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Pferderassen K

Kabardiner

Der Kabardiner ist eine kaukasische Gebirgspferderasse und gilt als eine der besten Gebirgsrassen überhaupt. Sie zeichnet sich durch eine enorme Kondition, Trittsicherheit und Rittigkeit- gerade in unwegsamem Gelände - aus. Die Verwendung im Arbeitsbereich erfolgte und erfolgt als Reitpferd und Saumtier im Gebirge. Außerdem findet ein immer größerer und zunehmend erfolgreicher Einsatz im Distanzsport statt. Die Verbreitung der Rasse ist stark rückläufig. In Deutschland gibt es nur 3 gekörte Deckhengste und eine handvoll Stuten. Die Gestüte in Russland sind, nach einem rapiden Niedergang in den letzten 15 Jahren erst wieder im Aufbau begriffen. Gerade deshalb stellen aber die wenigen nicht-russischen Pferde einen wichtigen Genpool dar.

Die Ausrichtung als Gebirgspferd prägt auch den körperlichen Aufbau und die Ausstattung der Kabardiner. Sie verfügen über ein extrem effizientes Gangwerk, das mit möglichst geringem Aufwand einen hohen Raumgewinn ermöglicht. Die Aktion ist dementsprechend niedrig, aber raumgreifend, wodurch sie sich auch extrem weich reiten lassen.

Die Beinstellung ist schmal (kuhässig/bodeneng) und oft säbelbeinig, dem Gebirge angepasst und sollte nicht als Fehlstellung, sondern Anpassung an das Zucht- und Arbeitsgebiet gesehen werden.

Diese Huf- und Beinstellung ermöglicht die enorme Trittsicherheit, Wendigkeit und Flexibilität, die im Gebirge notwendig ist. Die Hufe sind sehr hart und wiederstandsfähig. Die Ohren sind groß, spitz und sehr beweglich. Der Kopf ist trocken, oft mit leicht gewölbter Stirn-Nasenlinie (Ramsnase kein Ramskopf) und auf einen wohlbemuskelten geraden Hals aufgesetzt. Die Brust ist tief angesetzt, der Rücken lang und gerade bis zur abschüssigen ebenfalls gut bemuskelten Kruppe. Der Schweif ist schön angesetzt und ebenso wie die Mähne stark behaart. Das Fundament ist sehr fest und korrekt und die Hufe aus hartem festen Horn sind sehr widerstandsfähig.

Als Farbe ist braun mit dunklem Behang am häufigsten, seltener kommen auch Fuchs oder Rappe.

Die Größe der Hengste beträgt ca. 153cm, der Stuten 150cm Stockmaß. Das Röhrbein hat ca. 20cm und die Körperlänge (Brust bis Kruppe) ist etwa 153 cm. Der Umfang beträgt 180cm.

Bei in Deutschland gezogenem Nachwuchs zeigt sich ein stärkeres Wachstum, das zu einem Stockmaß von bis zu 162cm führt und auf die besseren Aufwuchsbedingungen zurückzuführen ist. Auch in Russland hat sich in den letzten Jahren ein Trend zu einem etwas größeren Kabardiner hin entwickelt.

Kabardiner sind sehr charakterstark, lebhaft und intelligent. Sie lassen sich sehr stark prägen, was auf die Vergangenheit als Pferd von Reitervölkern zurückgeht, wo sie der wertvollste Besitz eines Reiters waren. Um Diebstahl vorzubeugen wurden die Pferde stark auf einen Besitzer geprägt, so dass die Diebe kaum Freude an Ihrer Beute hatten. Weiterhin besitzen sie ein gutes Orientierungsvermögen und einen extremen Herdeninstinkt. Wenn sie gestohlen werden finden sie ihren Weg zur Herde zurück, auch über lange Strecken, mehrere Monate und schlechte Futterverhältnisse hinweg. Sie sind ein Freund fürs Leben und gehen mit einem durch dick und dünn.

Die Kabardiner sind im Nordkaukasus heimisch, vor allem dem heutigen Gebiet der Kabardino-Balkarischen Autonomen Republik, in den Hügelgebieten rund um Stavropol und am Oberlauf des Kuban.

Kabardiner sind hervorragend für gebirgiges und steiniges Gebiet geeignet und gelten als die Beste Gebirgsrassen überhaupt. Sie sind nicht außerordentlich schnell, aber zeichnen sich durch eine gute Geschwindigkeit gepaart mit einer erstaunlichen Ausdauer aus. Die Rassengeschwindigkeitsrekorde sind 1 min 54 sec für 1600 m, 2 min 44.2 sec für 2400 m und 1 Stunde 41 min 25 sec für 50 km.

Von den Kabardinern gibt es verschiedene Typen. Am wichtigsten ist die Unterscheidung zu den Karachaevern und den Anglokabardinern.

Karachaever sind den Kabardinern sehr ähnlich und liefen zur Zeit der Sowjetunion lange unter dem gleichen Namen als Kabardiner. Sie unterscheiden sich durch eine etwas edlere Ausstrahlung mit mehr Fundament und in anderen Punkten geringfügig und stammen aus dem Gestüt Malokarachaevsk.

Anglokabardiner (und Anglokarachaever) entstehen durch die Einkreuzung von Vollblut. Dies ist schon seit langem Praxis in der Kabardinerzucht gewesen, so, dass ein rittiger Typ entstand. Heute spricht man ab 25% Vollblutanteil (5.Stutbuch 1993) von einem Anglokabardiner, darunter von einem Kabardiner. Die Unterschiede im Zuchtziel der beiden Typen ist mittlerweile aber schon sehr deutlich, so, dass hier eine Trennung zwischen den Typen durchaus sinnvoll geworden ist.


