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Pferderassen S
 Sable-Island Pony

Herkunft:
Kanada
Stockmaß:
ca. 140 cm
Charakter:
robust, gutmütig, willig
Verwendung:
Reitpony
Besonderheiten:
wildlebend
Erscheinungsbild: kleines, drahtiges Pony mit etwas groÜem Kopf und meist harmonischem Gebäude, das manchmal viel Qualität zeigt.
Auf einer sandbankähnlichen Insel ohne Baumbestand vor der Küste Nova Scotias leben seit dem 18. Jh. halbwilde Ponys. Ihre Vorfahren sind wahrscheinlich von einem Hugenotten aus Boston 1739 dorthin gebracht worden und könnten auf nordfranzösische Tiere zurückgehen. Die etwa 140 cm groÜen Pferde sind extrem robust und eignen sich als Reit- und Zugtiere. GroÜer Kopf. recht harmonischer Körper, stabiles Fundament, oft leichte Fehlstellungen, abgeschlagene Kruppe. Farben meist Füchse, Braune. selten Rappen oder Schimmel. Bestand etwa 300 Tiere. 
 Sächsisch-Thüringisches Kaltblut

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Herkunft:
Deutschland, Hauptzuchtgebiet Sachsen und Thüringen
Stockmaß:
158 bis 165 cm
Charakter:
Leichtfuttrig, guter Charakter und gutes Temperament, arbeitswillig, raumgreifende Gänge
Verwendung:
Land- und forstwirtschaftliches Arbeitspferd, Zugpferd für gewerbliche Gespanne
Mittelschwerer, harmonischer Kaltblüter. Kopf mit trockenem, ansprechendem Gesicht, kräftiger, gut aufgesetzter Hals. Schräge, muskulöse Schulter und gut bemuskelte Kruppe. Trockenes, korrektes Fundament mit harten Hufen. Kräftiges Langhaar und Fesselbehang. Rappen, Braune, Füchse, Rapp-, Braun- und Fuchsschimmel.
Die Pferdezucht in Sachsen und Thüringen hat eine lange, bewährte Tradition. Die ehemals kurfürstlichen Gestüte Merseburg, Torgau, Moritzburg und die Anfänge der ??Landbeschälung" 1765 im Erzgebirge erinnern daran. Thüringen hatte mit Allstedt ein fürstliches Hofgestüt, dessen Wurzeln bis in das frühe 12. Jh. reichen. Während man in Thüringen neben schweren Warmblütern vor allem mittelschwere Kaltblüter im belgisch und später rheinisch-deutschen Typ bevorzugte, begann man im Königreich Sachsen Mitte des 19. Jh. mit der Zucht auf der Grundlage von Norikern, Percherons und Shires. Während in Sachsen die Zahl der 1898 vorhandenen 89.865 Kaltblüter im Jahre 1928 auf 43.706 zurückgegangen war, stieg sie in Thüringen von 24.445 bis 1928 auf 53.614. In beiden Zuchtgebieten ging die Zahl der eingetragenen Stuten und Hengste nach 1945 stark zurück, ohne allerdings den Bestand zu gefährden. Die Zucht wird im Bereich der Landesverbände, die mit den Zuchtverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz-Saar als Süddeutsche Pferdezuchtverbände zusammenarbeiten, in Thüringen und Sachsen von den Pferdezuchtvereinen getragen. 
 Salerner

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Herkunft:
Italien
Stockmaß:
160 cm
Charakter:
Intelligent, leicht reagierend
Verwendung:
Reiten, Zuchtzwecke
Besonderheiten:
GroÜer, ausgeprägter Kopf, schöne Schultern, deutlicher Widerrist, kräftige, abfallende Hinterhand, kurze Beine.
GroÜrahmiges Sportpferd im Typ des englischen Halbblüters. Gut mittelgroÜer, edler Kopf, gerade oder leicht geramst. Meist korrekter, leicht geschwungener Hals, der einer langen und schrägen Schulter entspringt. Deutlich markierter Rist, gute Gurttiefe, genügende Breite. Kompaktes Mittelstück, manchmal mangelhafte Nierenpartie. Kräftige, leicht abfallende Kruppe, lang und gut bemuskelt, tiefer Schweifansatz. Stabiles Fundament, korrekte Gelenke und harte Hufe, wenig Behang. Etwas eckige Gesamterscheinung, die einen hochbeinigen« Eindruck hinterlässt. Gute, fördernde Aktion in allen Gangarten, bedeutendes Springvermögen.
Italien war eines der ersten Länder der Welt, in dem Pferde gezüchtet wurden; man weiÜ, dass die Etrusker die Züchtung schon vor 2 500 Jahren betrieben haben. Seitdem spielt die Pferdezucht hier eine wichtige Rolle. Mit dem Salerner ist ein Beispiel für ein erstklassiges Reitpferd gelungen.
Der Salerner entstand im 16. Jahrhundert in der Gegend von Salerno bei Neapel. Sein Ursprung ist eine Kreuzung zwischen Andalusier und Neapolitaner (einer Kreuzung zwischen Berber, Araber und Spanischen Pferden, die heute ausgestorben ist).
In der italienischen Armee war der Salerner besonders beliebt, heute wird er allgemein als Reitpferd eingesetzt. Seine Zahl nimmt zwar ständig ab, trotzdem spielt er aber eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines neuen italienischen Sattelpferdes. Dieses Pferd entsteht aus Kreuzungen und Nachzüchtungen einheimischer Sattelpferdrassen. Das Ziel ist ein Reit- und Wettkampfpferd für den allgemeinen Gebrauch. 
 Sandelholz Pony

Herkunft:
Indonesien
Stockmaß:
ca. 130 cm
Charakter:
schnell und feurig
Verwendung:
Rennen ohne Sattel, Reitpony
Sehr hübsches Pony mit geradem, trockenem Kopf, groÜen, ausdrucksvollen Augen und kleinen, spitzen Ohren, die Arabereinfluss erkennen lassen; schön getragener Hals auf guter Schulter; breite, tiefe Brust; kurzer, kräftiger Rücken mit runder Kruppe; seidenweiches glänzendes Fell; besonders harte Beine und feste Hufe.
Von Kennern wird es als das edelste und beste Pony Indonesiens bezeichnet. Auf Sumba und Sumbawa gezüchtet, zeigt es deutlichen orientalischen Einschlag und wird viel auf die anderen Inseln exportiert. Es ist bei rund 130 cm StockmaÜ ein trockenes und zähes Pony von groÜer Ausdauer und Schnelligkeit, weshalb man es gerne in den traditionellen Rennen einsetzt. Korrekte Hals/Schulter-Formation, weniger gute Hinterhand. Die harten Beine weisen manchmal Stellungsfehler auf. 
 Sanfratellano/Siciliano

