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seit dem 12.11.04

Pferderassen H

Hack

Das Hack stammt aus einer reinen Hobbyzucht, die im gesamten englischen Sprachraum, besonders aber in den südlichen Grafschaften Englands betrieben wird. Es findet seine Verwendung als Freizeitpferd für gehobene Ansprüche. Sein Stockmaß beträgt ca 152 cm ??165 cm.

Hochnobles, leichtes Reitpferd mit korrektem, eleganten Exterieur und flachen, weichen und raumgreifenden Gängen. Stark vom englischen und anglo-arabischen Edelblut geprägt, daher von groÜer Schönheit. Kleiner, trockener Kopf, langer Hals und lange, schräge Schulter. Gut ausgeprägter Rist, kurzer Rücken, kräftige Kruppe. Mittlere Tiefe und Breite, häufig etwas leichtes Fundament mit zuweilen knappen Gelenken; formschöne Hufe. Alle Grundfarben, groÜe Abzeichen sind unerwünscht.

Hack bedeutet heute auf englisch Spazierreitpferd, der Name kommt aber als haguenai und hackney bereits im Mittelalter vor und bezeichnete damals ein billiges Gebrauchspferd. Der moderne Hack ist meist ein Kreuzungsprodukt und somit ein Typ, keine eigentliche Rasse. Im englischen Sprachraum werden Prüfungen für Hacks abgehalten, bei denen es auf Eleganz, Typ und korrekte Aufmachung von Pferd und Reiter ankommt. Die Zucht dieser hochedlen Pferde basiert meist auf Englischem Vollblut, dem mit einem Schuss Ponyblut mehr Substanz und Verlässlichkeit gegeben wird. Häufig wird noch etwas arabisches oder anglo-arabisches Blut zugeführt, um einen besonderen Schmelz zu erhalten.


Hackney

Kutschpferd von extravaganter Eleganz in Exterieur und Bewegung. Trockener, leicht konvexer Kopf mit großen Augen, kleiner Maulpartie und feinen Ohren. StockmaÜ ca 143 ?? 154 cm. Hochaufgesetzter Hals aus steiler Schulter, langer Rist, etwas weicher Rücken, manchmal seichte, aber stets genügend breite Brust. Muskulöse, gut geformte Kruppe mit extrem hoch getragenem Schweif. Trockene GliedmaÜen mit manchmal etwas knappen Gelenken und langer, weicher Fesselung; gute Hufe. Schritt genügend, Trab hochspektakulär schwebend und extravagant hoch, Galopp schwankend.

Die Geschichte des modernen Hackney ist gut dokumentiert. Das Hackney-Pferd entstand aus britischen Traberzüchtungen, den Norfolk- und den Yorkshire Trabern, die ihrerseits schon für schnelle Wagenrennen gezüchtet worden waren. Im frühen 19. Jahrhundert entstand aus einer Kreuzung dieser beiden Rassen das leichtere Hackney - Pferd. Zu dieser Zeit entstanden die ersten richtigen StraÜen, für die das Hackney mit seinem eleganten, schnellen Trab und seiner ausdauernden Kraft wie geschaffen war.

Mitte des 19. Jahrhunderts entstand das Hackney Pony aus der Kreuzung eines Hackney - Pferdes mit einer Fell-Ponystute. Die Erbmasse der Hackneys sorgte für Tempo und Eleganz, das Fell Pony steuerte Kraft und die hohe Knieaktion bei.

Das Hackney Pony soll wie ein typisches Pony mit einem kleinen, intelligenten Kopf aussehen, dabei aber, was die spektakuläre Aktion, den Übermut und die Ausdauer angeht, mit dem Pferd gleichziehen.

Das besondere Merkmal der Hackneys ist ihre Aktion. Im Trab zeigen sie eine hohe, raumgreifende Knieaktion, bei der das Vorderbein angehoben und in einer groÜartigen Bewegung geradezu nach vorn geworfen wird. In den Schauringen sind sie ständige Gäste, auch bei Wettbewerben sind sie sehr beliebt.


