175849 Besucher
und
1366009 Hits
seit dem 12.11.04

Pferderassen E

Einsiedler

Im Benediktinerstift Unsere liebe Frau zu Einsiedeln«, gegründet im 10. Jh., entstand im Laufe der Jahrhunderte eine über die Landesgrenzen bekannte Rasse, der Einsiedler. Spanisches, friesisches und italienisches Blut wurde eingekreuzt, bis Pater Isidor Moser 1784 das Gestütsbuch begründete, um die Reinzucht der alten Rasse zu gewährleisten. 1865 wurde der Yorkshire Hengst Bracken angekauft und durch seine Söhne Stern, Lecr und Gerber wieder hervorragende Qualität eingebracht. Seit etwa 70 Jahren werden fast ausschließlich Anglo - Normänner (heute Selle Franais) eingekreuzt, die Hengste Uran, Quel-Vent und Orgueilleux waren bedeutend. Seit 1906 besteht die Zuchtgenossenschaft Stifthalterei Einsiedeln, etwa 100 Pferde stehen im kleinen Zuchtgebiet.

Dem Typ des modernen französischen Sportpferdes ähnliches Warmblut leichten bis mittleren Kalibers. Gerader, trockener Kopf, korrekt geformter Hals, schräge Schulter. Gut ausgeprägter Widerrist, der in einen etwas langen Rücken Übergeht. Bei genügender Tiefe und mittlerer Breite im Langrechteck stehendes Pferd. Das manchmal etwas knappe Fundament ist trocken, hart und korrekt, die Hufe sind gut. , dabei groÜe Härte und Ausdauer. Meist Füchse oder Braune. Ruhige und aufmerksame Reit- und Fahrpferde mit durchschnittlichem Sprungvermögen und für den mittleren Sport ausreichend. StockmaÜ 153 ?? 162 cm.

Englisches Vollblut


Topolina
Das wohl am besten durchgezüchtete Sportpferd, von höchster Zweckmäßigkeit und Eleganz. Trockener, ausdrucksvoller Kopf, klein bis mittelgroÜ, meist gerade. Hals mittlerer Länge, aus einer langen, zumeist gut gelagerten Schulter entspringend. Hoher Rist, kurzer Rücken, abschüssige, stark bemuskelte Kruppe. Tiefer, mittelbreiter Rumpf, in Rennkondition aufgeschürzt. Lange, schlanke Beine mit trockenen Gelenken, manchmal etwas wenig Fundament. Harte, runde Hufe und lange, elastische Fesseln. Häufig leichte Stellungsfehler, da reine Leistungszucht ohne Beachtung des Exterieurs. Meist Braune und Füchse, seltener Schimmel und Rappen.

Das Vollblut ist auf der ganzen Welt als das Rennpferd schlechthin berühmt. Es gilt als das schnellste und beste Pferd überhaupt, obwohl es noch gar nicht so lange eine eigenständige Rasse ist.

GröÜe: zwischen 150 und 173 cm; DurchschnittsgröÜe bei 163 cm. Farbe: vor allem Braune in allen Schattierungen und Füchse. Selten Rappen und Schimmel. WeiÜe Abzeichen erlaubt. Kopf: sehr edel, mit intelligentem Ausdruck. GroÜe, mutig blickende Augen. Mittellange Ohren. Hals: elegant, geschwungen. Schultern: lang und schräg. Gut ausgeprägter Widerrist. Gebäude: viel Gurtentiefe mit Platz für Herz und Lungen. Kurzer Rücken, ausgeprägter Rippenbogen. Kräftige, stark bemuskelte Hinterhand. Hohe, manchmal überbaute Kruppe mit hoch angesetztem Schweif. GliedmaÜen: harte, lange Beine mit einem Röhrenumfang von mindestens 20 cm.