Karabaier

Der Karabaier ist eine der ältesten Pferderassen von Zentralasien. Sie hat sich entwickelt in Usbekistan und in Nordtadschikistan unter dem Einfluss der südlichen Pferdezuchten und Steppenpferde. Die Pferderasse ist unter dem Sattel und für den Zug gut geeignet . Sie hat den typischen Bau eines Reit- und Wagenpferds.

Die reinrassigen Karabaier-Pferde, die in den Ausgaben I - IV des Stutbuchs genannt wurden, waren 1537 Hengste und 3871 Stuten. Die Karabaier-Rasse wird für die Zuchten in allen Regionen der usbekischen Republik in Zonen aufgeteilt. Im Aussehen ähnelt der Karabaier dem arabischen, dem persischen und dem Turkmenen sowie den Steppepferden. Es hat einen mittelgrossen trockenen Kopf mit einem geradem oder leichtem Ramsprofil, breiten Kiefer, und einen hoch angesetzten mittellangen Hals.

Einige Karabaier können auch einen kürzeren stark bemuskelten und schweren Hals haben. Sie haben mittel-langes, weit und gut bemuskelte Lenden; regelmäßige schräge und manchmal abfallende Kruppen; Mittellange nicht besonders schräge Schultern; eine gut entwickelte breite Brust, die Vorhand meist besser entwickelt als die Hinterhand; klare, starke Beine mit guten, trockenen Sehnen; korrekt gestellte Beine. Resultierend aus unzulänglichem Bändern sind die Kniegelenke gelegentlich schlecht entwickelt und Hinterbeine können kuhhessig gestellt sein. Die Farbe ist braun, kastanie, Grau oder schwarz, sowie tigerscheck und alle Variationen der Tigerscheckung. Die Maße (in Zentimeter) der reinrassigen Tiere, die in Ausgabe IV des Stutbuchs erwähnt werden, sind: Hengste: Widerristhöhe 156, Brustumfang 175, Röhrbeinumfang 20; Stuten (entsprechend): 151, 178 und 19. Der Karabaier zeigt eine gute Ausdauer und vielseitige Arbeitsqualitäten. Die Aufzeichnungen der Rasse für 1600 und 2400 m betragen 1 Minuten 54 sek und 2 Minuten 51,4 sek. Im Langstreckenrennen wurden gemessen: 22 Minuten 34,6 sek für 14 Kilometer und 42 Minuten 6 sek für 25 Kilometer. Der Karabaier zeigt gute Resultate in langen Strecken. Die beste Zeit für 75 Kilometer beträgt 3 Stunden 32 Minuten. Geschwindigkeitstests im Zug ergaben die folgenden Resultate: 5 Minuten 51 sek für 1600 m im russischen Zug mit einer 600-Kilogramm-Last; 1600 m wurden in 14 Minuten 45 sek mit einer Last von 2000 Kilogramm, für die der Karabaier sehr gut in den nationalen Wettbewerben des Reitsports geeignet ist, hauptsächlich in der kok-par (nationales Spiel zu Pferd). Der Karabaier zeichnet sich durch außergewöhnliche Gesundheit, durchschnittliche Langlebigkeit und normale Fruchtbarkeit aus, d.h. 75 bis 85 Fohlen pro 100 Stuten. Die Zucht besteht aus drei verschiedenen Zuchtrichtungen, den Basistyp, den schweren und den Reitpferdtyp, sowie 8 Hengstlinien und 5 Stutenfamilien. Die Hauptgestüte sind das Gestüt Jizak, der staatliche Hof Gallyaaral und das Gestuet Navoi in der Region Jizak.

Die Zucht wird durch die Reinzucht und die Veredelungszucht verbessert.


Karabakh (Karabacher)

Der Karabagh ist ein typisches Hochgebirgsreitpferd . Die schöne Farbe und der harmonische Körperbau unterscheiden ihn von örtlichen und anderen Rassen.

· Sein Körperbau ist trocken und solide
· der Hals ist von mittlerer Länge, hoch angesetzt, er hat einen mittleren Widerrist.
· Brust und Körper sind breit
· die Beine trocken, Sprunggelenke gut entwickelt mit mittlerer Dicke und breiter Stellung.
· die Hufe klein mit kräftigem Horn
· die Muskulatur ist gut entwickelt
· das Temperament ist energisch, aber gut regulierbar
· das Stockmaß beträgt zwischen 1,40 - 1,50 m, wobei die 1,50 m angestrebt wird.
· die Farbe ist goldrot, goldbraun, goldschwarzbraun, und hellrötlich, bzw. goldfalb. Weisse Abzeichen an Kopf und Beinen sind erwünscht.

Das Pferd muss von mittlerer Größe und harmonisch gebaut sei, von mäßigem Knochenbau, mit tiefer und breiter Brust, einer gut entwickelten breiten und runden Kruppe und mit trockenen und langen Extremitäten. Es muss ausdauernd und anpassungsfähig sein, um in Herden gehalten werden zu können, stark und schnell in langen Distanzen, standfest in Wettrennen und leistungsfähig im leichten Gespann, mutig und regulierbar im Pferdesport. Leider hat sich im Ursprungsgebiet die Ansicht durchgesetzt, dass die Größe der Karabaghen züchterisch noch zu " verbessern" sei, sprich das derzeitige Stockmaß von 146,5 cm (im Durchschnitt) nicht ausreichend sei. Im Stutbuch wird erwähnt, dass die Größe des Karabaghen ein Mangel sei, den es in den nächsten Jahren abzustellen gilt.