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Herkunft:
Sizilien (Italien)
Stockmaß:
150 bis 158 cm
Charakter:
Ausdauernde, trittsichere Pferde
Verwendung:
Freizeitreiten, Tragdienst und leichten Zug
Der recht uneinheitliche Pferdebestand Siziliens wird in zwei Schläge unterteilt, die beide einen mehr oder weniger ausgeprägten orientalischen und/oder spanischen Einfluss aufweisen. Edler, ansprechender Kopf mit lebhaftem Ausdruck. Langer und gut geschwungener Hals, der einer schrägen, kräftigen Schulter entspringt. Flacher Rist, kräftiger, kurzer Rücken, kompakter Rumpf mit guter Tiefe, dabei oft schmal. Rundliche, leicht abfallende Kruppe mit guter Bemuskelung, tiefer Schweifansatz. Klares, trockenes Fundament, harte Hufe.
Bei den meisten italienischen Zuchten könnte man von einem iberisch beeinfluÜten Anglo-Araber sprechen. Der Siciliano wird um Catania, Siracusa und Ragusa als leichter, arabisierter Typ gezogen, im Landesinneren kommt ein kompakterer Typ vor, der ein etwas unausgeglichenes Wesen aufweisen soll. Der Sanfratellano (Pferd aus San Fratello) wird um Messina in halbwilden Beständen gehalten. Die harte Aufzucht lieÜ ein besonders robustes und ruhiges Pferd entstehen, das sich auch als Tragtier eignet. Zusammen reit dem ähnlichen Sarden und Maremmano sind die sizilianischen Rassen an der Schaffung des Italienischen Reitpferdes beteiligt, das eine neue, einheitliche Rasse darstellen soll und derzeit etwa 4000 eingetragene Tiere umfasst. 
 Sanho/Sanpeitze Pferd

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Herkunft:
Republik Mongolei (China)
Stockmaß:
um 148 cm
Charakter:
Sehr anspruchslos, ausdauernd und widerstandsfähig
Verwendung:
Das Sanho wird für alle anfallenden Arbeiten verwendet, vorzugsweise aber als Reit-, Renn- und Zugpferd
Kompaktes, muskulöses, kleines Reitpferd mit meist harmonischem Gebäude. Gerader Kopf mit klarem Blick und weiten Nüstern. Mittellanger Hals, kräftige, schräge Schulter, breiter, tiefer Rumpf mit geradem, kurzem Rücken, schräger Kruppe. Langes, volles Langhaar. Stabile GliedmaÜen mit starken Gelenken und harten Hufen. Vor allem Füchse und Braune, selten andere Farben.
Der Nordwesten der autonomen inneren Mongolei ist die Heimat des eng mit dem Sanpeitze verwandten Sanho. Sein chinesischer Name bedeutet ??Landschaft dreier Flüsse"; sie ist das beste Weideland Chinas. Die Pferde dieser Region waren an der Entwicklung aller chinesischen Rassen beteiligt. Schon während der Liao Dynastie (um 1000 n. Chr.), war die Region wegen der Qualität ihrer Pferde bekannt, und 700 Jahre später, während der Quing Dynastie, wurde in der Region das viel gerühmte Soulum Pferd gezüchtet. In den Jahren 1904 und 1905 wurden Pferde aus der ostsibirischen Baikalregion in die lokalen Schläge eingekreuzt. Um 1917 brachten russische Siedler Orlow Traber und Baschkiren mit. Die Japaner unterhielten von 1934-1945 ein Gestüt mit Arabern, Anglo-Arabern, Englischen Vollblütern, Amerikanischen Trabern und ungarischen Gidrans. 1955 aber wurden alle aus Kreuzungen stammenden Pferde durch das Landwirtschaftsministerium der Volksrepublik China erfasst und zwei Gestüte zur Zucht einer neuen Rasse mit dem Namen Sanho eingerichtet. 
 Sardinier

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Herkunft:
Sardinien (Italien)
Stockmaß:
je nach Typ von 156 bis rund 165 cm
Charakter:
robust, ausdauernd, trittsicher
Verwendung:
Reitpferd
Besonderheiten:
Ist das Pferd der berittenen Polizei Sardiniens
Gangmechanik:
Flache Aktion, schneller Galopp, hervorragendes Springvermögen, mutig, wendig und ausdauernd.
Gerader, trockener Kopf, leichtes Genick, langer und schlanker Hals. Gut ausgeprägter Rist, lange, schräge Schulter. Rumpf tief, schmal, etwas aufgeschürzt, manchmal mangelhaft geschlossen. Kräftiger, gerader Rücken; lange, schräge Kruppe mit guter Bemuskelung und tief angesetztem Schweif. Trockenes, etwas leichtes Fundament, dabei sehr hart und genügend korrekt, mit kleinen, harten Hufen. Klare Sehnen und Gelenke, kein Behang, oft lange Röhren. Farbe: zumeist Braune und Füchse, selten Rappen und Schimmel.
Bereits die Sarazenen sollen während ihrer Herrschaft über Sardinien im 15. Jh. zahlreiche Pferde berberischer und arabischer Herkunft zur Verbesserung des einheimischen Ponys eingekreuzt haben. Anfang des 16. Jahrhunderts gründete Ferdinand der Katholische (1452-1516) ein Gestüt spanischer Pferde nahe Abbasanta und stellte die dort gezogenen Tiere den Züchtern zur Verfügung. 1908 wurde erneut arabisches Blut eingekreuzt, später setzte man vermehrt Vollblüter ein. Die wohl beste Zucht befindet sich nahe der punisch - römischen Ausgrabungsstätte Nora, im Besitz der Turnierreiterin Donna Musio Scanno. Pferde dieser Zucht waren unter dem österreichischen Offizier Peter Lichtner - Hoyer international erfolgreich 
 Sardisches Pony

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Herkunft:
Auf der Giara de Gesturi, einem Hochplateau im Süden der Insel Sardinien/Italien.
Stockmaß:
um 120 bis 140 cm.
Charakter:
In kleinen Herden frei und halbwild lebend; trittsicher, ausdauernd und genügsam, energisches Temperament.
Verwendung:
Früher als vielseitiges ??Kleinpferd" zum Ziehen, Tragen und Reiten eingesetzt; auch als Fleischlieferant. Heute vor allem als Reitpony verwendet.
Besonderheiten:
Ausdauernder Trab
Kleines, drahtiges Pony mit unverkennbarem orientalischen Einfluss. Ausdrucksvoller Kopf, mittellanger, gut aufgesetzter Hals, schräge Schulter, tiefer Rumpf mit gefälliger Oberlinie. Trockenes, festes Fundament mit harten Hufen. Vor allem Rappen, Dunkelbraune, Braune.
Diese Ponys leben in den Bergen Sardiniens und gelten als Nachkommen der hier seit Jahrhunderten lebenden Pferde. Es sind keine Wildpferde, sondern verwilderte Pferde. Sie kamen einst mit numidischen und karthagischen Eroberern auf die Insel, denen Spanier für 400 Jahre folgten. Jeder brachte seine Pferde mit. Ihr Lebensraum ist die Giara, ein etwa 50 km/2 groÜes Gebiet, dessen freie Flächen mit Felsbrocken und Geröll übersät sind. In den Mulden der Hochebene bilden sich in der Regenzeit auf dem undurchlässigen Basaltuntergrund groÜe, flache Seen, deren Sumpf- und Wasserpflanzen Nahrungs-- und Lebensquell für die hier lebende Tierwelt sind. Die ca. 600 Ponys leben in kleinen Familienverbänden und ernähren sich hauptsächlich von diesen Sumpf und Wasserpflanzen, die sie sogar unter Wasser abweiden, wozu sie bis zu 15 Sekunden mit den Nüstern unter Wasser bleiben können. Einmal jährlich werden die Pferde durch ihre Besitzer eingefangen. Früher wurden die Fohlen dann gebrannt, heute werden sie tierärztlich versorgt und Überzählige an die Regionalverwaltung verkauft. 
 Sárvárer