Schon seit dem 17.Jahrhundert werden in GroÜbritannien Vollblüter als die Rennmaschinen« par excellence gezüchtet, die eine Höchstgeschwindigkeit von 64 km pro Stunde erreichen können, auf kurzen Distanzen sogar noch mehr. Der englische Name Thoroughbred ist eine wörtliche Übersetzung des arabischen Wortes Kehilan, das durchgezüchtet« oder reingezüchtet« bedeutet. Damit wird darauf hingewiesen, dass auch heute noch alle Englischen Vollblüter auf drei arabische Hengste zurückzuführen sind, welche im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert nach England importiert worden sind. Diese drei Hengste - Byerley Turk, Darley Arabian und Godolphin Arabian - wurden mit bodenständigen Stuten oder Stuten anderer Rassen gekreuzt, und der moderne Vollblüter war geboren. Dabei wird jedoch häufig übersehen, daÜ auch noch andere Hengste - Leedes Arabian und Lister Turk etwa - zumindest in der Anfangszeit der Zucht eine Rolle spielten. So ganz korrekt ist die Geschichte mit der Reinzucht daher nicht.

Die Begründerhengste der Zucht sind aber die drei erstgenannten, und die sehr strengen Gesetze des Englischen Studbook schreiben vor, daÜ jeder Vollblüter - egal, in welchem Land er heute gezüchtet wird - auf einen der drei Hengste zurückzuführen sein muÜ. Zur Kennzeichnung tragen die Hengste hinter ihrem Namen die Buchstaben xx.

Byerley Turk kam im Jahr 1689 nach GroÜbritannien. In den nächsten fünfzig Jahre wurden durch frühe Siedler einige Vollblüter nach Amerika gebracht, der erste Hengst - Bulle Rock, ein Sohn von Darley Arabian - kam erst 1730 dort an. In kürzester Zeit hat sich danach die groÜe Renn-Industrie in Amerika entwickelt. Aber Vollblüter wurden auch damals schon in weitere Länder exportiert; heute existieren auch eigene Zuchtstätten in vielen Ländern auÜerhalb GroÜbritanniens, wie etwa Irland, Frankreich, Italien, Deutschland und USA.

Diese eleganten, langbeinigen Vollblüter sind durch ihre äuÜere Erscheinung und ihre qualitativen Eigenschaften eigentlich relativ leicht zu erkennen, und trotzdem gibt es auch hier wie bei vielen anderen Rassen Unterschiede, die sich aus den Ansprüchen der Züchter entwickelten. Es gibt Sprinter, die über eine enorm hohe Schnelligkeit über kurze Distanzen verfügen und eine entsprechend kräftige, gut behoste Hinterhand haben. Dann gibt es die sogenannten Steher, die im ganzen länger gebaut sind, mehr Rechteckpferd mit langen Muskeln.
In Europa liegt der Hauptakzent der Zucht bei den Pferden für mittellange und lange Strecken, während in Amerika noch bis vor kurzem vor allem der Sprinter gezüchtet wurde. Doch auch dort setzt sich der Steher allmählich durch. Inzwischen spielt auch Australien in der Zucht der Vollblüter eine groÜe Rolle und einige Mittel- und Langstreckenrennen wurden schon von australischen bzw. neuseeländischen Pferden bestritten. Die australischen Vollblüter sind vor allem bekannt für ihre groÜe Ausdauer und Härte.

Die bekanntesten Gestüte in Deutschland sind: Erlenhof; Harzburg, Röttgen, Schlenderhan, Waldfried und Zoppenbroich. Das groÜe Zuchtziel ist Härte. Jedoch muÜ gesagt werden, daÜ gerade die deutsche Vollblüterzucht zur Zeit nicht in groÜer Blüte steht. Die Pferde werden zu früh geritten und müssen nach zwei oder drei Rennsaisons die Bahn (den Turf) für immer verlassen. Sind sie gute Vererber, werden sie zur Zucht eingesetzt. Viele werden an private Reitställe verkauft, wo sie mit ihrem Temperament den Durchschnittsreiter nicht immer beglücken.

So schön, mutig und vielseitig einsetzbar Vollblüter sind - Durchschnittsreiter sollten die Hände von Pferden lassen, die schon eine Karriere auf der Rennbahn hinter sich haben. Dort eingesetzte Vollblüter sind häufig zu schwierig im Umgang, zu temperamentvoll und oft auch aggressiv und ziemlich eigensinnig.