Karacabeyer

Warmblutpferd von guter Qualität und harmonischem Gebäude. Mittellanger, gerader Kopf auf muskulösem mittellangem Hals; kräftige, schräge Schulter mit tiefer, breiter Brust; markierter Widerrist; viel Gurtentiefe; gerader Rücken mit schöner, runder Kruppe, gut getragener, dichter Schweif; schlanke, trockene Gliedmaßen.

Es ist die bodenständige Rasse der Türkei, deren Wurzeln bis in die Zeit der Hethiter und der Osmanen zurückreichen. Türkische Pferde vertraten Macht und Ruhm der Osmanen und ihrer Vollblutaraberzucht, deren Glanz durch Byerley Turk noch heute strahlt. Das Gestüt Karacabey, südlich des Marmarameeres in Anatolien gelegen und ursprünglich eine Gründung der Osmanen, bekam seinen Namen 1927 unter Kemal Atatürk, der die Pferdezucht förderte. Die Rasse wurde durch die Kreuzung einheimischer Stuten mit Hengsten der Rassen Araber und Englisches Vollblut entwickelt. Zur Zucht eines für die Landwirtschaft geeigneten Schlages wurde auch Nonius- und Haflinger-Blut eingekreuzt. Stempelhengst ist der Vollblutaraber Kurus XVIII, ein Nachkomme des 1921 geborenen legendären Linienbegründers Baba Kurus v. Kuheyleiuz Kurus und Siklewi Siayfi.

Herkunft:
Türkei - Gestüt Karacabey - vor allem auf der Anatolischen Hochebene

Stockmaß:
155-165 cm

Charakter:
feinfühlig, willig, gutmütig, zäh und ausdauernd; trittsicher; freie, eifrige Bewegungen

Verwendung: -
Besonderheiten:
Ursprünglich leistungsfähiges Kavalleriepferd für die türkische Armee.



Kathiawar Pony

Herkunft: Zucht rückläufig, nur mehr in wenigen Privat- und Militärgestüten in Indien. Stockmaß: zwischen 140 und 150 cm Charakter: unberechenbar, zäh, ausdauernd, hart und genügsam Verwendung: Reit-, Pack- und Zugpony / Renn- und Polopony Besonderheiten: Neben der phänomenalen Genügsamkeit der Rasse ist besonders ihre Veranlagung zum Pass und Tölt hervorzuheben, die sie zu idealen Reisepferden macht. Hochedles, im orientalischen Typ stehendes Kleinpferd mittleren Kalibers, mit herrlichem Kopf, klaren, stahlharten Beinen und einem gefälligen Mittelstück. Als rassetypische Mängel gelten die steile Schulter, eine Neigung zum Hirschhals und zur Kuhhessigkeit. Alle Farben, besonders attraktiv sind die Plattenschecken.

Eine planmäßige Zuchterfolgte auf der Halbinsel Kathiawar und der benachbarten Hochebene von Marwar. Seit langem wurden im wilden Bergland des Saurashta edle Kleinpferde gezogen, deren Besonderheit die sichelförmige Form der Ohren ist. Maharadschas und englische Militärs schätzten die schnellen Ponys für Kavallerie, Polospiel und Sauhatz. Einzig die berittene Polizei Indiens hält heute noch an den Traditionen der anglo-indischen Kavallerie fest, besonders die Garnison von Rajkot, wo eine planmäßige Zucht betrieben wird und die Pferde noch in traditioneller Weise verwendet werden. Zählte man um 1934 noch etwa 200 Deckhengste der Rasse, so sind es heute etwa ein halbes Dutzend. Durch planlose Einkreuzung von Arabern verlor die Rasse an Typ; es ist eine Frage der Zeit, bis sie endgültig verschwunden ist.


Kasak Pony

Herkunft:
Russland

Stockmaß:
124 - 135 cm

Charakter:
sehr zähes, ausdauerndes und widerstandsfähiges Steppenpony; äusserst genügsam; verträgt extreme Hitze und Kälte; sehr willig und ausgeglichen

Verwendung:
je nach Aufzucht und Veredelung sehr gutes Reitpony oder Langstreckenpony.

Besonderheiten:
Die Stuten werden gemolken. Ihre Milch wird hauptsächlich zu Kumys vergoren

Kleines, uriges Pony, dem Mongolenpony sehr ähnlich; etwas schwerer, unedler Kopf mit dicken Ohren; kurzer, muskulöser Hals; kräftige, oft etwas steile Schulter; tiefe, breite Brust; starker, kurzer Rücken mit ebensolcher, leicht abfallender Kruppe; sehr harte Gliedmaßen und Hufe.

Das Kasak Pony weist eine große Ähnlichkeit mit dem Mongolenpony auf, von dem es wohl abzustammen scheint. Allerdings ist auch der Einfluss von Eingekreuzten Donpferden nicht zu übersehen. Es veränderte sich in der Größe je nach Veredelung und Aufzuchtgebiet. Je härter die Überlebensbedingungen waren, desto kleiner blieben die Ponys


Kaspisches Pony

Das Kaspische Pony wurde 1965 von der Amerikanerin Louise Firouz im Iran wieder entdeckt, obwohl man lange Zeit davon ausging, dass es völlig ausgestorben sei. Genau genommen ist das Kaspische Pony auch kein Pony im klassischen Sinn, sondern ein Miniaturpferd, wofür, Körperbau, Proportionen und andere Abweichungen sprechen.