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Die Rasse des Sarvarers hat ihren Namen von der kleinen Stadt Sarvar in Westungarn. Vor 1800 wurde hier eine ungarische Landrasse gezüchtet, und das Gestüt Sarvar wurde 1803 gegründet. Ein lückenloses Stammbuch läßt sich bis 1826 zurückverfolgen. Der Savarer basiert auf Stuten dieser Zucht - wobei hier zwei Stuten als Stammstuten in allen Pedigrees der heutigen Sarvarer zu finden sind - und den beiden englischen Vollbluthengsten "Furioso"(geb. 1836) und "The-North-Star"(geb. 1844). Diese beiden Hengste gründeten zuerst die Rassen Furioso und North-Star, die später in Kombination miteinander die Rasse Furioso-North-Star schufen. Das Wort Sarvarer ist also eine Herkunftsbezeichnung für die Rasse Furioso-North-Star. Die Pferde dieser Rasse wurden damals bei der Kavallerie und in den königlichen Marställen verwendet. Der ungarische Staat stellte Hengste dieser Rasse auf verschiedene Gestüte zur Erzeugung von Remonten.
1875 gelangte das Gestüt Sarvar in den Besitz des bayerischen Königshauses. 1945 ging das Gestüt durch den Krieg verloren, aber durch einen Transport mit der Eisenbahn, und einige Wochen später durch einen Treck, konnte der GroÜteil der Zuchtpferde in das in Bayern am Starnberger See gelegene Gestüt Leutstetten gerettet werden. Seit dieser Zeit ist die Privatzucht der Prinzen zu Bayern in Deutschland beheimatet. Einige wenige Privatzüchter züchten zusätzlich mit ein bis zwei Stuten.
Die züchterische Betreuung der Rasse hat der Landesverband bayerischer Pferdezüchter übernommen.
Besondere Bedeutung hat die Erhaltung dieser Rasse in Deutschland, weil der Furioso-North-Star in Ungarn auch nur in einem kleinen Bestand vorhanden ist und der Bestand in Üsterreich fast verschwunden ist.
Rassetypische Merkmale und Leistung
Der Savarer, der nach seiner jetzigen Heimat auch als Leutstettener bezeichnet wird, ist unter den heutigen Reitpferdekriterien mit einem StockmaÜ von 160 bis 163 cm eher ein Pferd mittlerer GröÜe, das aber trotzdem einen groÜen Rahmen füllt. Ein markanter Kopf mit geradem Profil verrät viel Adel.
Die lange Selektion und die gesunde und robuste Aufzucht mit einer viel englisches Vollblut führenden Grundlage schufen ein hartes und sehr widerstandsfähiges Pferd. Vitalität bis ins hohe Alter und eine lang anhaltende Fruchtbarkeit sind hervorstechende Merkmale, die in den heutigen Reitpferdezuchten nicht die Regel sind.
Gutes Gangvermögen, ausgeprägte Reitpferdepoints - der Savarer wurde ähnlich wie der Senner vorzugsweise als Reitpferd gezüchtet - und ein ausgezeichnetes Springvermögen, sowie die sprichwörtlich harten Hufe zeichnen die Verwendung als Sportpferd vor. Sarvarer beweisen ihr Leistungsvermögen im Distanz- und Vielseitigkeitssport. Aber auch für den Fahrsport und den Freizeitbereich sind sie gut geeignet. Das Temperament ist angenehm, wobei der Sarvarer das Vertrauen des Besitzers sucht. Überwiegend dunkle Farben, Rappen und Dunkelbraune, selten Fuchs oder gar Schimmel zeichnen diese edlen Pferde.
Derzeitige Situation und Ausblick
Im Gestüt Leutstetten sind etwa 8 Stuten und 4 Hengste im Einsatz. Eine geringe Anzahl weiterer Zuchtstuten befindet sich in der näheren Umgebung. Der Zuchttieraustausch mit Ungarn, besonders Hengste, wird praktiziert.
Wie bei allen Rassen mit geringer PopulationsgröÜe hängt der Fortbestand von dem Engagement einzelner Personen ab. Solange der Prinz von Bayern die Sarvarer/Leutstettener züchtet, werden sie auch überleben. Wichtig wäre hier der Erhalt in Deutschland mit Blick auf die geringen Bestände in Ungarn und Üsterreich. Neben der Bedeutung als externe Genreserve und Kulturgut überzeugen auch die Leistungen dieser Rasse. Der Motivierung weiterer Züchter ist erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken, sonst wird auch diese Rasse verschwinden. 
 Schleswiger Kaltblut

