklimatisierten Pferd heute in Kanada geworden.
Es ist ein starkes Pferd, witterungsunempfindlich und extrem genügsam, weswegen es oft als "The Little Iron Horse" bezeichnet wird. Das kanadische Pferd war sehr beliebt und wurde bei der Entstehung anderer Rassen eingesetzt: z.B. Saddlebred, Morgan, Tennessee Walker. Es wurde exportiert für den Burenkrieg und zur Arbeit auf indischen Zuckerplantagen.
Das erste Stutbuch wurde 1886 gegründet und heute existieren etwa 2.500 Vertreter dieser Rasse. Sie eignen sich zum Einspannen genauso wie als Reitpferd, sie sind genügsam, sehr langlebig und gesund bis ins hohe Alter. Canadian Pacer

Auch Kanada besitzt eine spezielle Gangpferderasse. Die genaue Herkunft ist nicht bekannt. Hauptsächlich dürfte das Kanadische Pferd mit Pferden aus England und Holland gekreuzt worden sein, außerdem sollen normannische Pferde und der Narragansett Pacer beteiligt sein.
Der berühmteste Canadian Pacer war der 1806 in Kanada geborene und später nach Kentucky gebrachte Rotschimmel-Hengst Tom Hal. Dieser groÜartige Hengst gehört zu den Gründerhengsten des American Saddlebred, Tennessee Walker und des Standardbred. Es ist überliefert, dass Tom Hal eine Wette seines Besitzers gewann, indem er 80 Meilen quer durch Kentucky lief zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und den folgenden Tag die gleiche Strecke zurücklief.
Der Canadian Pacer ist ein eher edles, aber groÜes Pferd, sein Kopf scheint jedoch für seinen Körper etwas zu lang zu sein. Seine Augen wiederum sind klein. Er ist ausdauernd und energisch, aber von freundlichem Charakter. Caspian Horse/Kaspisches Pony

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Obwohl es eigentlich ein kleines Pferd ist, wird die Rasse wegen ihres geringen Stockmaßes von ca. 100cm bis 120 cm als Pony bezeichnet. Ein edles, orientalisches Tier mit hübschen Proportionen. Der Kopf ist trocken und gerade oder leicht konkav. Die kräftige Hinterhand weist eine leicht abfallende Kruppe auf. Die Extremitäten sind trocken, die Hufe stahlhart. Einige anatomische Besonderheiten (zusätzlicher Backenzahn, Form des Schulterblattes, primitive Schädelkonstruktion) weisen auf das Hohe Alter der Rasse hin. Alle Farben auÜer Schecken.
Das Kaspische Pony bezeichnen Experten als den prähistorischen Typ 4. Grabungen erbrachten Knochenfunde aus dem Mesolithikum. Ein Siegel von Darius dem GroÜen (ca. 500 v. Chr.) zeigt ein Gespann. Auch die Griechen kannten eine kleine Rasse im antiken Medea, südlich der kaspischen See. Sie wurde offenbar von Stämmen aus der Gegend von Kirmanshah in das Elburs-Gebirge mitgebracht, wo sie in ihrer ursprünglichen Form überdauerte. Bis 1965 gibt es keine weiteren Quellen. Die Wiederentdeckung der Rasse, die man für ausgestorben hielt, ist der Amerikanerin Louise Firouz zu verdanken, die zwischen 1965 und 1970 rund 25 Kaspier auf ihre Farm nahe Teherans bringen konnte. Ein Stutbuch wurde angelegt, Exporte in andere Länder folgten. 1972 gelangten die ersten Ponys nach England, wo sich derzeit das gröÜte Gestüt befindet. Durch die politischen Wirren in Persien wurde der Bestand stark dezimiert. Früher nur im Gebiet um das Kaspische Meer, heute Nachzuchten in England, Australien, und den USA. Cayuse Indian Pony

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Das Cayuse Indianer Pony, eine Rasse aus dem Nordwesten mit Ursprüngen im 18. Jh. Das klein und stämmige Pferd hat einen "zuckelnden", kurzen Schritt, den besonders jüngere Kinder als sehr angenehm und einfach zu sitzen empfinden.
Es ist ein kleines, aber starkes Pferd. Das Stockmaß erreicht kaum mehr als 140 cm. Hals, Schultern sind stark, etwas steil, die Kruppe abfallend. Das Cayuse läuft auf seinen harten Hufen auch PaÜ, der Galopp ist jedoch schwach. Es ist auÜerordentlich widerstandsfähig, klug und hat einen guten Orientierungssinn.
Die Geschichte der Rasse liegt im Dunkeln und ist schwer nachzuvollziehen. Es wird angenommen, dass das Cayuse Indianerpferd von französischen Importpferden, besonders den Percherons abstammt, die mit einheimischen, kanadischen Rassen gekreuzt wurden. Der Percheron war eine gute Wahl, denn er ist eines der wenigen Arbeitspferde, die über längere Zeit mühelos traben können. Durch Pferdetausch mit Pawnee Indianern verteilten sich die Pferde weiter nach Westen und wurde durch Einkreuzung mit leichteren spanischen Barbs schneller und ausdauernder.
Die französischen Pferde vererbten auch ihre Veranlagung für Scheckung und weiÜe Abzeichen, weshalb das Cayuse Indianer Pony auch in der Züchtung von Appaloosa, Paint und Pinto zum Einsatz kam.
Heute findet man die seit dem 18. Jh. eigenständige Rasse selten auÜerhalb Kaliforniens. Jeff Edwards, Mitbegründer des Wildpferde- Forschungszentrums in Portville/ Kalifornien versucht erneut eine Herde aufzubauen, denn nach der Belastung von Weideland mit giftigen Herbiziden verstarb ein GroÜteil der Pferde. Mit einer Gruppe Stuten sieht man zuversichtlich in die Zukunft, erwartet jährlich mit gemischten Gefühlen die Fohlen und hofft auf einen Sympathiegewinn der Rasse. Chalosse Pony