Kaum jemand bezweifelt noch ernsthaft, dass dieses Pony zusammen mit dem Asiatischen Wildpferd die älteste, noch existierende Pferderasse der Welt bildet. Es könnte mit dem Miniaturpferd von Mesopotamien verwandt sein und dort ungefähr zwischen 3000 v. Chr. und dem siebten Jhdt. nach Chr. gelebt haben, bevor es von der Bildfläche verschwand.

Zur Zeit werden einige interessante Studien durchgeführt, um festzustellen, ob das Kaspische Pony möglicherweise der Vorfahr aller modernen Vollblutrassen ist, einschl. des Arabers. Vieles spricht dafür. Die 1969 durchgeführten Untersuchungen an dem Skelett eines ausgewachsenen Kaspischen Ponys ergaben, dass die Knochen mehrere Anomalien gegenüber anderen Pferderassen aufwiesen. Diese betrafen in erster Linie die Schädelstruktur, die Länge der Unterschenkelknochen im Verhältnis zur Gesamtgröße, die Struktur des Widerrists und die Hufe. Als die Rasse 1965 entdeckt wurde, war ihre Zahl gering und weit verstreut. Glücklicherweise konnte der Bestand der Rasse gesichert werden, zunächst im Gestüt Norouzabad im Iran und seit 1976 auch in Großbritannien, wo das Kaspische Gestüt gegründet wurde. Die Pferde haben von der sorgfältigen Züchtung und Bestandsverwaltung stark profitiert und sich sehr verbessert. Das Kaspische Pony ist ein recht bemerkenswertes Tier mit einer wundervollen Wesensart, so dass selbst Kinder mit den Hengsten umgehen können. Es ist ein ausgezeichnetes Reitpony für Kinder, hat wunderschöne Gänge und macht auch auf Pferdeschauen eine gute Figur. Auch als Fahrpony ist es gut geeignet, da es sich sehr schnell an das Geschirr gewöhnt. Aufgrund der Schulterwinkelung und der langen Beine sind seine Bewegungen auch ausserordentlich raumgreifend, frei und fließend, eine Seltenheit bei Pferden dieser Größe.

In Bezug auf seine äussere Erscheinung besitzt das Kaspische Pony die Proportionen und das Exterieur eines Miniaturpferdes hoher Qualität. Es hat einen attraktiven Kopf von arabischem Aussehen, mit sehr kleinen Ohren, einen muskulösen Hals, einen kurzen, gut bemuskelten Rücken und eine runde Kruppe mit kräftiger Hinterhand. Seine Beine sind kräftig, dennoch grazil und trocken, seine Hufe unglaublich hart - ein Beschlag ist nur selten erforderlich. Die am häufigsten vorkommende Fellfarbe des kaspischen Ponys ist braun,


Kerry Bog Pony


Kiger Mustang


"Hard Luck" Zuchthengst der Lighthouse Farm LLC

Der Kiger  Mustang hat einen mittelgrossen Kopf, gerades bis konkaves Profil, kräftigen, geraden Hals, kurzen, tiefen Rumpf, abgeschlagene Kruppe, ein sehr gutes Fundament. Hinzu kommen noch die Sichelohren, Bestreifungen an den Beinen und ein gerader Aalstreifen vom Mähnenansatz bis zum Schweif. Sie sind kompakt, haben einen niedrigen Schwanzansatz, dichte Mähne und Schweif - ein Nachbild des Spanischen Pferdes. 

Die Hufe sind sehr dicht und brauchen kaum die Hilfe vom Hufschmied.

Der Kiger Mustang ist in 2 Herdenverbaenden in den Steens Mountains in Oregon zu finden, die Riddle Herde und die Kiger Herde. Rassebeschreibung und Bild mit freundlicher Genehmigung der "Lighthouse Farm LLC", www.Lighthousefarm.us



Kinsky Pferd


Scarlett
Herkunft:
Gestüt Chlumec in Böhmen (Tschechische Republik)

Stockmaß:
zwischen 160 und 165 cm

Charakter:
leistungsstark, willig, lebhaft, freundlich, sehr schnell

Verwendung:
Reit-, Spring- und Rennpferd

Besonderheiten:
Nobler Halbblüter mit mehr oder weniger Vollblut. Trockener, edler Kopf mit freundlichem Ausdruck und geradem Profil. Schön geschwungener und aufgesetzter Hals von genügender Länge. Günstige Schulter und markierter Rist. Brustkorb ausreichend tief und breit. Kompaktes Mittelstück, kräftige Nierenpartie und gut bemuskelte, leicht abgeschrägte Kruppe mit tiefem Schweifansatz. Stabiles Fundament mit trockenen Gelenken, dunklen Hufen und guter Knochenstärke. Ausschließlich Hellfalben oder Isabellen mit wenigen Abzeichen, goldglänzendes Fell.

1838 brachte im Gestüt Ostrov bei Chlumec die Stute Themby XX mit dem Vollblüter Whistler ein isabellfarbenes Stutfohlen, das den Namen Themby II erhielt. Da es aufgrund seiner Farbe nicht ins General Stud Book eingetragen wurde, legte der Besitzer, Graf Kinsky, ein eigenes Stutbuch an. Wiederum von einem Vollblüter gedeckt, brachte die Stute den Begründerhengst der Rasse, den Isabellen Caesar. Die Zucht blühte unter diversen Vertretern des Geschlechts der Kinsky und brachte viele hervorragende Sport- und Rennpferde hervor. Erst nach dem 2. Weltkrieg wäre sie beinahe den Erneuerungsbestrebungen erlegen. Seit 1967 steht eine wiedervereinigte Herde in Chlumec, wo man unter vorsichtiger Verwendung von farbgleichen Veredlerhengsten den Typ zu erhalten versucht.