Einfacher im Umgang sind sie, wenn es sich um eine Kreuzung zwischen einem Vollblüter und einem anderen Pferd handelt, beispielsweise Cleveland Bay, Irish Draught oder einer anderen bodenständigen Pony- oder Pferderasse. Die Pferde aus solchen Verbindungen sind meistens härter, zäher und haben vor allem ein ausgeglicheneres Temperament. Dabei bleiben die eleganten Gänge und das Springvermögen erhalten. Solche Kreuzungsprodukte sind für den durchschnittlichen Freizeitreiter weit besser geeignet.

Im übrigen haben die Englischen Vollblüter - an zweiter Stelle nach den Arabischen Vollblütern - viele Pferderassen beeinfluÜt, wie zum Beispiel den Trakehner, den Holsteiner oder das Selle Francais.

Estnisches Pferd

Herkunft:
Republik Estland, vor allem auf den dem Festland Vorgelagerten Inseln ßsel, Dagö und Mohn (heute Huima, Muhu und Saarema) und im Osten Estlands am Peipussee.

StockmaÜ:
138 bis 150 cm

Charakter:
Guter Charakter, ruhiges Temperament, anspruchslos, guter Futterverwerter, gesund, hart, langlebig

Verwendung:
Reit- und Fahrpony

Besonderheiten:
Gute Bewegungen, geräumiger Schritt, ausdauernder Trab und fleiÜiger Galopp

Gut geformter Kopf mit ausdrucksvollen Augen, häufig Hechtkopf. Kurzer bis mittellanger, starker, mittelhoch angesetzter Hals, gute Schulter, mittellanger Rumpf mit viel Gurtentiefe (165 bis 180 cm) und guter Kruppe. Kräftiges Fundament mit kurzen Röhren (17 bis 19 cm) und meist stark ausgeprägten Gelenken und harten Hufen. Feines Fell, schönes Langhaar. Häufig Braune mit Aalstrich, Falben, Isabellen und Füchse mit hellem Langhaar. Aus dem Urpferd des Ostens entwickelte es sich zum estnischen Landpferd schlechthin. Zu seiner Rassebildung haben von domestizierten Wildpferden abstammende einheimische Landstuten und orientalische Hengste beigetragen. die im Mittelalter mit dem Deutschen Ritterorden in das Land gekommen waren. Die im 19. Jh. als Beschäler verwendeten Finnischen Klepper trugen dazu bei, dass sich neben dem kleinen, leichten, schnellen Schlag, dem so genannten Inselpferd, ein gröÜerer und gröberer Schlag entwickelte. Zuchtmittelpunkt war das Ges1ill in Torgel. Anfang des 20. Jh. förderte die Vereinigung der Züchter des estnischen Pferdes in Hapsal die Zucht, führte die Zuchtbücher und stellte die Hengste auf. Die wertvollen Eigenschaften des "Inselpferdes" konnten erhalten bleiben und sind ein wertvoller Blutquell für das Torische Pferd.

Exmoor Pony

Ein zähes, kleines Pony, oft unberechenbar aber auch freundliches und gelehrig. Ein Reitpony für Kinder und Erwachsene. Es erreicht ein Stockmaß von ca. 1,20m ?? 1,25 m. Die Farben sind meist Braune und Schwarzbraune, Mehlmaul. Sie stammen aus GroÜbritannien, Exmoor (Summerset, Devon). Es soll schon aus prähistorischer Zeit stammen und direkter Nachfahre des keltischen Ponys sein. Durch seine isolierte Lage, eine der ältesten Reinzucht Englands! Sie sind stark und ausdauernd, mit dickem und borstigem Fell. Es kann ohne menschliche Fürsorge ohne weiteres wild leben.






Seite erstellt am : 02.01.2011 um 11:41

Home | Home | Aktuelles | Angebot/Unterricht | Verein | Bildergalerie | Videogalerie | Pferdewissen | Reiterwissen | Unterhaltung | Links | Gästebuch | Kontakt / Infos | Impressum | Suche

Pferdefreunde Moosburg e.V. © 2004 - 2011 - Hosting: WebWorks LEICHT