Das Pony von Chalosse ist ein heimisches kleines Pferd, das eng mit dem Landais und dem Barthais verwandt ist. Frühe Veredelungen durch Berber und orientalische Pferde haben das Aussehen beeinflusst. Es sind hauptsächlich Rappen und Füchse, die etwas größer werden als das Landais, etwa 130 cm. Charolais-Charentais

Eine weitere edle Halbblutrasse Frankreichs ist das Pferde der Vendee, das Selle Charolais. Es ist, genau wie das Charentais, heute im Selle Francais zusammengefasst.
Das Selle Charolais ist im ehemaligen Burgund aus dem bodenständigen Morvan Kleppern entstanden, die mit orientalischem Blut erheblich veredelt wurden. So hat es einen erheblich größeren Vollblutanteil als der Anglo-Normanne, ist auch etwas kleiner und zierlicher, bei einer GröÜe um die 155 cm. Französische erfolgreiche Springpferde sind meist Charolais und haben schon Springrekorde aufgestellt.
Dem Charolais sind das Nivernais- und das Bourbonnais-Halbblut sehr ähnlich und ebenfalls im Selle Francais aufgegangen, genau wie der Moulin. Chauchois

Im Chauchois treffen wir einen engen Verwandten des Ardenners. In Frankreich gab es immer eine intensive Kaltblutzucht, nicht nur zur Produktion von starken Arbeitspferden, sondern auch als Fleischlieferanten (nur aufgrund dessen haben einige Rassen überhaupt überlebt!!).
Die alten Schläge waren früher bodenständige Rassen, die sich allerdings heute mehr und mehr vermischen. So ist auch der Chauchois heute praktisch neben dem Ardenner in Vergessenheit geraten. Chincoteague/Assateaguepony

Sie sind sehr eigenwillig und widerspenstige Ponies. Um sie reiten zu können ist eine lange und gute Ausbildung nötig. Ihr Stockmaß beträgt ca. 1,22m. Sie sind überwiegend Schecken. Sie stammen aus den USA. Ein kleines, zähes Pony mit allen Merkmalen einer vernachlässigten Wildbahnzucht. Teilweise gravierende Mängel, schwache Fundamente, grobe Köpfe und schlechte Oberlinie. Bei aller Härte nur bedingt für Sport und Arbeitszwecke einsetzbar. Zucht im Naturreservat der Insel Assateague vor der Küste Virginias. Chickasaw Pony

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Kurzer, schlichter Kopf mit kleinen Ohren und freundlichen, intelligenten Augen. Außerordentlich kurzer Hals, kompakter Rumpf mit breiter Hüfte, abfallender Kruppe und tief angesetztem Schweif. Stabiles Fundament, die oft unterständigen GliedmaÜen mit breiten, kurzen Fesseln. Braune, Rappen, Füchse, Schimmel, Palominos, Stichelhaarige und Braunschimmel, oft mit weiÜen Abzeichen.
Das 16. Jh. war die Geburtsstunde des Ponys, als spanische Abenteurer unter de Soto auf ihrem Zug von Florida nach Tennessee und North Carolina den Chickasaw Indianern begegneten. Denn als de Soto den Stamm zwingen wollte, den Transport der Ausrüstung zu übernehmen, verjagten diese die Eindringlinge, und deren mehr als 100 Pferde entliefen in die Wälder. Viele davon wurden später eingefangen und von den Indianern zum Reiten und zur Zucht verwendet. Die Siedler erkannten bald den Wert der Indianerponys, die klein, kräftig und wendig waren, einen sehr schnellen Antritt hatten, sich über kurze Distanzen sehr schnell bewegten und so ganz anders waren als ihre Pferde. Sie kauften Pferde von den Chickasaws und kreuzten sie mit ihren Pferden, am erfolgreichsten beim Quarter Horse, dem die Ponys ihre Spurtschnelligkeit vererbten. Daraus entwickelten sich alle die Kassen, die man für die Arbeit mit den Rindern benötigte, kräftige, muskulöse, schnell reagierende, antrittsschnelle Pferde. Die Popularität des Chickasaw nahm um 1800 ab, als man sie rnit orientalischen Rassen kreuzte. Doch seit den 60er Jahren dieses Jahrhunderts nimmt das Interesse wieder zu. Cheju Pony