Hackney-Pony

Heutzutage wird der Hackney fast ausschließlich als Wagenpferd eingesetzt, doch in den Anfangszeiten der Zucht im 18. Jahrhundert war er vorwiegend ein Reitpferd. Erst als man begann, bessere StraÜen zu bauen, auf denen schnelle Pferde mit leichten Wagen auch gut vorankamen, wurde er zum Wagenpferd.

Die Hackney-Zucht entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert im Osten von Yorkshire und in Ost-Anglia. Sie entstand damals aus zwei verwandten Traberzuchten, dem Yorkshire Hackney und dem Norfolk Roadster. Beide Pferde hatten einen berühmten Vorfahren, The Original Shales, von Blaze, der wiederum ein Sohn von Flying Childers war, welcher direkt auf Darley Arabian zurückgeht. Die Muttertiere von Original Shales wurden als Hackneys bezeichnet. Heute noch werden die beiden Pferdetypen in den beiden genannten Gegenden in unterschiedlichen "Versionen" gezüchtet. Die Norfolk-Version ist Cob-ähnlicher, der Yorkshire-Typ hat mehr Klasse. Inzwischen wurde damit begonnen, die beiden Typen zu mischen, wobei sich die jeweils besten Merkmale so vererbten, dass ein modernes, elegantes Pferd entstanden ist.

Die auffallende Trabaktion ist teilweise angeboren, teilweise wird sie trainiert, unter anderem durch schweren Hufbeschlag. Wird die Aktion zu früh verlangt, kann sie sich beim erwachsenen Pferd auch wieder verlieren.

Der moderne Hackney ist ein bekannter und beliebter Teilnehmer in der britischen Showszene, wo seine hohe Knieaktion immer wieder bewundert wird. Aber auch in anderen Ländern - den Vereinigten Staaten, Australien, Südafrika, Kanada und vielen europäischen Ländern, vor allem Holland - ist der Hackney heute sehr beliebt.

GröÜe: zwischen 146 und 155cm, Pferde mit mehr als 163cm Widerristhöhe sind aber keine Seltenheit. Hackey-Pony: bis etwa 145 cm.
Farbe: meistens Braune in allen Schattierungen, aber auch Füchse. Das Fell ist fein und seidig.
Kopf: klein, konvex. Kleines Maul. GroÜe Augen und kleine Ohren
Hals: lang und schön geformt
Schultern: kräftig mit niedrigem Widerrist.
Gebäude: kompakt mit groÜer Gurtentiefe. Schweif wird hoch getragen.
GliedmaÜen: kurze Beine und starke, tief untergreifende Gelenke. Gut geformte Hufe. Aktion: Brillanz und Korrektheit müssen vorhanden sein. Im Stand wie in der Bewegung hat das Pferd ganz eindeutige Charakteristika. Die Aktion kommt frei aus der Schulter heraus, sehr hoch, jedoch wenig raumgreifend. Die Bewegung der Hinterhand darf der der Vorhand in nichts nachstehen. Im Stand zeigt das Pferd gerade Vorderbeine, die Hinterbeine werden leicht nach hinten gestreckt, so daÜ es über viel Boden steht. Der Kopf wird sehr hoch gehalten, mit aufmerksam gespitzten Ohren und wachsamen Augen.


Haflinger


Lauser
Herkunft:
ßsterreich, Bayern, Italien (Südtirol)

StockmaÜ:
ca. 135 -145 cm

Charakter:
Kräftiges Kleinpferd mit Adel, ausgeglichenem Temperament und umgänglichem Charakter, genügsam und robust, immer fuchsfarben mit hellem Langhaar

Verwendung:
Wanderreitpferd, Familienpferd, Westernreiten, evtl. Dressur und Springen, Fahren

Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp

Gangmechanik:
moderner Typ im Trab flach und raumgreifend, alter Typ mit eher runden Trabbewegungen