Kirgisen Pferd

Kirgisenpferd ein Steppenpferd und an das Nomadenleben gewöhnt. Es ist klein, selten größer als 1,40 m, aber von sehr robuster Konstitution. Der Kopf ist gut proportioniert, mit ausdrucksvollen Augen und beweglichen Ohren; der nicht so lange "Hirschhals" ist "verkehrt" aufgesetzt; der Widerrist ist ausgeprägt; die Brust nicht breit, aber stark, der Rücken grade, das Kreuz breit und hoch, Die Kruppe abschüssig mit gutem Schweifansatz. Die Beine sind kurz aber gut entwickelt, trocken, muskulös und kräftig, die Hufe klein, fest und dauerhaft. Die Haare sind kurz, der Schweif und die Mähne dick. Die Farben sind hell, isabell, auch falb, auch Schimmel und Lichtfuchs trifft man häufig.

Das Kirgisenpferd zeichnet sich durch Kraft und Widerstandsfähigkeit aus. Es verträgt jedes Klima und ist zum Reiten wie auch zum Ziehen gut geeignet. Seine Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer entsteht durch das Nomadenleben und durch die häufigen Wettrennen. Man kann die Zahl der Kirgisenpferde auch nicht einmal annähernd bestimmen, sie wird aber auf mehrere Millionen geschätzt. Daher verdienen diese Pferde nicht nur wegen ihrer Eigenschaften, sondern auch schon ihrer Anzahl wegen besondere Aufmerksamkeit (Bericht stammt aus dem 19. Jahrhundert).


Kisber Felver

Herkunft:
Ungarn

Stockmaß:
um 160 bis 165 cm

Charakter:
guter Charakter und angenehmes Temperament

Verwendung:
Leistungsbetontes Pferd für alle Reit- und Fahrdisziplinen
Besonderheiten:
Weite, flache elastische Gänge, Springvermögen
Eleganter, mittelstarker, im Vollbluttyp stehender Warmblüter. Ausdrucksvoller Kopf, gut angesetzter Hals, kräftige, schräge Schulter, mittellanger Rücken, lange, schräge, gut bemuskelte Kruppe, mittelstarkes, trockenes Fundament mit gut markierten Gelenken, regelmäßige, gesunde Hufe. Alle Grundfarben, vorwiegend Braune, Füchse, Rappen.

Bei der Begründung der Zucht in Kisber 1853 wurden englische und arabische Pferde aufgestellt. Zuchtziel waren Vollblüter und edle Halbblüter. 1867 standen in Kisber 10 Vollblutbeschäler, darunter Buccanneer, geh. 1857, der zum Begründer der ungarischen Vollblutzucht wurde, und Cambuscan, geh. 1872, Vater der ungeschlagenen Wunderstute Kinscem. Ausserdem standen der Halbblutzucht 475 Halbblüter zur Verfügung. Aber erst ab 1869 unter der Leitung des Ministerrates von Kozma, der nur Vollblüter als Beschäler verwendete, machte die Halbblutzucht Fortschritte. Er schuf ein sehr gesuchtes Gleichgewichtspferd mit Reitpferderücken, muskulöser Hinterhand und einem sehr harten und trockenen Fundament. Nach dem l. Weltkrieg wurde auch etwas arabisches Blut beigemischt, daneben Furioso, North Star und Trakehner Blut. Bedeutende Vollblutbeschäler zwischen den Weltkriegen waren Major, Ganelon, Fortis und Nepomuk, von den Halbbluthengsten sind Maxirn II, Maxim III, Slieve Gallion I und Kozma III und für die Gegenwart der Hauptbeschäler Szikräzö I zu nennen. Der 2. Weltkrieg führte zum Verlust der Angestammten Zuchtheimhat. Die Zucht wird im Gestüt Dalmand und Särvar weitergeführt.


Kiso

Herkunft:
Japan, am Berg Ontake, dem Quellgebiet des Kiso

Stockmaß:
maximal 138 cm

Charakter:

Verwendung:
Wurde vorwiegend in der Landwirtschaft, im Transportwesen und für militärische Zwecke verwendet

Besonderheiten:

Schwerer Kopf mit kräftiger Maulpartie und breiter Stirn, kurzer, dicker Hals, langer Rumpf, kurze, kräftige Gliedmaßen mit guter Röhrbeinstärke und gut geformten, sehr harten Hufen, mitunter knieeng. Mähne und Schweif sind dick und kräftig. Alle Grundfarben, vor allein Braune, Dunkelbraune und Rappen.

Das Kiso Pferd lebt seit über 1.000 Jahren in Japan. Seine genaue Herkunft und die der anderen alten japanischen Rassen ist unsicher. Es wird angenommen, dass sie entweder von den Plateaupferden Persiens oder vom Mongolen Pferd abstammen. Pferde waren für die Landwirtschaft, das Transportwesen sowie Macht und Ansehen Japans unverzichtbar. Im 12. Jh. hatte der Samurai Yashinaka Kiso 10.000 berittene Krieger. Und auch in der Edo Ara (1600-1867) wurde das Kiso Pferd für militärische Zwecke benutzt. Die Regierung der Kiso-Region erkannte die strategische Bedeutung des Kiso Pferdes und förderte die Zucht, so dass bald mehr als 10.000 Tiere zur Verfügung standen. In der Meiji Periode (1868-1903) führte Japan mit verschiedenen ausländischen Staaten Krieg, und dabei stellten die Japaner fest, dass die japanischen Pferde denen der westlichen Festlandsmächte an Größe und Kraft unterlegen waren. Daraufhin verfügte die Militärverwaltung ein Zuchtprogramm zur Kreuzung des Kiso Pferdes mit verschiedenen ausländischen Rassen. Der Vormarsch der Maschinen nach dem Zweiten Weltkrieg drängte die Pferde zurück. Einige Reingezogene Kiso Pferde existieren noch und leben geschützt in dem Dorf Kaida am Fuße des Berges Ontake.