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Cheju-Insel liegt vor der südlichen Küste Süd-Koreas. Das Cheju-Pferd könnte bereits seit prähistorischen Zeiten existieren. Während des Krya Dynastie (1276-1376) eroberten Mongolen Cheju und brachten ihre Pferde mit. Es zeigte sich, dass 160 Zuchtpferde von der Mongolei nach Cheju gebracht wurden, um die heimischen Ponys zu verbessern.
Seit dieser zeit wurden sie auch auf das chinesische oder koreanische Festland exportiert und auch zum Einkreuzen in mongolische und andere exotische Rassen genutzt. De Pferdeproduktion wurde einem wichtigen Wirtschaftszweig und etwa 25 Prozent aller Haushalte auf Cheju befassten sich mit der Pferdezucht. Zeitweise gab es über 20.000 Pferde auf der Insel, dessen Zahl bis 1989 jedoch auf 2.500 gesunken war.
Bei seiner geringen Größe ist die Arbeits- und Zugleistung dieser Pferde beachtlich. Stuten fohlen regelmäÜig bis in ihr 20. Lebensjahr oder mehr. Diese Ponys sind äuÜerst robust und in der Lage, bis zu 230 Pfund Gewicht zu tragen. Es hat einen hübschen Kopf mit geradem Profil und kurzen Ohren, kurzem Hals und Rücken, häufig steiler Schulter bei guter Muskulatur. China Pony

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Typ und Exterieur sind sehr unterschiedlich: oft schwerer, keilförmiger Kopf mit meist geradem Profil oder leichter Ramsnase. Tief angesetzter, kurzer, breiter Hals, schräge Schulter, tiefer Rumpf mit guter Rippenwölbung, langer, starker, gerader Rücken, muskulöse, breite, schräge Kruppe. Stabiles Fundament mit starken Gliedmaßen und harten, kleinen Hufen. Kräftiges, dichtes Langhaar. Vor allem Schimmel, Falben und Füchse.
Die unterschiedlichen Schläge des Chinesischen Ponys stammen alle vom Przewalski Pferd und dessen domestiziertem Abkömmling, dem Mongolen Pferd ab. China kannte keine Pferdezucht im eigentlichen Sinn. Die Zucht der in halbwilden Herden lebenden Pferde überlieÜen die Chinesen den Tibetern oder Mongolen. Der Einfluss orientalisch-vollblütiger Rassen war und ist unbedeutend. Doch ist der Verkauf persischer Pferde nach China für das 3.-15. Jh. belegt. Und wegen dieser ??Himmels-Pferde" führten die Chinesen gegen das ferne Turkestan sogar Krieg. Unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern verdrängte das Mongolische Pferd die anderen Rassen. Von den vielen Schlägen sind die des Szetschwan-, Yünnan-, Ein-, Tatung-, Saiffm-, Ketschui- und Siming-Pony am bekanntesten. Die schnellen Saiffins wurden früher als Rennponys, sogenannte ??Griffins" verkauft. Am beliebtesten sind Rot- und Grauschimmel, die als stark und schön gelten sowie Falben, weil gelb die Farbe der chinesischen Kaiser war und die fruchtbare Farbe des LöÜes ist.
Es hat ein StockmaÜ von 122 cm ?? 135 und wird überwiegend als Reit-, Trag und Zugpony verwendet. Je nach Typ aber auch als Polo-, Renn-, Distanz- und Jagdpony. Als Besonderheiten wären noch der ausdauernde Trab, der PaÜ und der ??Annamitische Trab?? zu erwähnen. Chileno Caballo

Die Conquista, Eroberung der Neuen Welt, bekannt in Chile. Von dort breiteten sich die Pferde der spanischen Eroberer aus. Chilenische Pferde sind stämmig, etwas derb und sehr zäh. Es gibt viele Falben, aber auch Braune und Füchse, die manchmal Kaltbluteinschlag zeigen. Im Museum von Punta Arenas findet sich sogar ein Pferdefell, dessen Haare extrem lang und gelockt sind. Möglicherweise ist dies ein Hinweis auf einen frühen asiatischen Einfluss. In den Anden ist ein sehr robuster, kleinerer Schlag zu finden. Chilean Corralero