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Herkunft:
Deutschland
Stockmaß:
150 -160 cm
Charakter:
willig, freundlich
Verwendung:
Fahrpferd, Zugpferd
Praktischer Kaltblüter, in Typ und Exterieur dem Jütländer sehr ähnlich, doch etwas leichter als dieser. Ziemlich groÜer Kopf mit gutmütigem Gesicht und langen Ohren, von einem kurzen, kräftigen Hals getragen. Breite, etwas kurze Schulter, kaum Widerrist. Tonniger, breiter Rumpf, guter Futterverwerter. Nur leicht abfallende Kruppe mit guter Bemuskelung und hohem Schweifansatz. Stabiles, trockenes Fundament, breite Gelenke und weniger Behang als beim Jütländer; groÜe, flache Hufe. Lebhafte Aktion, eifrig und genügsam. Farbe Fuchs mit hellem Langhaar, manchmal auch Schimmel und Rappen, oft Abzeichen.
Das Schleswiger Kaltblut entstand im Schleswig Holstein des 19. Jahrhunderts, um die groÜe Nachfrage nach Pferden zu befriedigen, die als Zugtiere und in der Landwirtschaft benötigt wurden.
Der Schleswiger hat die gleiche Entwicklung wie der benachbarte Jütländer durchgemacht. Nach planlosen Kreuzungen im 19. Jahrhundert wurde 1891 der Verband der Schleswiger Pferdezuchtvereine gegründet. Ziel war die Beseitigung der durch Shires in die Zucht gelangten Mängel wie Hartfuttrigkeit, ÜbergröÜe und extremer Fesselbehang. Der Durchbruch gelang mit dänischen Nachkommen des Suffolks Oppenheim; als bedeutendster Linienbegründer gilt Aldrup Munkedal, geb. 1893. Nach dem letzten Krieg erfolgte ein Zuchtversuch mit zwei französischen Kaltblütern, von denen Faust Boulonnais eine neue Linie gründete. Seit 1960 weiterer Rückgang, heute existieren nur mehr rund 100 reinrassige Vertreter.
Bei der Entwicklung dieser Rasse gab es zwei wesentliche Einflüsse: Zum einen durch den dänischen Jütländer, den möglicherweise schon die Wikinger geritten haben und der als Kriegspferd Verwendung fand; zum anderen durch den Suffolk Punch aus England. Zum Ausgleich für einige Mängel der Schleswiger wurden auch andere Rassen wie der Bretone, der Boulonnais (ein eleganter, aktiver Kaltblüter aus Nordfrankreich), der Cleveland Bay und Vollblüter herangezogen. Als Nebeneffekt ergab sich dadurch, dass sie leichter und lebendiger wurden.
Das Schleswiger Kaltblut wurde als Allroundzugpferd in Industrie und Landwirtschaft, aber auch beim Militär eingesetzt, wo es die Geschütze zog. 
 Schwarzwälder Fuchs

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Herkunft:
Deutschland ( Schwarzwald )
Stockmaß:
zwischen 145 und 152 cm. Gewicht um 500kg.
Charakter:
hartes, genügsames und ausdauerndes Bergpferd
Verwendung:
Arbeitspferd
Gangmechanik:
Robust und ausdauernd, energische, flotte Gänge, lebhaftes Temperament.
Sehr einheitliches, kleines Kaltblutpferd, im Typ etwa zwischen Haflinger und Noriker stehend. Kleiner, eleganter Kopf mit kleinen Ohren und feinem Maul. Langer, gut geschwungener und bemuskelter Hals mit üppiger Mähne und Stirnschopf. Schräge, lange Schulter, wenig Rist. Kräftiger Rücken, kompakter,. runder Rumpf mit genügend Breite, doch geringer Tiefe. Lange, leicht abfallende und sehr gut bemuskelte Kruppe, tiefer Schweifansatz. Trockenes Fundament, kleine Hufe, wenig Behang. Füchse in dunklen Schattierungen, helles Langhaar.
Schon früh begann man im Schwarzwald, die norischen Pferde den speziellen Verhältnissen entsprechend zu selektieren und anzupassen, wobei Wendigkeit, Robustheit und Genügsamkeit mehr zählten als Masse oder Gewicht. Durch Einkreuzung kleiner Ardenner wurde dieser Typ gefestigt, erst um die Jahrhundertwende strebte man gröÜeres Kaliber an. Diverse Einkreuzungen erwiesen sich als untauglich, nur der Rheinische Hengst Deutschritter bewährte sich; daneben wurde der rein gezogene Schwarzwälder Mittler zum bedeutendsten Linienbegründer. 1896 wurde die Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft gegründet, die sich der Typerhaltung und Verbesserung widmete. Im baden- württembergischen Haupt- und Landgestüt Marbach befinden sich stets auch einige Zuchthengste dieses Schlages. 
 Schwedischer Ardenner

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Herkunft:
Schweden
Stockmaß:
150 - 160 cm
Charakter:
Sanft, freundlich, energiegeladen
Verwendung:
Wagenpferd, Zugpferd
Besonderheiten:
Kleiner Kopf, geschwungener Hals, auÜerordentlich muskulöser und kompakter Körper, kurze Beine, wenig Kötenbehang
Gangmechanik:
energische Bewegungen
Kompaktes Viereckkaltblutpferd ähnlich dem belgischen Ardenner, von dem es abstammt. Ausdrucksvoller, etwas schwerer, gerader Kopf auf breitem, muskulösem Hals; mächtige, schräge Schulter; wenig markierter Widerrist; kräftiger, geräumiger Rumpf; kurzer, starker Rücken; gut bemuskelte Kruppe; kurze, stämmige Beine mit kräftigen Gelenken und schweren, festen Hufen; leichter Kötenbehang.
Der Schwedische Ardenner wurde im 19. Jahrhundert aus einer Kreuzung mit importierten Ardennern ( einer schweren Zugrasse aus Belgien und Nordfrankreich ) und dem Nordschwedischen Pferd entwickelt, einem leichten, lebhaften Zugpferd, das aus einem alten skandinavischen Stamm hervorgegangen ist.
Klima und Lebensbedingungen der schwedischen Tiefebenen sind ungefähr so wie in den Ardennen, beide Rassen blieben sich deshalb in ihrer Entwicklung ähnlich. Die Tiere, die im kühlen Hügelgebiet geboren wurden, blieben jedoch kleiner und wurden lebhafter. Ursprünglich wurde der Schwedische Ardenner als schweres Zugpferd für die Feldarbeit entwickelt. Das Tier verkraftet extreme Klimaschwankungen, ist sehr stark, ein ausgesprochen guter Arbeiter und sehr anspruchslos, was seine Haltung betrifft.
Da es in der Landwirtschaft nur noch wenig Bedarf für dieses Pferd gibt, hat sich der Bestand verringert. 
 Schwedisches Warmblut