Die einheitliche Färbung - Palomino (Fuchs mit hellem Langhaar) - und sein harmonisches ÜuÜeres machen den Haflinger zu einem attraktiven Kleinpferd. Zwischen Pony und Kaltblut, mit häufig orientalischem Einschlag. Kopf trocken, oft edel, mit groÜen Augen und kleinen Ohren. Der mittellange Hals ist etwas tief aufgesetzt und kommt aus einer mäÜig langen und schrägen Schulter. Wenig Rist, breiter, kräftiger Rumpf. Wuchtige, abgeschlagene und kurze Kruppe. Kräftige Beine, harte Hufe und etwas Behang. FleiÜige, eher kurze Aktion von groÜer Trittsicherheit. Extrem guter Futterverwerter, zäh und gesund.


Hannoveraner

Der Hannoveraner besitzt einen gutartigen, ruhigen Charakter. Bei einer Größe von 160 ?? 175 cm findet er Verwendung in allen Bereichen des Pferdesports.

Meist groÜer, gerader oder leicht geramster Kopf; langer, selten schwacher oder unkorrekter Hals. Gute, schräge Schulter, ausgeprägter Rist, langer Rücken und tiefer, breiter Rumpf. Meist gute, manchmal jedoch etwas flache, kantige Kruppe. Kräftige GliedmaÜen mit starken, trockenen Gelenken und hervorragender Hebelung, groÜe Hufe. Raumgreifende energische Bewegungen, hervorragendes Springvermögen, ehrlicher Charakter. Viele deutsche Rassen werden nach der Gegend benannt, aus der sie stammen - so kommt der Hannoveraner aus der norddeutschen Stadt Hannover. Seit ihrer Entstehung im frühen 18. Jahrhundert hat sich diese Rasse zum Teil beträchtlich verändert. 1735 wurde im Celler Staatsgestüt durch königliches Dekret die Grundlage für die Hannoveraner geschaffen. Holsteiner Hengste sorgten für eine Auflockerung bei den einheimischen Stuten, die vom GroÜen Schlachtross des Mittelalters abstammten. Das Ziel: Pferde zu erhalten, die sich für die Arbeit in der Landwirtschaft und als Kutschpferde eigneten. Im weiteren Verlauf kam es zu Kreuzungen mit Vollblütern und mit Cleveland Bays, die aus England importiert worden waren. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kreuzte man das Pferd auch mit anderen importierten Rassen.

1867 wurde eine Zuchtgesellschaft gegründet, mit dem Ziel, ein Pferd zu schaffen, das in gleichem MaÜe für zivile wie für militärische Zwecke geeignet war. Ihre Erfolge waren dabei beachtlich. Als nach dem Ersten Weltkrieg Pferde beim Militär nicht mehr in gleichem Umfang wie bisher benötigt wurden, überarbeitete man die Zielsetzung der Gesellschaft. Jetzt wollte man ein Pferd produzieren«, das sowohl für die landwirtschaftliche Arbeit als auch als Kutsch- und Reitpferd einzusetzen war. Seitdem wurden die Hengste auf Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer hin getestet, bevor man sie bei der Zucht berücksichtigte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war erneut eine Umschreibung nötig, da der Hannoveraner weder in der Landwirtschaft noch als Kutschpferd benötigt wurde. Nunmehr sollte ein Reitpferd für höchste Ansprüche« geschaffen werden. Mit Hilfe von Vollblütern, Trakehnern und Arabern wurde der Hannoveraner zu einem erstklassigen, athletischen, starken und gutmütigen Reit- und Turnierpferd.

Hannoveraner wurden auf internationaler Ebene im Springparcours, bei der Military und bei Dressurwettkämpfen ausgezeichnet. Mit ihrer Hilfe wird heute auf der ganzen Welt die Qualität anderer Sportpferde weiter verbessert.