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Eine gefällige Erscheinung mit ausgezeichneten Proportionen für die Arbeit mit Kindern. Wohlgeformter Kopf mit geradem Profil, mit kleinen, Wettgesetzten Ohren, gut gesetzten, großen, Ichhaften Augen, feines, kleines Maul. Kurzer, breiter Hals, starke, schräge Schulter, breite Brust, kräftiger, tiefer Rumpf mit guter Rippenwölbung, muskulöse Hinterhand mit runder Kruppe, kurzes, stabiles Fundament. Dichtes, welliges Langhaar, alle Grundfarben.
Dabei ist es durch seinen kompakten Körper in der Lage, selbst Bullen von 500 kg zu stoppen oder zu schieben. Und beim chilenischen Rodeo, dem schnellen Verfolgen und Einholen entlaufener Rinder, glänzt es durch Schnelligkeit und Gewandtheit.
Der Chilenische Corralero stammt von spanischen Pferden ab, die der spanische Eroberer Pedro de Valdivia 1541 aus Peru nach Chile geholt hatte, wohin sie 1514 mit Francisco Pizarro gekommen waren. Weitere 42 Pferde der Stämme Guzmän und Valenzuelas kamen 1557 mit dem neuen Gouverneur Garcia Hurtado de Mendoza nach Chile und bildeten den Grundstock für die chilenische Pferdezucht. Eine rein chilenisch gezogene Rasse gab es aber erst zu Beginn des 19. Jh., und den Corralero erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Aus dem Pferd der spanischen Eroberer war ein nicht wegzudenkender Partner der chilenischen Soldaten, Rinderhirten und Rancheros geworden.
Das aus Chile stammende Pferd hat ein StockmaÜ von 140 cm ?? 148 cm und wiegt etwa 370 kg. Es findet Verwendung in der Landwirtschaft und zum Reiten und Fahren. Vor allem aber ist es das Pferd der Viehhirten für die Arbeit mit den Rindern. Cimmarron

Die südamerikanischen Cimarrones sollen, wie die Mustangs, auf entlaufene und verwilderte Conquistadorenpferde zurückgehen. Die Tatsache, dass innerhalb so kurzer Zeit einer derartige Vermehrung mathematisch fast unmöglich ist, wird von der Geschichtsschreibung hartnäckig vernachlässigt. Es ist kaum bestreitbar, dass lange vor den Süanien schon Wikinger in Südamerika ansässig waren und dort längere Zeit siedelten. Sie brachten dann auch wahrscheinlich Pferde mit, diese dürften den Grundstock für die riesigen Herden gelegt haben, die bereits 1530 gesichtet wurden. Bis Ende des 19. Jahrhunderts vermehrten sie sich fast ungebremst.
Jagd und Fang ließen ihre Zahl dann aber rasch sinken. Heute sind sie nur noch in entlegeneren Gebieten anzutreffen. Sie haben einen mittelgroÜen Kopf mit Ramsprofil, einen kurzen, kräftigen Hals mit steiler Schulter, üppiges Langhaar und extrem harte Hufe. Sie sind schnell, sehr genügsam, aber häufig schwierig im Wesen und nur bedingt zähmbar. Die GröÜe liegt zwischen 140 und 150 cm. Classic Pony

Das ??Deutsche Classic-Pony? ist ein modernes und zugleich klassisches Kleinpony.
Modern: elegante Erscheinung; kleiner, edler Kopf; sympathisches Auftreten; enormes Gangvermögen; große Leistungsbereitschaft; den geänderten Erfordernissen entsprechend weitergezüchtet.
Klassisch: genügsam; für Robusthaltung bestens geeignet; auf englischen und amerikanischen Shetlandlinien basierend; seit Jahrzehnten als Fahrpony und gröÜengerechtes Kinderreitpony bewährt.
Es wurde unter Einbeziehung amerikanischer Classic-Shetlands als ??Sportliches Shetlandpony? gezüchtet. Diese entstanden durch Umzüchtung des ursprünglich kalibrigen Shetland-Arbeitsponys in Bergbau und Landwirtschaft zu einem Kleinpony, dass den heutigen Anforderungen an ein elegantes Fahr,- Reit- und Freizeitpony in besonderer Weise entspricht. Cleveland Bay