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Herkunft:
Schweden
Stockmaß:
150 - 160 cm
Charakter:
Intelligent, gehorsam, vernünftig, mutig
Verwendung:
Wagenpferd, Reiten ( Dressur - Springen )
Besonderheiten:
Kleiner Kopf, mittellanger Hals, sehr kräftige, schräge Schultern, viel Gurttiefe, gerader Rücken, runde Hinterhand, schlanke Beine mit kurzen Röhren.
Modernes, vielseitiges Warmblutpferd. Ausdrucksvoller, nobler Kopf, gut geformter und aufgesetzter Hals und ausgeprägter Rist. Lange, schräge Schulter, harmonische Oberlinie, kräftiger Rücken. Muskulöse, manchmal etwas kurze Kruppe; kompakter, tiefer Rumpf. Gute GliedmaÜen mit exzellenter Hebelung, ausreichende Knochenstärke, korrekte Gelenke rund Stellung. Hervorragende Grundgangarten, schwungvoll und raumgreifend; selten mehr als durchschnittliches Springvermögen; ideales Dressurpferd. Alle Farben, doch meist Füchse mit groÜen Abzeichen.
Die ersten Spuren, die auf die Anwesenheit von Pferden in Schweden schlieÜen lassen, gehen bis ungefähr 2300 v. Chr. zurück. Die Hinweise reichen aber nicht aus, um zu bestimmen, welche Pferde es genau waren. Das Schwedische Warmblut entstand erst vor etwa 300 Jahren, es wurde vorwiegend als Kavalleriepferd genutzt. Importierte Orientalen (wie etwa Berber und Araber), Andalusier- und Friesen-Hengste wurden später mit einheimischen Stuten gekreuzt. Die Rasse wurde am Ende durch Vollblut, Trakehner und Hannoveraner-Hengste abgerundet.
Unter König Gustav 1. fanden erste Versuche statt, die schwedische Zucht zu organisieren und das vorhandene uneinheitliche Zuchtmaterial zu verbessern. lm 17. Jh. weitere Importe von spanischen, englischen, orientalischen und friesischen Hengsten. Nach wechselvoller Geschichte, in der englische Voll- und Halbblüter zunehmend an Bedeutung gewannen; wurden zwischen 1880 und 1920 372 deutsche Hengste eingeführt. Heute eine gelungene Mischung von Hannoveranern, Trakehnern, Vollblütern und alten schwedischen Linien. Wichtigste Linienbegründer: Drabant, Gaspari und.Iovial. Steigender EinfluÜ holsteinischer, holländischer und belgischer Pferde (Gestüt Zangersheide), um die Springanlagen zu verbessern. Ein modernes Leistungsprüfungsmodell sichert die Qualität, der Exportanteil steigt; besonders beliebt als Dressurpferde.
1894 wurde das Zuchtbuch für die neue Rasse eröffnet. Bis heute werden alle Hengste einem rigorosen Test unterzogen, bei dem Körperbau, Charakter und Leistung darüber entscheiden, ob sie zur Zucht zugelassen werden. Ihre Fähigkeiten beim Springen, bei Querfeldeinrennen, bei der Dressur und als Wagenpferd werden ebenfalls begutachtet.
Durch strikte Auslese ist eines der besten Sportpferde der Welt entstanden. Es ist ein kräftiges und athletisches Pferd mit ausgezeichnetem Körperbau und gerader, extravaganter Aktion, das sich beim Springreiten, bei der Military und in der Dressur hervorgetan hat. Wegen seiner Erfolge setzt das schwedische Olympiateam nur Schwedische Warmblüter ein. 
 Schweizer Warmblut

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Herkunft:
Schweiz. Zuchtzentrum ist das Eidgenössische Gestüt in Avenches
Stockmaß:
um 165 cm
Charakter:
Schwungvolle, raumgreifende, elastische Bewegungen. Gesund und rittig, guter Charakter und angenehmes Temperament
Verwendung:
Leistungsfähiges Sportpferd für alle Disziplinen
Edles, athletisches, groÜrahmiges Sportpferd. Ausdrucksvoller Kopf, gut aufgesetzter Hals, markanter Widerrist, starke, gut gelagerte Schulter, kräftiger, elastischer Rücken, gut ausgebildete Hinterhand mit muskulöser Kruppe. Korrektes Fundament mit gut markierten Sehnen und Gelenken sowie gesunden, korrekten Hufen. Alle Grundfarben, vor allem Braune und Füchse.
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Die Pferdezucht hat in der Schweiz eine sehr alte Tradition. Schon im Mittelalter war das Kloster Einsiede] durch die Qualität seiner Pferde berühmt. Einsiedler waren über die Grenzen der Schweiz hinaus geschätzt und als ??Cavalli della Madonna" begehrt. lm Emmental, Berner Oberland und im waadländischen Les Ormonts gab es bis Mitte des 19. Jh. eine Fahr- und Reitpferdezucht mit zähen, eher kleinen, vorwiegend rappfarbenen Pferden. Wie in allen westeuropäischen Ländern nahm auch in der Schweiz um 1960 das Interesse an der Zucht eines Reit- und Sportpferdes zu. Das Eidgenössische Gestüt kaufte deshalb in Frankreich, Schweden und Deutschland jedes Jahr bewährte Warmbluthengste als Veredler für die Pferdezucht der Schweiz, die mit Stuten der alten Landesstämme und importierten Stuten angepaart wurden. Durch sorgfältige Zuchtplanung und über verschiedene Selektionsstufen, einschlieÜlich Stationsprüfungen, wurde die Schweizer Reitpferderasse geboren. Auch der Erfolg ist mit Gauguin de Lully im Dressursport und mit Walido sowie Oree de la Brasserie im Vielseitigkeitssport nicht ausgeblieben. 
 Sella Argentino

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Herkunft:
Argentinien
Stockmaß:
um 155 cm
Charakter:
Schnell und wendig, couragiert und gehorsam. Ausgezeichneter Galopp, gutes Springvermögen
Verwendung:
weltweit als Sport- und Polopony geschätzt
Ein eleganter Halbblüter im Typ des Englischen Vollblüters stehend. Ausdrucksvoller, mittelgroÜer Kopf, gut angesetzter, genügend langer Hals, deutlicher Widerrist, gute schräge Schulter, gute Gurtentiefe, elastischer Rücken, lange muskulöse Kruppe. Stabiles Fundament mit kurzen, knochenstarken Röhrbeinen, korrekten Gelenken und harten Hufen. Alle Farben vertreten.
Der Anglo-Argentino ist ein ausgezeichnetes Reit- und Sportpferd mit besonderer Eignung für den Polosport. Die Rasse entstand vor gut 50 Jahren und verdankt ihre Entstehung dem Wunsch, den weit verbreiteten, harten Criollo zur Verwendung im Sport, durch Zufuhr Englischen Vollbluts im Aussehen und in der Leistung zu verbessern. Bereits in den 50er Jahren konnten argentinische Reiter auf internationalen Turnieren groÜe Erfolge erringen, so 1956 Major Delia, der auf Discutido das Springderby gewann. Die Anglo-Argentinos werden wie die Criollos in groÜer Herden frei gehalten, sind deshalb geschätzt und kommen in jedem Gelände zurecht. Sorgfältig ausgebildet sind sie äuÜerst zuverlässige Reitpferde. Die Zucht liegt in den Händen privater Züchter, wird aber staatlich gefördert, da Anglo-Argentinos ein bedeutender Exportartikel sind. Das Stutbuch wird von der Association Argentina de Formento Equino geführt. 
 Senner