Kladruber

Aussehen / Eigenschaften

Ein mächtiges Pferd barocken Typs von eindeutig spanischer Herkunft. Bei einer Größe von rund 168 cm Stockmaß und mehr sind die Kladruber durch den ausdrucksvollen Ramskopf, den mächtigen, hoch aufgesetzten Hals und ihre elegante Aktion imposante Wagenpferde. Die Reitpferdepoints sind weniger gut ausgeprägt als bei ihren kleinen Vettern, den Lipizzanern, denen sie im Typ jedoch stark ähneln. Der Widerrist ist relativ flach, der Rücken etwas lang, die Kruppe gerade und kräftig. Die Extremitäten sind hart, bei manchmal etwas mangelhafter Korrektheit. Nur Schimmel und Rappen.

Geschichte
Das Gestüt Kladrub, 1572 gegründet, erlangte 1579 den Status eines Hofgestütes, dessen Aufgabe es war, den Kaiserhof in Wien mit Wagenpferden zu versorgen. Die Schimmel gehen auf den 1775 geborenen Neapolitaner Imperiatore zurück, der die beiden Linien Genrale und Generalissmus begründete. Die beiden Rapplinien gehen auf zwei italienische Hengste des Marquis Sacramoso zurück. In unserer Zeit musste man auf den Friesenhengst Romke zurückgreifen, um die Blutbasis der Rappen zu erweitern; auch Shagyas und Lipizzaner wurden eingekreuzt. Der moderne Kladruber ist kleiner und eleganter als sein Vorfahre, behielt aber sein nobles Wesen und Exterieur und ist ein hervorragendes Fahrpferd. Zucht Zucht im ehemaligen Hofgestüt Kladrub in Böhmen (Tschechische Republik), kleinere Privatzuchten in Mitteleuropa.


Knabstrupper

Herkunft:
Dänemark (Schwerpunkt auf der Insel Seeland)

Stockmaß:
Sportpferde 160-170cm, Pleasure - Typ um 155 cm, Pony unter 148 cm

Charakter:
Drei Typen: Sportpferd, Pleasure - Typ, Pony; überwiegend Tiger- und Schabrackenschecken

Verwendung:
je nach Typ für verschiedene Sparten geeignet, vom Sport- bis zum Familienpferd

Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp

Gangmechanik:
abhängig vom Typ

Pferde dieses Namens haben heute relativ wenig mit ihren barocken Vorfahren gemein. Sie sind attraktiv gefärbt und variieren manchmal im Typ stark. Zumeist großer, leicht geramster Kopf, kurzer, starker Hals und steile Schulter. Der kurze Rist mündet zuweilen in einen langen, weichen Rücken, der über eine matte Nierenpartie in eine leicht abfallende Kruppe übergeht. Bei mittlerem Kaliber ausreichend tief und breit. Die Beine sind kurz und korrekt, dabei manchmal etwa schwach im Fundament, und weisen wenig Behang auf. Imponierende Bewegungen.

Der Knabstrupper ist ein geflecktes Pferd aus Dänemark, das sich bis in die Zeit der napoleonischen Kriege zurückverfolgen lässt. Eine gefleckte Stute spanischen Ursprungs (ihr Name war Flaebehoppen) wurde nach Dänemark gebracht und mit einem palominofarbenen Frederiksborger-Hengst gekreuzt. Ihr Nachkomme, ein gefleckter Hengst namens Flaebehingsten, wurde der Urvater der neuen Rasse. Auch hier unterscheiden sich die Muster wie beim Appaloosa von Pferd zu Pferd, und es gibt keine zwei Tiere mit gleicher Färbung.

Der Knabstrupper wurde sehr beliebt; da er aber leider in erster Linie wegen seiner Zeichnung weitergezüchtet wurde, litt sein Körperbau. Deshalb gibt es inzwischen sehr unterschiedliche Typen. In seiner besten Form ähnelt er dem Frederiksborger, ist aber leichter gebaut. Der Knabstrupper wird gern im Zirkus gezeigt und eignet sich gut als Reitpferd.


Konik

Sehr im Wildtyp stehendes, mittelschweres Pony mit kleinem, ausdruchsvollem Kopf und oft durzem Hals; mausgrau in allen Schattierungen, dunkle Mähne, meist Aalstrich und "Zebrastreifen" an den Beinen. Stockmass: 130 -140 cm, Herkunftsland: Polen

Wissenswertes: Koniks sind Nachfahren der Tarpans und zoologisch als Unterart dieser echten Wildpferde anerkannt, die gegen Ende des 19. Jh. ausstarben. Sie werden heute in Polen systematisch gezüchtet und bewähren sich als einenharte und keinesfalls temperamentlose Arbeits- und Reitpferde. Ihre Belastbarkeit und Ausdauer macht sie zu besonders guten Wanderreitpferden, und auch Distanzritte meisetern sie meist freudig. Zuchttiere weden heute oft Laistungsprüfungen im Gelände und in Dressur und Springen unterworfen ung zeigen sich dabei recht leistungsfähig.