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Cleveland Bays werden eher selten als Reitpferd verwendet, umso öfter jedoch an der Hand oder vor der Kutsche. Dabei ergeben sie eigentlich sehr gute Reitperde, sofern sie mit anderen Rassen (bevorzugt Vollblütern) gekreuzt werden. Andererseits gibt es kaum ein gutes Reit- und Wagenpferd, in dem nicht auch Cleveland-Bay-Blut fließt.
Schon vor langer Zeit wurde der Cleveland Bay mit Alter-Real-Blut gemischt und hat wohl von diesem portugiesischen Pferd seine Wendigkeit. Diese Pferde sind berühmt dafür, daÜ sie alle ihre guten Eigenschaften auf andere Rassen, mit denen sie gekreuzt werden, weitervererben. Das betrifft dabei nicht nur das harte Gebäude und die gute Aktion, sondern auch die Farbe, die Härte und die Ausdauer. Reingezogenen Cleveland Bays ergeben sehr gute Springpferde, die diese Qualitäten an ihre Nachkommen weitergeben. Es entstehen aber auch gute Militarypferde und Jagdpferde, besonders wenn die Zucht mit Vollblütern aufgefrischt wird. Aus diesen Gründen werden die Cleveland Bays immer mehr exportiert, vor allem in die USA, nach Kanada, Australien und Südafrika.
Eigenschaften:
Der reingezogene Cleveland gilt als ein sehr sensibles Pferd mit viel Charakter, das bei schlechter Behandlung sehr leiden kann. Er ist aber sehr brav, tapfer und ehrlich.
Geschichte:
Die Clevelands gehören mit zu den ältesten britischen Pferderassen; sie waren schon im Mittelalter im Cleveland District in der Nähe von Yorkshire bekannt, woher sie auch ihren Namen haben. Sie wurden anfangs als Pack- und Zugpferde gezüchtet sowie für die Arbeit in der Landwirtschaft. Zur Zeit von Königin Elizabeth 1. wurde es modern, mit der Kutsche zu reisen, und aufgrund ihrer guten Gänge und ihrer hervorragenden Eigenschaften vor dem Wagen waren hier die Clevelands sehr gefragt. Diese Beliebtheit hat sich bis heute erhalten.
Die Zucht erlitt damals einen Einbruch, als die Landwirtschaft immer stärker automatisiert wurde und das Auto die Kutsche verdrängte. So gab es im Jahr 1962 nur noch vier Zuchthengste in GroÜbritannien. Doch kurz danach begann eine fast schon dramatisch zu nennende Rettungsaktion. Königin Elizabeth II. kaufte den Hengst Mulgrave Supreme, mit dem die Zucht einen neuen Anfang nahm. Der Hengst ging unter dem Sattel wie vor der Kutsche bis kurz vor seinem Tod.
GröÜe: zwischen 163 und 170 cm.
Farbe: Cleveland Bays müssen braun sein mit schwarzen Points. Schimmelhaare in Mähne und Schweif disqualifizieren die Pferde nicht; in einigen Zuchten waren sie für lange Zeit sogar Pflicht. WeiÜe Abzeichen dürfen nur in Form eines kleinen Sterns auftreten. Sind die Beine unterhalb der Sprunggelenke nicht schwarz, sondern braun oder fuchsfarben, so ist dies zwar ein Fehler, bedeutet aber bei der Beurteilung keine Disqualifikation.
Kopf: hübsch, nicht zu klein und gut aufgesetzt. GroÜe Augen mit viel Ausdruck. GroÜe, aber edle Ohren.
Hals: lang und gebogen.
Schultern: schräg, tief und kräftig bemuskelt.
Gebäude: breit und tief. Rücken nicht zu lang, mit gut bemuskelter Lendengegend.
Hinterhand: gerade, kräftig, lang, oval. Gut aufgesetzter Schweif.
GliedmaÜen: Vorderbeine: Ober- und Unterschenkel gut bemuskelt. Knie und Gelenke breit und geschlossen. Die Röhre unterhalb des Knies sollte mindestens 23 cm Durchmesser haben. Fesselgelenke kräftig, schräg und nicht zu lang. Die Beine dürfen keinen Kötenbehang zeigen und sollten so trocken wie möglich sein.
Hufe: am wichtigsten in der Rasse. Sie müssen kräftig und dunkel sein. Zu enge oder zu weite Zehenstellung ist unerwünscht.
Aktion: gerade und offen. Hohe Aktion ist nicht charakteristisch und auch nicht erwünscht. Die Bewegung muss frei aus der Schulter kommen bei guter Beugung der Knie und Sprunggelenke. Bewegung und Aktion des Pferdes zeigen genau seinen Gesundheitszustand an. Clydesdale

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Exterieur:
Der Clydesdale ist ein großes Kaltblutpferd, welches relativ hochbeinig und kurz erscheint. Es hat einen groÜen Ramskopf mit langen Ohren, einen kurzen, geraden Hals, der in eine gut gelagerte Schluter übergeht. Der Widerrist ist lang und nicht besonders hoch, der Rücken kurz und stabil, die Kruppe käftig und leicht abfallend. Der Rumpf ist tief, kompakt und von mittlerer Breite. Die langen Beine haben kräftige Gelenke und üppigen Fesselbehang.
Der Clydesdale besitzt groÜe, flache Hufe und eine hohe, energische Aktion. Er ist ein temperamentvolles und fleiÜiges Arbeitspferd, das sich auch zur Kreuzung mit Vollblütern eignet. Es gibt alle Farben, häufig jedoch Braune mit groÜen Abzeichen und auch gestichelte Farben. Das StockmaÜ liegt bei ca. 1,65 bis 1,72m, das Gewicht kann bis zu einer Tonne betragen.
Geschichte:
Entstanden ist der Clydesdale durch eine Kreuzung einheimischer schwerer Stuten mit Hengsten aus Flandern und den englischen Midlands. Der Duke of Hamilton und der Farmer John Paterson waren um 1720 die ersten Züchter. Um die Rasse weiter zu verbessern, wurden im 19. Jahrhundert das Shire Pferd (Old Black Carthorse) planmäÜig mit eingekreuzt. 1877 wurde dann der Zuchtverband gegründet, der sich für eine zukünftige Reinzucht aussprach. Als Stempelhengst wird Glancer 335, der über seinen Sohn Gancer 153 und dessen Söhne groÜen Einfluss nahm und auch in nahezu allen Pedigrees zu finden ist.
Die heutigen Zuchtgebiete sind Schottland, Clydesdale, aber auch Irland, Australien und USA. Cob