Auch der Hannoveraner war an der Schaffung neuer Rassen beteiligt. Durch Kreuzungen mit Araber und Vollblut entstand der Westfale. Das Dänische Sportpferd (entstanden aus Hannoveraner, Vollblut und Trakehner) ist ein weiteres ausgezeichnetes und athletisches Reitpferd. Der Hannoveraner ist eng mit dem Mecklenburger verwandt, da bei der Gründung dieser Rassen ähnliche Genstämme im Spiel waren. AuÜerdem kam es im Laufe der Zeit immer wieder zu Kreuzungen der Tiere untereinander. Der Mecklenburger ist das kleinere Pferd von beiden Tieren; es wird jetzt als Allzweckreitpferd gezüchtet.


Hessisches Warmblut


Larissa
Ein Reitpferd mit gutem Springvermögen. Sehr sensibel und intelligent. Sein Stockmaß beträgt ca. 1,60m-1,70m. Es gibt sie in allen Farben. Sie stammen aus Deutschland in Hessen, Landgestüt Dillenburg, Privatzuchten im Raum Frankfurt.

Gefälliger Kopf, langer, gut geformter Hals und ausgeprägter Rist. Stabiler Rücken, lange, leicht abfallende Kruppe mit guter Bemuskelung. Harmonischer Rumpf, entsprechende Brust- und Gurttiefe. Klares, stabiles Fundament mit korrekter Stellung, kein Behang, gutes Hufmaterial.

Herkunft:
Deutschland in Hessen, Landgestüt Dillenburg, Privatzuchten im Raum Frankfurt.

Zwischen 160 und 170 cm groÜ, sensibler, intelligenter Charakter. Das hessische Warmblut ist durch sein Springvermögen und seine freien elastischen Bewegungen auch für den Leistungssport geeignet.



Highlandpony

Ein sehr sanftes und gelehriges Hochlandpony mit Kötenbehang , kräftig und trittsicher, universell verwendbar. Sein Stockmaß beträgt ca. 1,32m ?? 1,48 m, Es gibt sie in allen Farben, sehr oft mit Aalstrich. Sie stammen aus GroÜbritannien, Schottland und Western Isles. Früher gab es zwei Linien (Festland- und Insel-Pony), heute sind sie vermischt. Blutanteile vom keltischen Pony, Galloways und arabischem Vollblut.

Das Highland Pony aus dem nördlichen Schottland stammt wahrscheinlich vom gleichen keltischen Typ ab wie das Exmoor Pony und ist danach vom - heute ausgestorbenen - Galloway und später durch Araberblut beeinflusst worden.

Ursprünglich gab es zwei Stämme, die sich den örtlichen Anforderungen gemäÜ weiterentwickelt haben. Der Festlandstamm, als Garron bekannt geworden, war das gröÜere der beiden Tiere und mit einer Höhe von 140 cm überhaupt die stärkste und gröÜte der einheimischen Rassen. Der Stamm der westlichen Inseln maÜ im Schnitt 120 cm. Durch Kreuzungen sind diese Unterschiede inzwischen fast gänzlich verschwunden.

Das Highland Pony wurde traditionell von schottischen Kleinbauern zu allen möglichen Arbeiten herangezogen. Sie konnten schwere Gewichte tragen und zeigten sich bei der Arbeit auf dem zerklüfteten und schwierigen Gelände des schottischen Hochlandes erstaunlich behände und trittsicher.

Das Highland Pony trifft man heute hauptsächlich in Schottland an, wo es vielseitige Verwendung findet. Die gröÜeren arbeiten bei den Pirschjägern, um die erlegten Tiere von den Bergen zu holen; sie sind sehr gute Trekkingponys und werden bei Baumfällarbeiten und beim Schafehüten eingesetzt. Die kleineren Tiere eignen sich besonders als Reitponys für Kinder.


Hispano

Edles, elegantes, gut proportioniertes Sportpferd im Typ des Vollblutarabers und des Englischen Vollblutes. Ausdrucksvoller, edler Kopf mit meist geradem Profil, ausdrucksvollen, großen Augen, aufmerksamem Ohrenspiel, feiner Maulpartie und weiten Nüstern. Mittellanger, gut aufgesetzter Hals, markanter Widerrist, lange, schräge Schulter, Rumpf mit guter Gurtentiefe und Rippenwölbung, gerader Rücken mit guter Sattellage, muskulöse Hinterhand mit schräger Kruppe, gut angesetzter Schweif. Stabiles Fundament mit trockenen, korrekten GliedmaÜen und ausgeprägten Gelenken sowie festen, wohlgeformten Hufen. Feines, seidiges Fell und Langhaar. Alle Grundfarben, vorwiegend Braune.