Königlich Niederländer

Herkunft:
Niederlande

Stockmaß:
165 - 170 cm

Charakter:
willig, freundlich, lebhaft

Verwendung:
Dressur- & Springpferd

Besonderheiten:

Gangmechanik:
Die Bewegungen sind in allen Gangarten flach und raumgreifend. Niederländische Warmblutpferde sind dynamische und talentierte Springpferde. Beim Ziehen kennzeichnet sie eine energische, hohe Trabaktion.

Beim Niederländischen Warmblutpferd unterscheidet man zwei Haupttypen: den Groninger, der insgesamt schwerer gebaut ist, und den Gelderländer, der wesentlich edler ist. Die Pferde sind allgemein sehr kompakt. Der Hals ist kräftig und wird gut getragen, der mittelgroße Kopf ist, je nach Typ, edel oder nicht.

Das heutige Niederländische Warmblutpferd ist ein echtes Kind unserer Zeit. Es entstand im 20. Jahrhundert aus Kreuzungen zwischen den bereits oben erwähnten Basisrassen Groninger und Gelderländer.

Eine Kreuzung dieser beiden Typen brachte allerdings noch kein Pferd hervor, das die Anforderungen eines Sportpferds erfüllte. Aus diesem Grunde wurden Gelderländer und Groninger unter anderem mit Englischem Vollblut, Anglo - Normannischem Traber und Holsteiner gekreuzt. In jüngster Zeit wird der Typ auf ein vielseitig verwendbares Reitpferd umgeformt!


Kurdisches Halbblut

Herkunft:
Türkei, Iran
etwa 128-145 cm

Charakter:
drahtig, genügsam und ausdauernd; gutartig und eifrig; leichtfuttrig

Verwendung:
leichtes Zug- und Packpony, aber auch Reitpony

Besonderheiten:
Ein kompaktes, gefälliges, kleines Gebirgspferd arabischen Typs. Mittelgroßer Kopf mit geradem Profil, lebhaften Ohren, sowie großen, ausdrucksvollen Augen. Gut aufgesetzter, leicht gewölbter, mittellanger Hals, kräftiger Rumpf mit guter Gurtentiefe, elastischer Rücken, gute Sattellage, leicht abfallende Kruppe. Stabiles Fundament mit langen, feingliedrigen, muskulösen Gliedmaßen und harten Hufen. Schönes Langhaar. Alle Grundfarben erlaubt, häufig Schimmel.

In seiner iranischen Heimat ist er unter verschiedenen Namen bekannt. Je nach seinem Zuchtgebiet, Abstammung und äusserem Erscheinungsbild heisst er z. B. Jaff, Afshar oder Sanjabi. Der Jaff ist beispielsweise das Modell für die Darstellung des persischen Pferdes in der Kunst und führt Asil-Blut, das reine Blut des persischen Arabers. In allen anderen Kurd-Zweigen, alles kompakte und kräftige Pferdeschläge, sind Zeichen für den möglichen Einfluss des berühmten, in der Geschichte Griechenlands erwähnten Nissäischen Pferdes zu erkennen. Die Rasse wird von der 1972 gegründeten National Horse Society of Iran, die alle einheimischen Pferderassen bewahren und verbessern möchte, betreut.


Kushum (Kushumskaya)

Herkunft:
GUS, Republik Kasachstan. Gestütszucht der Gestüte Pyatimarsk und Krasnodon

Stockmaß:
159 cm, Gewicht 520 bis 550 kg

Charakter:
gesund und fruchtbar

Verwendung:
Reit- und Zugpferd mit großer Gewandtheit und Ausdauer

Besonderheiten:
Wichtiger Fleisch- und Milchlieferant - Stuten liefern während der Laktationsperiode 13 bis 14 Liter täglich

Charakteristisch für den Kushum ist sein solides Gebäude: Stockmaß , Rumpflänge 161 cm, Brustumfang 187 cm, Röhrbeinstärke 20,5 cm. Großer, aber nicht fleischiger Kopf, mittellanger, kräftiger Hals, markanter Widerrist, langer, gerader Rücken, muskulöse, aber etwas kurze Kruppe. Tiefer Rumpf mit breiter Brust, korrekte Gliedmaßen. Nur Braune und Füchse.


Die Rasse wurde in den Jahren 1931-1976 auf der Basis des bewährten Kasachenpferdes in den kasachischen Gestüten Pyatimarsk und Furman im Gebiet um den Fluss Ural entwickelt. Man wollte dem Kasachenpferd mehr Größe und Gang geben. Kasachenstuten wurden deshalb zunächst mit Vollblütern, Warmblütern und Trabern gekreuzt. Dann, um die Robustheit des Kasachenpferdes zu erhalten sowie die Größe und die Aktionen zu verbessern, wurden die Kreuzungsprodukte von Don-Hengsten gedeckt und deren Nachzucht dann untereinander gekreuzt. Das Ergebnis war ein sehr anpassungsfähiges, großes, vielseitig verwendbares Pferd. Die Rasse unterscheidet noch drei Typen: den Grundtyp, den schweren Fahrtyp und den Reittyp. Ziel der in den Gestüten Krasnodon und Pyatimarsk mit sechs Linien betriebenen Zucht ist die Reinzucht.