Der Cob ist ein Pferdetyp und keine Rasse. Sie leben in vielen Ländern, werden jedoch als typisch englisch angesehen. In der Tat sind die verschiedenen Cob-Klassen eine britische Institution.
Es gibt allerdings keine generellen Regeln, einen Cob zu züchten; er ist wohl eher das Resultat einer Kreuzung zwischen einem schwergewichtigen Hunter (eventuell sogar einem mit Kaltblut in den Adern) und dem Irish Draught Horse sowie etwas Vollblut.
Cobs gelten als zähe, kompakte Pferde, manchmal werden sie auch beschrieben als schwergewichtige Hunter mit etwas kurzen Beinen«. Sie sind die idealen Pferde für etwas ältere, nicht mehr so sehr durchtrainierte Reiter. Das bedeutet aber nicht, dass man sie als lahme Gäule« bezeichnen kann. Sie sind zwar ruhig und kaum von etwas zu beeindrucken, aber durchaus gehfreudig, aktiv und vor allem sehr willig und geben ihren Reitern ein sicheres Gefühl. Sie können auch durchaus an Jagdritten oder Wettkämpfen teilnehmen, allerdings nicht gerade auf dem höchsten Niveau; dem setzt ihr Körperbau schon gewisse Grenzen.
Die kräftige Hinterhand macht sie zu guten Springpferden und ihr guter Charakter lässt sie alle geforderten Aufgaben willig erfüllen. Cobs werden üblicherweise mit geschorener Mähne, aber vor allem langem Schweif gezeigt; früher wurde ihnen der Schweif bis zur Schweifrübe gestutzt, doch ist dies heute glücklicherweise verboten.
Cobs dieser Art dürfen nicht verwechselt werden mit Welsh Cobs, die eine eigenständige Rasse sind. Andererseits kann Welsh-Cob-Blut auch in den Adern von Cob-Pferden fließen.
GröÜe: zwischen 153 und 163 cm.
Farbe: jede möglich.
Kopf: klein, relativ edel. Grobe Züge unerwünscht.
Hals: stark, gebogen, elegant.
Schultern: schräg, stark, bemuskelt.
Gebäude: kurzer, kräftiger Rücken, groÜe Gurtentiefe.
Hinterhand: mächtig, rund, mit hoch aufgesetztem Schweif
GliedmaÜen: sehr kurze Röhren. Zähe, widerstandsfähige, aber nicht grobe Beine.
Aktion: gute, flache Aktion, die aus der Schulter kommt, und nicht aus den Knien. Guter Galopp. Cob Normand

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Mittelgroßes bis groÜes Kaltblut im Rechteckformat mit deutlichem Warmbluteinschlag. Ausdrucksvoller, mittellanger Kopf mit lebendigen Ohren und trugen, geradem Nasenprofil. Gut gewölbter Hals, hoch aufgesetzt mit niedrigem Widerrist, markante, schräge Schulter, kompakter Rumpf mit viel Gurtentiefe. Kurzer Rücken, breite, lange, schräge Kruppe mit kupiertem Schweif, üppiger Schopf und Mähne, kaum Fesselbehang. Kraftvolles, kurzbeiniges Fundament mit gesunden Hufen. meistens Braune, Füchse, selten Schimmel oder Falben.
Den Nachfahren des schweren normannischen Pferdes, eines geschätzten Karossiers, hat es in der Normandie schon immer gegeben. Lange Zeit trugen sie den Vermerk "Halbblut". Anfang dieses Jahrhunderts gab es zwei Typen: 1. das leichte, hoch im Blut stehende Modell über viel Boden, mit langem Schweif, das im Selle Francais, dem heutigen Reitpferd aufgegangen ist, 2. das schwere Modell, der Cob Cultural, ein Pferd für die Landwirtschaft mit kupiertem Schweif, der heutige Cob.
Ursache dafür waren die Züchter, die zwischen den für das Militär und für die Landwirtschaft gezüchteten Pferde unterscheiden wollten. Erstere behielten ihren Schweif, letzteren wurde er kupiert und sie erhielten den Namen Cob. Es gibt kein Zuchtbuch. Ist der Vater Cob, wird auch das Fohlen als Cob angesehen. Die Hengste sind im Haras National de Saint Lo aufgestellt.
Das Hauptzuchtgebiet liegt in Frankreich im Departement La Manche.
Sein StockmaÜ beträgt ca 150 ?? 160 cm und sein Gewicht liegt bei 550 bis 800 kg. Wegen seiner guten ??Fleischqualität?? ist es auch als Schlachttier geschätzt. Vom Charakter her, gut und gefügig wird es als leistungsstarkes Gespannpferd für die Landwirtschaft und Gewerbe, Freizeit und Fahrsport eingesetzt. Colorado Ranger Horse

Diese Rasse vereint die Merkmale eines guten Westernpferdes mit denen seiner orientalisch-spanischen Ahnen. In den üppigen nordamerikanischen Prärien gediehen zunächst Cayuses, Mustangs oder Kreuzungen mit anderen Rassen, die man als Arbeits- und Kavalleriepferde verwendete. Mit der Intensivierung der Viehzucht wandte man sich edleren Typen zu. Der Colorado Ranger, einer der seltensten, aber ein hochwertiger Vertreter der Freilandzucht, entstand um 1870. Als Stammväter gelten zwei Hengste, die General Grant vom türkischen Sultan geschenkt erhielt: der Araber Leopard und der Berber Linden Tree. Später wurden auch Quarter- und Vollbluthengste eingesetzt, die Selektion auf Farbe stand immer hinter jener auf Abstammung und Leistung zurück. Seit 1878 gibt es ein Register. Es kommen fast nur Tigerschecken vor mit einer Größe um die 150 cm. Comtois