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Herkunft:
Deutschland, Hauptzuchtgebiet um Detmold
Stockmaß:
um 160 cm
Charakter:
Genügsam, leichtfuttrig, leistungsfähig, langlebig. Gutes Temperament, raumgreifende, taktreine Bewegungen
Verwendung:
elegantes Reit- und Fahrpferd
Hochedles Pferd im Typ des Anglo-Arabers. Ausdrucksvoller, trockener Kopf mit groÜen, klugen Augen; gut aufgesetzter, langer Hals mit leichtem Genick, gut markierter Widerrist, bewegliche Schultern, kräftiger Rücken. Trockenes, korrektes Fundament, kräftiges Langhaar, alle Farben.
Den Urstamm sollen die Grafen zur Lippe aus den Kreuzzügen mitgebracht haben. Senner werden 1862 erstmals in Gestütsregistern erwähnt. Sie wurden in Stutenherden halbwild gehalten und hatten im 16. Jh. einen sehr guten Ruf. Der 30jährige Krieg zerstörte die Zucht fast ganz, doch Graf Hermann Adolf zur Lippe errichtete sie mit Erfolg neu. Graf Simon Heinrich erbaute 1685 das Jagdschloss Lopshorn und führte dort die Zucht ab 1680 in halbwilder Form weiter. Bis 1880 soll der Stutenstamm unvermischt geblieben sein, wie den seit 1713 geführten Gestütsregistern zu entnehmen ist. Die Hengste waren arabische und englische Vollbluthengste. Anfang des 19. Jh. bewährte sich der Angloaraber Nessus alias Araber von Netsehi ox a. d. Rachel xr, der seine Eleganz und herrlichen Aktionen vererbte und die Zucht zu hoher Blüte brachte. Mitte des 19. Jh. umfasste die Herde nur noch ca. 40 Mutterstuten und die Eiengste Mozrnrt.rx, Red Rowerxx und Brother to Rostruin xx. 1919 übernahm der Verband lippischer Pferdezüchter die Zucht bis zur endgültigen Auflösung 1946. Privates Engagement hat das Senner Blut bis heute erhalten und bemüht sich, es neu zu beleben. Sie werden beim Westfälischen Pferdestammbuch bereits wieder als Senner registriert. 
 Shagya-Araber

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Herkunft:
Ungarn
Stockmaß:
153-158 cm
Charakter:
Edles Leistungspferd arabischer Zuchtrichtung, im Unterschied zum Vollblutaraber mit kräftigerer Statur und schmalem, längerem Kopf
Verwendung:
vielseitig einsetzbar im Freizeit- und Sportreiten, Distanzreiten, Westernreiten, Fahren
Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp
Gangmechanik:
federnd, gut gesprungener Galopp
Hochedles Pferd von orientalischem Typ, etwas gröÜer und kräftiger als der Vollblut-Araber. Trockener, gerader oder leicht konkaver Kopf mit groÜen Augen und Nüstern, kleinen Sichelohren und kräftigen Gamaschen. Gut geschwungener Hals, etwas kurze, steile Schulter, ausgeprägter Rist. Stabiler, kurzer Rücken, etwas kurze, nur leicht abfallende Kruppe, hoher Schweifansatz. Trockenes Fundament, harte Hufe. Leichte Bewegungen, groÜe Ausdauer und Härte, genügend Gangvermögen auch für den Sport.
Der Shagya wurde etwa ab 1830 in dem ungarischen Babolna - Gestüt (heute in der Ukraine) entwickelt. Man importierte eine Reihe von Araberhengsten und -stuten aus der Wüste, die man dann mit der einheimischen Babolna - Rasse kreuzte. Einer dieser Hengste, ein Schimmel mit Namen Shagya, war ein Pferd von groÜer Zeugungskraft; er wurde der Vater der neuen Rasse. Durch sorgfältige selektive Züchtung ist eine besondere Araberrasse entstanden, die robuster als der reinrassige Araber ist.
Der Shagya-Araber wurde als gutes Kavallerie- und als leichtes Packpferd bekannt, man setzte ihn aber auch für leichte Zugarbeit und allgemein als Reitpferd ein. In Zentral- und Osteuropa war er bald sehr begehrt, und er wird hier, ebenso wie in Deutschland und den USA, auch heute noch gezüchtet.
Der Shagya-Araber eignet sich sehr gut als Reitpferd und für Wettbewerbe. Er ist zäh und athletisch, dazu sehr genügsam. 
 Shetland Pony

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Herkunft:
Großbritannien (Shetland- und Orkneyinseln)
StockmaÜ:
ca.95-107cm (MiniShetty unter 87cm)
Charakter:
Leistungsfähiges und robustes Zwergpferd in drei Schlägen: Originaltyp, Sporttyp und MiniShetty
Verwendung:
Reitpony, Kinderpferd, Fahren
Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp (vereinzelt laterale Gangveranlagung zu beobachten)
Gangmechanik:
frei und raumgreifend
Eine der kleinsten Ponyrassen überhaupt, doch nicht Resultat einer künstlich herbeigeführten Verkrüppelung, sondern einer echten Verzwergung« - bei nur rund 100 cm StockmaÜ sind die Tiere harmonisch gebaut. Langer, doch trockener Kopf, kurzer, starker Hals und gute, lange Schulter. Massiver Rumpf von guter Tiefe und Breite, mit wenig Widerrist, doch kräftiger, runder Kruppe. Enorm stabile, kurze Beine mit kleinen, harten Hufen. FleiÜige Bewegungen, dabei manchmal etwas trippelnd, groÜe Ausdauer. Alle Farben, auch Schecken, jedoch keine Tigerschecken.
Das Shetland Pony stammt von den Shetlandinseln, die vor der Nordküste Schottlands liegen. Hier lebte es fast 2000 Jahre völlig isoliert, bis es im 19. Jahrhundert erstmals auf das Festland gebracht wurde. Die Wurzeln dieser Rasse sind nicht bekannt, man glaubt aber, dass es von einer Art Zwerg-Exmoor abstammt.
Während der jahrhundertelangen Abgeschiedenheit auf den Inseln blieb die Rasse völlig rein. Nachdem man aber im 19. Jahrhundert seine Qualitäten als Grubenpony erkannt hatte, wurde viele der Tiere von den Shetlandinseln geholt, um in den Minen zu arbeiten. In der Folge züchtete man das Shetland nicht so sehr im Hinblick auf Qualität, sondern auf Quantität. Deshalb verlor die Rasse derart an Wert, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts Zuchtfarmen eingerichtet wurden, die sich der Wiedergeburt« des ShetlandTyps widmen sollten. Als erstem heimischem Pony wurde ihm zu Ehren eine eigene Gesellschaft gegründet; sein Zuchtbuch wurde 1890 eröffnet.
Mit einer maximalen GröÜe von 100 cm ist das Shetland Pony die kleinste einheimische Rasse. Trotzdem ist es - relativ zu seiner KörpergröÜe - auch das stärkste Pony der Welt. Bis vor kurzer Zeit fand ausschlieÜlich mit seiner Hilfe der Transport der Inselbewohner statt. Sie zogen Karren mit Torf (Ülersatz) und Seetang (Düngemittel). Seiner GröÜe nach ist es zwar ein ideales Reitpony für Kinder, aber sein Eigensinn und sein unabhängiger Charakter erfordern eine feste, freundliche Hand. 
 Shirazpferd

