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seit dem 12.11.04

Pferderassen J

Jaf

Verbreitungsgebiet: Türkei, Iran

Erscheinungsbild: orientalisches Warmblutpferd im Araber-Typ. Hübscher, kleiner Kopf mit dehnfähigen Nüstern, lebhaften, großen Augen und kleinen, spitzen Ohren; kräftiger, wohlgeformter Hals auf guter Schulter; viel Brust; gerader Rücken und gerade Kruppe; hoch angesetzter und getragener Schweif; schlanke, trockene Beine mit harten, kleinen Hufen.

GröÜe: sehr unterschiedlich, meist um 150 cm StockmaÜ

Farben: Schimmel, Hellbraune, Braune und Füchse

Charakteristik: sehr temperamentvolles, feuriges Steppenpferd; intelligent und von gutem Charakter; hart, zäh und ausdauernd

Eignung: Reitpferd

Herkunft: Kurdistan und Iran



Jakute

Herkunft:
In der Yakutischen ASSR. Zuchtzentrum ist Jakutsk

Stockmaß:

135 bis 140 cm, Das Gewicht liegt bei 430 bis 470 kg.
Charakter:
Geduldig, genügsam, äuÜerst gesund, widerstandsfähig und zäh, - dem extremen, rauen Klima, dessen Minusgrade im Winter bis auf -60° absinken können, sehr gut angepasst

Verwendung:
Unverzichtbar als Reit- und Packpferd

Besonderheiten:
Als Fleisch- und Stutenmilchlieferant für die Jakuten unentbehrlich

Kräftiges Wald- und Tundrapferd mit dicker Haut und dichtem Feil, dessen Haare im Winter bis zu 15 cm lang werden können und zusammen mit dem sehr langen, kräftigen Langhaar vor Insekten und Frost schützen. GroÜer, derber Kopf, gerader, breiter Hals, kompakter, tiefer Rumpf, langer Rücken, abfallende Kruppe, stabile GliedmaÜen mit kurzen Röhrbeinen. GroÜe Hufe, die das Einsinken in Moor, Matsch und Schnee verhindern. Braune, Braunschimmel, Falben, oft mit Aalstrich, Schulterkreuz und Zebrastreifen.

Ausgewachsene Pferde liefern um 228 kg Frischfleisch, Stuten in der sechsmonatigen Laktationszeit 1.200 bis 1.700 kg Milch.

Das Jakutenpferd soll von Pferden abstammen, die im 13. und 14. Jh. vom Jenissej in die Jakutsker Region kamen und feiner und gröÜer waren als die heutigen Jakuten. Durch das extreme Klima in der sibirischen Tundra und das karge Leben in halbwilden Herden mutierte es zu der kompakten, robusten Rasse. Es stammt vom Mongolen Pferd ab, ist aber länger und massiver. Drei Typen haben sich gebildet: im Norden der gröÜere und gleichmäÜigere Original-Typ, das Kolyma oder Werchojansk Pferd, der kleine Süd-Typ ohne Einkreuzung anderer Rassen, und der groÜe Süd-Typ, der in Zentraljakutien sehr verbreitet ist und den man durch Traber und Kaltblüter, jedoch mit geringem Erfolg, verbessern wollte.


Java Pony

Kleines (120 cm), wenig ansprechendes Pony. Plumper Kopf auf kurzem, dickem Hals; steile Schulter; wenig markierter Widerrist; gerader Rücken mit schwacher Kruppe; die Beinstellung ist in der Regel ungünstig (unterständig, kuhhessig, säbelbeinig) und trotzdem ist es ein unermüdlicher Arbeiter.

Die indonesischen Ponys sind für den Transport, die Kommunikation und die Landwirtschaft von großer Bedeutung; es gibt auf vielen der Inseln eigene Rassen. Die Ponyzucht wird in vielen Fällen vom Staat gefördert. Die Tiere gehören im allgemeinen zu den primitiveren Arten; im Laufe der Jahrhunderte haben sie sich an die Arbeit in tropischer Hitze angepasst.

Das Java Pony - das vom Mongolischen Wildpferd abstammt - ist das einheimische Pony der Insel Java. Es wird für jede Art von Arbeit eingesetzt, unter anderem auch zum Ziehen der Sados, der zweirädrigen Inseltaxis.

Zu den anderen Inselrassen gehören der Timor, ein kleines, kluges Pony mit edlem Körperbau; das Bali, eine sehr primitive Ponyart, das als Packtier benutzt wird; das Batak aus Sumatra, das durch Araberblut verfeinert und verbessert worden ist; das Gayoc aus Sumatra; das Sumbawa, das dem Sumba ähnelt, und das Sandalwood von den Inseln Sumba und Sumbawa - ein schnelles, zierliches Pony.


Jomud

Eine Variante des Turkmenischen Pferdes uralter Herkunft. Dieser Schlag stellt eine etwas kräftigere, harmonischere Form dar und zeichnet sich durch besondere Ausdauer und Schnelligkeit aus.

Häufig Schimmel, Füchse oder Goldbraune; sehr feines, schütteres Langhaar. Sehr zäh und hitzeunempfindlich. Bei ca. 150 cm Größe ein erstklassiges Kavalleriepferd; besonders für Distanzrennen und Langstreckenritte geeignet.


Jugoslawisches Kaltblut








Jütländer

Herkunft: Dänemark

Stockmaß: ca. 155 bis 162 cm, Gewicht ca. 800 kg.

Charakter: freundlich, gutmütig, sehr stark, ausdauernd

Verwendung: Zugpferd

Besonderheiten: Eifrige Aktion, guter Trab und groÜe Zugkraft.

Sehr kräftiges und schweres Arbeitspferd im praktischen, Zweckbetonten Typ. Massiver, grober Schädel, freundlicher Ausdruck, lange Ohren. Kurzer, gerader Hals, einer steilen, aber extrem breiten Schulter entspringend. Kaum Rist, aber sehr tiefer und breiter Rumpf. Kompaktes Mittelstück, ausladende Rippenwölbung, immens kräftige, runde Kruppe (Spaltkruppe) mit abfallender Linie. Kurze, säulenartige Beine mit breiten Gelenken, massives Fundament, viel Behang und flache Hufe. Farbe: sehr häufig Füchse verschiedener Schattierungen mit hellem Langhaar und Behang, auch Rappen.

Der Jütländer geht auf das schwere Pferd der nordeuropäischen Niederungen zurück, das im Mittelalter beim Ritterstand begehrt war. Ab dem 16. Jahrhundert wurde er an Popularität vom Frederiksborger übertroffen und fand nur mehr in der Landwirtschaft Verwendung.

Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse wiederholt mit Frederiksborgern, Yorkshire Roadstern und Cleveländern gekreuzt, um sie etwas gängiger zu machen. Später wurden auch Shires, Clydesdales und Suffolks eingesetzt, da man inzwischen wieder mehr Masse brauchte. Die wechselhafte Zuchtpolitik änderte sich schlagartig mit dem Einsatz des englischen Kaltbluthengstes Oppenheim, der ein Shire oder Suffolk gewesen sein soll, neben seiner dunklen Fuchsfarbe auch überragende Qualitäten einbrachte und zum Stammvater des modernen Jütländers wurde.






Seite erstellt am : 27.03.2011 um 03:30

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