Der Comtois ist eine weitere Kaltblutrasse Frankreichs, sie wird hauptsächlich in der Gegend um Besancon, an der Schweizer Grenze gezüchtet. Schwere germanische Pferde, die von den Burgundern im 6. Jahrhundert eingeführt wurden, sowie regionale Arbeitstiere ergaben die Grundlage. Der Comtois zählt zur Gruppe der Trait du Nord-Pferde.
Er ist ein eher trockenes Kaltblut mit ausgesprochen abgedrehten Formen. Er erreicht eine Größe bis 160 cm und wird als Fuchs oder Brauner gezüchtet. Connemara

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Irlands einzige bodenständige Ponyrasse ist gleichzeitig eines der schönsten Berg-und Moorgebietsponys. Es wird von der English Connemara Pony Society als einzigartig in der Welt« beschrieben, ein Pony, das die Zähigkeit und Kraft des Bergponys in sich vereint mit der Schnelligkeit, Lebendigkeit und Schönheit eines Arabers«.
Beheimatet sind sie in dem Gebiet Connaught in Irland, welches im Süden von der Galway-Bucht und im Westen vom Atlantik begrenzt wird. In dieser wilden, aber dennoch sehr schönen Landschaft, in der es Moorgebiete und steinige Gegenden gleichermaßen gibt, entwickelte sich das Pony in einem harten Klima, das nur durch den Golfstrom etwas gemildert wird. Dieser Golfstrom lässt Gras, Kräuter, Riedgras und anderes, was Pferde gern fressen, früher im Jahr wachsen als in anderen Gegenden. AuÜerdem ist das Land reich an Phosphaten, die die Kräuter anreichern, wovon wiederum Knochenbau und Muskeln der Ponys profitieren. Für die Pferde, die näher an der Küste leben, sind Jod und andere Mineralien im Riedgras enthalten, das die Pferde mit Wonne fressen.
Die Behändigkeit und die Zähigkeit der Rasse resultieren auch aus ihrer Heimat. Die Pferde, die auf felsigen Abhängen oder in schlammigen Tälern aufwachsen, entwickeln von Geburt an eine Trittsicherheit, die dem Reiter zugute kommt, wenn er mit den Pferden durch unwegsames Gelände reitet. Die heutigen Connemaraponys sind für erwachsene Reiter ebenso geeignet wie für Kinder Es ist schnell, gutmütig und von Natur aus ein gutes Springpferd, geht aber auch recht gut im Geschirr. Das Pferd ist inzwischen über Irland hinaus in vielen Ländern beliebt, voran in GroÜbritannien und in den USA, aber auch auf dem europäischen Festland und in Australien, wo von Queensland im Nordosten des Landes bis in den äuÜersten Westen Gestüte entstanden sind.
Werden Connemaraponys mit Vollblütern gekreuzt, ergeben sich daraus besonders hochstehende, erfolgreiche Sportpferde. Fans von Springturnieren werden sich noch an den kleinen Dundrum erinnern, der von dem Vollbluthengst Little Heaven und einer Connemara-Stute stammt. Tommy Wade gewann mit ihm viele internationale Turniere, darunter auch den King George V Gold Cup.
Geschichte:
Die Herkunft des Connemaraponys ist nicht völlig klar, aber es gilt wohl als sicher, dass im 16. oder 17. Jahrhundert Araber-, Berber- und Andalusier Blutpferde von Kaufleuten über die Iberische Halbinsel nach Irland gebracht wurden. Während des 19. Jahrhunderts brachten dann Farmer in Connemara arabische Pferde ins Land und kreuzten diese mit ihren bodenständigen Ponys. Dieser arabische Einfluss ist heute noch unübersehbar.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden Welsh-Hengste eingeführt, von denen der Cob Prince Llewellyn der Vater des Ponys Dynamite (aus einer Connemara-Stute) wurde und dieser wiederum der Vater von Cannon Ball. Dieses Pferd wurde die Nr.1 im Irischen Connemara-Gestütsbuch.
Dieses Gestütsbuch gewährleistet nun eine sorgfältige Zuchtauswahl, mit der das Pony seine früheren Qualitäten wiedererlangen soll.
GröÜe: zwischen 135 und 147 cm.
Farbe: Schimmel, Rappen, Braune, Isabellen, gelegentlich Füchse oder Stichelhaar. Vorwiegend Schimmel.
Kopf: gut aufgesetzt. Kleine, hübsche Ohren, groÜe Augen.
Schultern: lang und schräg.
Gebäude: tief, kompakt.
GliedmaÜen: kurze, trockene Röhren, Durchmesser 17,5-20 cm; hart und zäh.
Aktion: frei, leicht, gut beweglich. Criollo