Herkunft:
Iran, Provinz Fars
Stockmaß:
etwa 150-155 cm
Charakter:
sehr lebhaft und klug; zäh und ausdauernd; freundlich und ausgeglichen; sehr fromm; sehr schnell
Verwendung:
elegantes Reitpferd
Ühnlich dem Jaf auch ein sehr hübsches, orientalisches Reitpferd; gerader bis Rechtskopf mit weiten Nüstern, hübschen, groÜen Augen und kleinen, spitzen Ohren; mittellanger, schöner Hals auf gut bemuskelter Schulter; gerader Rücken mit schön gewölbter Kruppe; feines, seidiges Mähnenund Schweifhaar; sehr stabile Gelenke und Röhren; harte Hufe. 
 Shire Horse

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Herkunft:
England
Stockmaß:
160 -170 cm, Hengste bis zu 180cm
Charakter:
Ruhiger, freundlicher Schwerarbeiter, leicht zu handhaben
Verwendung:
Zugpferd, Showpferd
Die gröÜte Rasse der Welt. Der lange, schmale Ramskopf wird von einem korrekten, mittellangen Hals getragen, der einer guten Schulter entspringt. Das Mittelstück ist kompakt, von enormer Tiefe. Die manchmal etwas überbaute Hinterhand mit leicht abgeschlagener Kruppe ist gut bemuskelt, was durch die gestutzten Schweife noch betont wird. Die Beine sind länger als die anderer Kaltblüter, von mittlerer Stärke, und der lange, seidige Kötenbehang bedeckt die groÜen, platten Hufe fast völlig. Die Aktion ist fleiÜig, häufig hoch und rund. Heute sind Rappen, Braune und Schimmel üblich.
Unter den Kaltblütern ist das Shire - Pferd das gröÜte; es wird bis 180 cm hoch und wiegt mehr als eine Tonne. Diese Rasse stammt wahrscheinlich vom GroÜen Pferd und von den Old English Blacks ab, die von den Rittern des Mittelalters als Schlachtrosse verwendet wurden. Der Stammbaum dieser alten Rassen liegt im Dunkeln, wahrscheinlich sind sie aber auf die Friesen und auf die Flandrischen Pferde Nordeuropas zurückzuführen.
Das Old English Black war im 18. und 19. Jahrhundert in den Grafschaften der Midlands ein beliebtes Zugpferd. Besonders gefragt war es, um Rohmaterialien und Waren während der industriellen Revolution zu transportieren. Mitte des 19. Jahrhunderts führte die wahllose Züchtung von Zugpferden, für die ein groÜer Bedarf bestand, zu einer Verminderung der Qualität dieser Rasse. 1878 wurde die Shire Horse Society gegründet, um die Standards wieder zu heben, aber auch, um sie zu bewahren.
Es ist eine Freude, mit diesen groÜartigen und aristokratischen Pferden zig arbeiten. Ihre Beliebtheit und die groÜen Menschenmengen, die sich bei ihren Shows einfinden, haben das Überleben dieser Rasse sichergestellt, obwohl die Tiere als Arbeitspferd nicht mehr gebraucht werden. 
 Skyros Pony

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Herkunft:
Griechenland - Auf der Insel Skyros vor der Ostküste Griechenlands im ßgäischen Meer
StockmaÜ:
90 bis 110 cm.
Charakter:
zuverlässiges, genügsames, langlebiges Arbeitspony
Verwendung:
Packpferd, Landwirtschaft, Kinderpony
Besonderheiten:
Das griechische Skyros Pony vereint die Unerschrockenheit des Shetland Ponys mit dem Vorwärtsdrang und der Leichtigkeit des Welsh.
Kleines, schmal gebautes Pony. Kopf mit geradem Profil, breiter Stirn, kleinen, weit auseinander stehenden Ohren, groÜen, wachen Augen und weiten Nüstern. Kurzer, zum Hirschhals neigender Hals; langer Rumpf mit gerader Rückenlinie und abfallender Kruppe mit tiefem Schweifansatz. Feine, trockene GliedmaÜen mit kräftigen Gelenken und dunklen, sehr harten Hufen. Auffällig sind die steile Schulter, die schwache Hinterhand und die kuhhessige Stellung der Hinterbeine. Volles, sehr langes Langhaar, aber wenig Behang. Vor allem Schimmel, daneben aber auch Braune und Falben, oft mit Aalstrich und Zebrastreifen.
Das kleinste griechische Pony lebt seit vielen Jahrhunderten halbwild auf der gebirgigen Insel in der Ügäis. Seit jeher wurde es nach Bedarf in den Sommermonaten für die Feldarbeit und als Tragtier verwendet, und im Winter wieder in die Berge entlassen. Die harten Lebensbedingungen erklären nicht nur die Kleinwüchsigkeit der Skyros Ponys, sondern auch ihre Genügsamkeit und Zähigkeit. Die um 1970 auch auf die Insel vordringende Mechanisierung verdrängte die Ponys. Da sie nicht mehr benötigt wurden, ging das Interesse an der Zucht so stark zurück, dass die uralte Rasse, deren Herkunft unbekannt ist, vom Aussterben bedroht ist. Die Universität Thessaloniki fördert ein Zuchtprogramm, um die Rasse zu erhalten. 
 Slaski

Herkunft:
Südwestpolen reit denn 1955 gegründeten Landgestüt Klikowa als Zuchtschwerpunkt in der früheren deutschen Provinz Schlesien
Stockmaß:
von 155 bis 160 cm
Charakter:
Leichtfuttrig mit ruhigem Temperament

 Slowakisches Gebirgspferd

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Herkunft:
Slowakische Republik, auf der Muraner Hochebene bei der Stadt Muran in der Hohen Tatra. Zuchtgestüte Muran und Topolcianky.
Stockmaß:
um 140 cm
Charakter:
Gutmütig, zutraulich, genügsam und abgehärtet
Verwendung:
Ein starkes, zugkräftiges Holzabfuhrpferd
Stämmiges Gebirgspferd. Fuchsfarben mit hellen Mähnen dominieren, aber auch Braune, Rappen und Falben. VerhältnismäÜig groÜer Kopf mit breiter Stirn; kurzer, kräftiger Hals, gut gelagerte Schulter, kräftiger, tiefer Rumpf mit geradem Rücken und schräger Kruppe. Kräftiges Fundament mit trockenen GliedmaÜen und harten Hufen.
Die neue Rasse besteht aus veredelten Nachkommen einer ursprünglich seit ca. 50 Jahren in der Tschechoslowakei gezüchteten Rasse. Die Zucht wird seit 1950 im Gestüt Muran erfolgreich fortgeführt. Es ist eine Kreuzungszucht auf der Basis von Huzulen aus dem ehemaligen Militärgestüt Presov. 136 HuzulenStuten und 10 Huzulen-Hengste bildeten die Stammherde, deren Nachzucht man vor allem mit Haflinger-Hengsten kreuzte, darunter die Hengste Mikado 1956 v. Massino 1927, Starost 1957 von Student 1927 und Norton 1956 v. Nibbio 1920. Die daraus entstandenen Stuten wurden mit Noriker-Hengsten belegt. Die zeitweilige Verwendung von Fjord Hengsten bewährte sich nicht. Das Ergebnis ist heute ein allen forstwirtschaftlichen Belangen gerecht werdendes Gebirgspferd. Die Pferde leben in halbwilden Herden auf ausgedehnten Bergweiden in 1.200 bis 1.400 m Höhe und werden auch bei Temperaturen von -30° nicht in den Stall gebracht. 
 Slowenisches Kaltblut