Gesund, ausdauernd, leistungsbereit, mutig und intelligent mit gutem Charakter und ausgeglichenem Temperament. Elegante Bewegungen in allen Grundgangarten, daneben auch gutes Springvermögen. In Spanien entstand die Rasse im vorigen Jahrhundert aus dem Wunsch, die vorzüglichen Eigenschaften des Vollblutarabers und des Englischen Vollblüters zu verschmelzen. Im Vergleich mit dem französischen Anglo-Araber ist das Exterieur des spanischen Anglo-Arabers stärker vom Vollblutaraber geprägt worden. Ursprünglich für die Remontierung des Heeres gezüchtet, ist es heute ein vielseitig einsetzbares Sportpferd.

Es wird leider in Spanien wegen seines Mutes und seiner Wendigkeit auch zum Testen junger Kampfstiere benutzt.. Sein StockmaÜ beträgt ca.1,60m. Es stammt aus Spanien, hier vor allem in den Provinzen Estremadura und Andalusien.


Hokkaido-Pony

Die bekannteste japanische Rasse, hauptsächlich auf den großen Inseln Hokkaido, Honshu und Kiushiu verbreitet. MittelgroÜes, derbes Pony von rund 130 bis 140cm StockmaÜ, das Merkmale des mongolischen Ponys aufweist, dabei jedoch weit lymphatischer und langsamer ist als dieses. Das Hokkaido-Pony ist trittsicher, genügsam und unempfindlich gegen klimatische Schwankungen. Im Laufe der jüngeren Geschichte erfolgten Einkreuzungen europäischer und russischer Pferde, die sich aber nicht bewährten.


Holländisches Warmblut

Siehe auch: Gelderländer und Groninger! Hauptsächlich aus Gelderländern und Groningern in sehr kurzer Zeit unter Einsatz von Vollblütern mittels konsequenter Selektion geschaffene Sport- und Reitpferderasse mit zur Zeit großem sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg im Springsport, aber auch in Dressur und Fahren. Sein StockmaÜ beträgt ca. 1,63 m. Die Farben sind meist Braune und Schwarzbraune. Sie stammen aus den Niederlanden wo die Pferdezucht keine fiskalische Liebhaberei sondern staatliche subventionierte Haltung und Zucht von Nutztieren ist, und wird vom staatlich geförderten Zuchtverband streng kontrolliert. Auch mit Oldenburgern, Trakehnern und Hannoveranern veredelt .


Holsteiner

Ein hartes und zuverlässiges, fügsames und universell einsetzbares, schweres Reit- und Fahrpferd; der moderne Typ wurde nach dem 2. WK durch starken Einsatz von Vollbluthengsten zum universellen Sport-. und Turnierpferd gewandelt. Es ist leichter als früher, aber großrahmig mit hartem, solidem Fundament und viel Galoppier- und Springvermögen. Sein StockmaÜ beträgt ca. 17,0 m.

Es gibt sie in allen Farben. Sie stammen aus Deutschland, Elmshorn (Holstein), weltweit. Die älteste deutsche Warmblutrasse, seit dem 14. Jh. im Kloster von Uetersen in der Haseldorfer Marsch als Turnier- und Militärpferd gezogen, im Mittelalter durch Dänische Könige und den Herzögen von Schleswig-Holstein stark gefördert, dienten als Veredler in Westfalen, Mecklenburg, Celle und Dillenburg (Hannoveraner). Einige der erfolgreichsten Turnierpferde waren Holsteiner wie Meteor (Fritz Tiedemann) u.a.