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Der Criollo wird vor allem in Argentinien gezüchtet, ist jedoch in ganz Südamerika beheimatet. Im Jahre 1535 kamen durch Don Pedro Mendoza 80 Pferde spanischer Abstammung an die Ostküste des heutigen Argentinien. Als Mendoza im Jahre 1541 mit seinen Truppen die Belagerung durch die Indianer entfloh, blieben die Pferde zurück. In den offenen Weiden der Pampa, im baumlosen Grasland fanden die Pferde einen Lebensraum, der ihrem im entfernten Spanien nicht unähnlich war. Sie vermehrten sich schnell, denn etwas später schätzte man diese Nachkommen der Berber und Gineta bereits auf 12.000 Stück. Mit jedem Schiff kamen weitere Pferde ins Land.
Das Klima auf dem neuen Kontinent mit heißen Sommern, kalten Wintern sorgtedafür, daÜ nur die robustesten Tiere überlebten. Ihre Farben glichen dem Steppengras, so sind unter den Criollos vor allem Falbschattierungen zu finden. Nach den Pferden kamen die Rinder und die Gauchos brauchten ein Pferd, das flink, wendig, nicht zu groÜ, im Futter anspruchslos war. So sagt ein alter Gauchospruch: "Bestaune den GroÜen, aber sattle den Kleinen!" Crioulo

Um Sao Paulo in Brasilien wird eine andere Art des Criollo gezüchtet. Er wird hier Crioulo genannt. Der Crioulo ist leichter als sein Verwandter, er macht auch einen trockeneren und eleganteren Eindruck, ebenso sind Kopf, Hals und Widerrist besser liniert. Wie beim Criollo kommen auch beim Crioulo hauptsächlich Braunfarben vor. CSFR-Kaltblut

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Mittelschweres, trockenes Wirtschaftspferd. Ansprechender Kopf mit geradem Profil und lebhaftem Ausdruck. Praktischer Hals mittlerer Länge, breite und lange Schulter, wenig Rist. Kurzer, stabiler Rücken, oft etwas vorgetieft. Breite, leicht abgeschlagene Kruppe, gut bemuskelt, Tendenz zur Spaltkruppe. Tonniger Rumpf, guter Futterverwerter. Klares Fundament, wenig Behang, harte Hufe. Stabile Gelenke und Röhren; energische Aktion, ausdauernd und fleißig, sehr trittsicher. Manchmal kleine Stellungsfehler. Meist Füchse, Braune, Rotschimmel. Ca. 150 bis 158 cm StockmaÜ. Gewicht zwischen 600 und 800 kg.
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts importierte man in Mittel- und Nordböhmen und Teilen Mährens Brabanter und Ardenner, die mit den heimischen Arbeitspferden gekreuzt wurden. Im südlichen Böhmen und in Teilen der Slowakei und Mährens bevorzugte man Noriker, vor allem in Gebirgslagen.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts war die Kaltblutzucht auf einem relativ hohen Niveau und machte der Warmblutzucht starke Konkurrenz. Die Zucht erlitt nach 1960 einen heftigen Einbruch, der ab 1975 etwas stabilisiert wurde. Heute werden schwere Pferde - vorzugsweise vom Typ des Norikers - in den Zuchtbetrieben Netolice und Vitkov gezüchtet und bei der Forstarbeit, im Tourismus und zur Schlachtung (Export) verwendet. Zucht in Böhmen und Mähren, Gestüte Netolice und Vitkov (Tscheschiche Republik) CSFR-Warmblut

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Je nach Zuchtrichtung und Verwendungszweck drahtiges Blutpferd bis massiger Karossier. Den Sportpferden sind allgemein folgende Merkmale eigen: gefälliger Kopf, oftmals leicht arabisiert; Hals genügend lang, nicht immer ideal geformt. Schulterpartie, Rumpf und Kruppe von genügend Korrektheit und Substanz, Harmonie der Linien oft mangelhaft. Fundamente je nach Aufzucht und Abstammung leicht bis schwer, dabei manchmal unkorrekt und mit Aufzuchtsfehlern behaftet. Hufe oft vernachlässigt oder weich. Alle Farben außer Schecken. GröÜe schwankend von 158 bis 172 cm StockmaÜ. Als Freizeitpferd der besseren Klasse geeignet, oft gutes Springvermögen.
Im Gebiet der früheren Tschechoslowakei züchtete man seit Jahrhunderten zahlreiche Pferderassen. In Böhmen fanden vermehrt schwere Typen Verbreitung, während man sich in der Slowakei an den leichteren ungarischen Rassen orientierte. In Mähren bevorzugte man unter dem Einfluss orientalischer Hengste (Shagya, Araber) leichtere Typen. Zeitweise fanden auch gewagte Kreuzungsexperimente statt, die sich einzig an der ZweckmäÜigkeit orientierten und die Zucht nachhaltig schädigten. Seit den 60er Jahren erfolgte eine Umstellung auf ein vielseitiges, mittelrahmiges und leistungsfähiges Warmblut, wobei Hengste der deutschen Rassen sowie der alten, bewährten k.u.k.-Rassen Furioso, Gidran etc. und Vollblüter zum Einsatz kamen. Zucht in den groÜen Gestüten der früheren Tschechoslowakei.
Seite erstellt am : 27.03.2011 um 03:25
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