Kusnetzer Pferd

Herkunft:
Russland - Kusnetzk/Sibirien

Stockmaß:
etwa 150-158 cm

Charakter:
fleissig, willig, robust und ausgeglichen, mit oft gutem Trabvermögen

Verwendung:
früher vielseitiges Wirtschaftspferd, später brauchbares Kavalleriepferd, heute Reit- und Wirtschaftspferd


Kustanaier Pferd

Der Kustanaier wurde in den Steppen von West Kasakhstan auf Kollektiv-Bauernhöfen und Staatsgestueten entwickelt. Die Zuchtgrundlage konzentrierte sich auf Kustanai und Maikulski (wohl Gestuete). Ihre Entstehung wird datiert auf 1887 bis 1951. Die ersten Versuche fanden im regierungseigenen Gestuet Turgai statt: es folgten Kustanai im Jahr 1888 und Orenburg 1890. Letzteres ist die offizielle Gründung der Rasse Kustanaier. Diese neue Rasse wurde entwickelt durch das Kreuzen von regional vorhandenen Kasachen-Steppen-Pferden mit Don, Kasachen, den inzwischen ausgestorbenen Streletzker Arabern, Astrachischen-Kalmücken-Pferden und englischen Halbblütern. Offiziell ist die Rasse seit 1951 anerkannt und wird in zwei Typen gezüchtet, die beide unterschiedlich behandelt wurden, von diesen wird im Folgenden noch berichtet.

Trotz alledem war der Beginn der Kreuzungszucht ein Misserfolg. Nur durch den Einsatz der besten lokalen Zuchtstuten unter Verwendung von Kraftfutter, wurde im Gestüt Kustanai mit dem Einkreuzen von Englischem Vollblut ein positives Resultat erzielt. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts fingen sie an, eine neue Zucht im Gestüt Kustanai zu entwickeln. Die Arbeit wurde 1930 mit zwei Management-Systemen fortgesetzt. Das erste bedeutete: Halten in den Ställen und auf Weiden, im Winter bei gutem Wetter weiden lassen , reichlich vorhandenes Heu, Mais und Futterkonzentrat, von Hand aufziehen, die Fohlen mit 6-8 Monaten absetzen und zur Zucht selektieren. Das andere System beinhaltet: Herdenhaltung im Freien mit Unterständen bei schlechtem Wetter, Heu- und Futterkonzentrat, größtmögliche Freiheit in der Haltung, ganzjährige Weiden, kein Eingriff in die Zucht durch Selektion. Die erste Methode wurde an den Gestueten Kustanai und Troitske und die zweite in Maikulski und in anderen Gestueten eingesetzt. Das Ergebnis war zum einen ein typischer Reitpferdtyp, der für alle Reitsportarten geeignet war und mehr Qualität und Ausstrahlung besaß, und zum anderen ein zäheres und robusteres Pferd von geringerer Qualität, das sowohl zum Reiten als auch für die Arbeit im Geschirr verwendet werden konnte.

Die Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit der beiden Kustanaiertypen ist relativ, da beide Typen, wie viele russische Rassen äusserst zäh sind. Sie besitzen normalerweise eine ausgezeichnete Konstitution und Ausdauer, sowie ein ruhiges und energisches Wesen, was sie zu äusserst vielseitigen Reot- und Wagenpferden macht. Ausserdem sind sie größtenteils attraktive und qualitätsvolle Tiere, wobei einigen der Vollbluteinfluss deutlicher anzusehen ist als anderen.

Der Reitpferdetyp schloss Pferde mit einem hohen Anteil englischem Vollblut mit ein, während die Steppenart überwiegend aus Don-Kasakhen auch mit anderen Rasseananteilen, mit wenig engl. Vollblutanteil bestand.. Alle Reitpferdtypen wurden mit Hilfe von Geschwindigkeitstests (wie in der ehemaligen SU üblich) auf der Rennbahn geprüft. Der Kustanaier ist in der Region Kustanai, im Süden der Region Tscheljabinsk und in Süd- Kasakhstan zu finden. Die Zuchtbasis variiert ein bisschen. In 1930 zählte die Zuchtherde im Gestuet Kustanai 1.000 Stuten. Im Jahr 1981 gab es in Kustanai und in Krasnodon 726 reinrassige Stuten. 746 Zucht- Hengste der Rasse Kustanai wurden in der Reinzucht und zur allgemeinen Veredelung benutzt. 1980 gab es insgesamt 40.200 Kustanaier Pferde.

Der moderne Kustanaier ist ein kompaktes Pferd, das die besten Eigenschaften eines Reitpferdes und die ausgesprochen grundlegenden Eigenschaften der Steppenpferde kombiniert. Seine Merkmale umfassen einen geraden, edlen, mittelgrossen Kopf, breite Kieferknochen, einen mittellangen geraden und niedrig angesetzen Hals; einen breiten und gutbemuskelten, mittelhohen Widerrist; einen geraden, breiten und kurzen Rücken; eine flache, feste und gutbemuskelte Lende; eine schön gerundete Kruppe; lang und hochgestellte Schultern; eine breite und tiefe Brust; korrekt gestellte lange, muskulöse Beine, gut entwickelte Gelenke, harte Hufe; starke Sehnen und Bänder; trockener und fester Knochenbau. Als Fellfarben sind braun, kastanienfarben, rötlich-grau, schwarzbraun, fuchs, Schimmel und Stichelhaar vertreten. Der Kustanaier zeigt eine bemerkenswerte Eignung für ein kontinentales Klima. Die Maße (in Zentimeter) von Hengsten im Gestüt waren 1980: Widerristhöhe 163, schiefe Körperlänge (von Buggelenk bis Hüftbein)161, Brustumfang 188, Röhrbeinumfang 20,3; Stuten: 160, 159, 189 und 19,2.






Seite erstellt am : 27.03.2011 um 03:30

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