Holsteiner Kaltblut

Rassebeschreibung
Das Schleswiger Kaltblut ist ein mittelschweres Kaltblutpferd von mittlerer Größe, das StockmaÜ liegt zwischen 154 - 162 cm, die Hengste sind im Schnitt etwas gröÜer (um 158 cm) als die Stuten (um 156 cm). Die nicht zu kurzen GliedmaÜen haben trockene, starke Gelenke, mit mäÜigem Kötenbehang und groÜe, runde Hufe von guter Qualität Der Rücken soll kurz und kräftig mit einer gut bemuskelten, leicht abfallenden Kruppe sein. Der Kopf ist kurz und trocken mit einer breiten Stirn und geradem Profil, der Hals ist gut aufgesetzt. Der Schleswiger ist ein leistungsfähiges, rundrippiges, futterdankbares Kaltblutpferd mittleren Rahmens mit raumgreifenden Schritt- und Trabbewegungen. Die Fuchsfarbe dominiert, vereinzelt kommen Rappen, Schimmel und Braune vor. Das Schleswiger Kaltblut zeichnet sich durch seine Lernwilligkeit und gute Umgänglichkeit, eine hohe Zugleistung und Wendigkeit, sowie durch seine Ausdauer und Genügsamkeit aus.

Im Jahre 1888 beschloss der damalige Zuchtverband des Landes Schleswig-Holsteins die Trennung der Zucht von Warm- und Kaltblutpferden. Der Verband der Schleswiger Pferdezuchtvereine entstand 1891 als Vereinigung verschiedener Kaltblutzuchtvereine Schleswig-Holsteins. Das Brandzeichen wurden die Buchstaben "VSP" in einem Oval, das den Tieren noch heute auf den Oberschenkel des rechten Hinterbeines gebrannt wird.

Da auf der Grundlage der vorhandenen Tiere Kreuzungen aus verschiedenen Rassen, wie Oldenburger, Holsteiner und Suffolks, der gewünschte Typ nicht zu züchten war, wurden Hengste aus Jütland importiert, alles Söhne des 1862 nach Dänemark importierten Hengstes Oppenheim, ein Shire Horseoder Suffolk. Seit 1930 sind nahezu alle Schleswiger auf den Oppenheim-Nachkommen Munkedal zurückzuführen. Die Blütezeit des Schleswiger Kaltblut war im Jahre 1949 erreicht, im Stammbuch waren ca. 25.000 Stuten und 450 Hengste eingetragen. Aufgrund der sich ändernden Bedingungen in der Landwirtschaft mit der Zunahme des Einsatzes von Maschinen wurde auch das Schleswiger Kaltblut, wie alle anderen Kaltblutrassen in Deutschland auch, immer weiter zurückgedrängt und erreichte im Jahre 1976 einen zahlenmäÜigen Tiefstand mit nur noch 35 eingetragenen Stuten und 5 Hengsten. In diesem Jahr wurde der Zuchtverband aufgelöst und die Rasse im Pferdestammbuch Schleswig-Holstein / Hamburg betreut. Der Verein Schleswiger Pferdezüchter e. V. (VSP) wurde im Jahr 1991 mit dem Ziel der Pflege und Erhaltung des Schleswiger Kaltblutpferdes gegründet. Heute hat der Verein ca. 200 Mitglieder. Die Zahl der eingetragenen Stuten liegt bei ca. 200, die der Hengste bei ca. 30. Trotz der Bemühungen des Vereins steht das Schleswiger Kaltblut noch auf der Liste der bedrohten Haustierarten der Gesellschaft für bedrohte Haustierrassen (GEH).

Das Schleswiger Kaltblut wurde seit Anfang des 20. Jahrhunderts hauptsächlich als Arbeitspferd für den Einsatz in der Land- und Holzwirtschaft gezüchtet. aber auch als Zugpferd für pferdebespannte Omnibusse, in der Industrie, beim Militär und als Brauereipferd eingesetzt. Heute werden sie als Wagen- und Freizeitreitpferde genutzt, aber auch wieder in der Landwirtschaft, als Holzrückepferde in der Forstwirtschaft und in Baumschulen eingesetzt.

Das Hauptverbreitungsgebiet ist das nördlichste Bundesland der Bundesrepublik Deutschland, Schleswig-Holstein. Daneben existiert eine geregelte Zucht nur noch im Bundesland Niedersachsen. Vereinzelt wurden Tiere in andere Bundesländer Deutschlands verkauft.


Hunter

Hunter sind keine eigene Rasse, sondern Pferde mit einer robusten Konstitution, die sich für die Jagd hinter der Meute eignen. Der Huntertyp richtet sich nach dem Jagdgelände. Man unterscheidet drei Kategorien: schwer, mittelschwer und leicht. Auf schwerem Boden tut sich ein kräftig gebautes Pferd wesentlich leichter, als ein leichtes Jagdpferd. Die Typen sollten auch auf Gewicht und Last des Reiters abgestimmt sein.

Hunter entstanden aus Kreuzungen Englischer Vollbluthengste mit Stuten unterschiedlicher Kaltblutrassen (in England Cleveland Bay - Stuten, in Irland Irish Draught-Stuten). Deshalb sind Hunter ??Halbblüter" im eigentlichen Sinne des Wortes. Wie bereits der Name andeutet, eignen sich Hunter besonders als Jagdpferde hinter der Meute. Die Tiere sind in der Lage, eine ganze Jagdsaison durchzuhalten und sich in guter Form zu präsentieren.

Ein hoch im Blut stehendes, geländesicheres, galoppier- und springfreudiges Vielseitigkeitspferd. Sein Stockmaß beträgt ca.1,50m ?? 1,80 m. Es gibt sie in allen Farben. Sie stammen aus England, Irland. Wenig homogenes Erscheinungsbild, Mut und Geländesicherheit ist meist das Erbe des Vollbluts. Irische Hunter (Basis: Irish Draught) gelten als die besten Vielseitigkeitspferde der Welt.



Huzule

Herkunft:
Polen (Gestüte Siary un Topolcianky) und Ukraine

Stockmaß:
135 bis 148 cm

Charakter:
trittsicher, furchtlos, willig, ausdauernd

Verwendung:
Gute Freizeit-, Kutsch- und Distanzpferde

Besonderheiten:

Primitives Nutzpferd mit Merkmalen des Tarpans. Langer, trockener Kopf, starke Ganaschen und kurzes, schweres Genick. Hals kurz und sehr kräftig, mit starkem Unterhals und mäÜiger Aufrichtung; wenig ausgeprägter, breiter Widerrist. Breiter, tiefer und langer Rumpf, kräftiger Rücken und abfallende Kruppe. Schulter kräftig, aber steil und kurz. Harte, trockene GliedmaÜen mit kleinen Hufen, dabei häufig mangelhafte Sprunggelenke. Gesundes, langlebiges und instinktstarkes Bergpferd, guter Futterverwerter. Energische Bewegungen, sehr trittsicher. Meist Braune und Falben, selten Rappen und Füchse, auch Schimmel und Schecken, die nicht typisch sind.

In den unwegsamen Hochwäldern der Karpaten siedelten Nachkommen von Kosaken und Tartaren aus dem südrussischen Raum, die Huzulen. Bis etwa 1900 erfolgte die Zucht in der echten Huzulei«, nördlich des Flusses Bistritz; auf Hochweiden wuchsen die Pferde halbwild heran. Mit der Gründung einiger Militärgestüte, z.B. Luczyna 1870, geriet die Reinzucht in eine Krise. Man setzte orientalische und englische Hengste ein sowie Koniks. Dadurch ging der ursprüngliche Typ fast verloren. Nach 1918 wurde der Bestand auf die damalige Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Polen verteilt. 1924 regte Rittmeister Holländer die Gründung des Zuchtverbandes und eines Stutbuches in der Huzulei an. Die Rasse ist wegen ihrer Härte und Leistungsfähigkeit beliebt.






Seite erstellt am : 27.03.2011 um 03:21

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