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Herkunft:
Republik Slowenien und Südosteuropa
Stockmaß:
liegt um 155 cm. Gewicht bis 750 kg
Charakter:
Robust mit freundlichem Charakter und gutem Temperament
Verwendung:
Williger, zugkräftiger, ausdauernder Gebirgs-Kaltblüter mit raumgreifenden Gangarten, der vor allem in der Land- und Forstwirtschaft und heute zunehmend auch als Wagenpferd im Freizeitbereich eingesetzt wird
Harmonischer, mittelschwerer, trockener Kaltblüter. Derber Kopf mit kleinen, weit gesetzten Ohren, freundlichen Augen. Kurzer, Gutbemuckelter Hals, muskulöse, schräge Schulter, breiter, tiefer Rumpf mit guter Rippenwölbung, kräftige Hinterhand mit abfallender, oft leicht gespaltener Kruppe. Starkes, stabiles Fundament. Kräftiges Langhaar. Vor allem Braune, Dunkelbraune, Rappen vorherrschend.
Die Zuchtgeschichte des Slowenischen Kaltblüters ist eng reit der Pferdezucht des alten Üsterreich und speziell mit der des Norikers und des Muraközer (Murinsulaner) verbunden. Auch Belgisches Kaltblut, Percherons und Schleswiger wurden eingekreuzt, bis schlieÜlich zur Reinzucht übergegangen wurde. Die gut organisierte Zucht mit den Gestüten Presov und Samorin und mit eigenem Stutbuch umfasst einen Bestand von etwa 1.500 eingetragenen Zuchtstuten und gut 100 Hengsten, darunter immer auch einige Original-Noriker. Eine alljährlich stattfindende Fohlenversteigerung in Ptuj an der Dran zeugt vom Interesse an der Rasse. Sie wird im gebirgigen Slowenien für die Land- und Forstwirtschaft als geländegängige Zugkraft noch lange Zeit unverzichtbar bleiben. Die Zuchtleitung hat ihren Sitz in Ljubljana. 
 Sokolsky

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Herkunft:
Polen - in den Distrikten Danzig, Warschau, Bialystok, Kbslin
Stockmaß:
von 145 bis 155 cm
Charakter:
willig, gutmütig, ausdauernd und dabei recht schnell
Verwendung:
schweres Zugpferd - Fleischlieferant
Gangmechanik:
Gute Aktion, ausdauernd und genügsam, witterungsunempfindlich.
Nach Regionen unterschiedliche Population von kleinen bis mittelgroÜen Wirtschaftspferden. Allgemeine Merkmale: gerader, trockener Kopf mit freundlichem Ausdruck, kräftiger Hals, in der Länge variierend, gute, schräge Schulter. Wenig Rist, breiter, langer und weicher Rücken, tiefer Rumpf. Abfallende, kräftige Kruppe, gut bemuskelte Beine, etwas Behang. Fundament variierend, stets trocken und stabil, kleine Hufe. Farben: meist Fuchs mit hellem Langhaar, Braune, Rotschimmel.
Im vorigen Jahrhundert wurden die heimischen Kleinpferde langsam von importierten Kaltblütern verdrängt, die zumeist aus Belgien und Deutschland stammten. Daraus resultierte eine Kreuzungszucht mit lokalen Schlägen. So ist der Sokolsky meist ein gängiger, kräftiger Fuchs mit hellem Langhaar. Der Lidzbarsky geht auf Dölepferde und Gudbrandsdaler zurück, der heute seltene Mur-Insulaner aus Ungarn und dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien u. a. auf Ardenner, der Kopczyk oder Podlasky auf einen kleinen, sehr brauchbaren Hengst Unbekannter Abstammung, der seine Härte und Gutmütigkeit treu vererbte. Der Polnische Kaltblüter als solcher kann ein Kreuzungsprodukt vorgenannter Schläge sein und wird heute als Wirtschafts- und Schlachtpferd gezüchtet. 
 Sorraia Pony

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Herkunft:
Portugal, Gestüt d'Andrade; Zuchtherde bei München.
Stockmaß:
etwa von 140 bis 150 cm
Charakter:
zähes, genügsames und williges Pony
Verwendung:
Allroundpony
Gangmechanik:
Das lange Röhrbein ergibt eine hohe, elegante Aktion.
Diese Rasse besitzt Merkmale des prähistorischen Ramskopfpferdes, ähnelt aber auch dem aus ihr entwickelten iberischen Edelpferd (Genette, Andalusier). Edler Ramskopf auf hoch aufgesetztem Hals mit guter Linie, deutlich markierter Widerrist, lange Schulter. Der Rumpf ist schmal, tief und kurz, die Kruppe leicht abfallend. Die Beine sind trocken und zart, dabei von unglaublicher Härte. Typisch ist die gelbe oder mausgraue Falbfarbe mit deutlicher Zebrierung an den Beinen und Aalstrich.
Diese Rasse kann als der Urahn aller iberischen Edelpferde angesehen werden. Wie Höhlenbilder beweisen, existierte sie bereits in frühgeschichtlicher Zeit und steht im engen Zusammenhang mit dem Berber. Sorraias wurden, von der Fachwelt vergessen, in Portugal von jeher als Hütepferde der Vaqueiros (Rinderhirten) verwendet. 1920 entdeckte der Hippologe Dr. Ruy d'Andrade eine wildlebende Population in dein unzugänglichen Sumpfgebiet zwischen den Flüssen Sor und Raia. Er erwarb eine kleine Zuchtherde, die von ihm und später von seinem Sohn erhalten wurde. Auch der Staat erhielt eine kleine Population, nachdem in der so genannten Nelken-Revolution 1975 fast alle Tiere umkamen. Der bekannte Hippologe Dr. Schäfer hält bei München noch eine Zuchtherde mit ca. 40 Tieren, der Gesamtbestand dürfte 120 Tiere kaum überschreiten. 
 Sowjetisches Kaltblut

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Herkunft:
GUS, zwischen Schwarzem Meer und Archangelsk
Stockmaß:
um 160 cm. Gewicht bis 900kg.
Charakter:
Phlegmatisches Temperament, vorzügliche Genügsamkeit
Verwendung:
Arbeitspferd, Fleischlieferant
Besonderheiten:
gute Fleisch-, Milch- und Arbeitsleistung.
Gangmechanik:
FleiÜige, doch langsame Aktion im Schritt und Trab, enorme Zugkraft.
Schweres Kaltblutpferd, vielseitig verwendbar. Ansprechender, manchmal auch grober Kopf, kleine Augen, lange Ohren. Kurzer, dicker Hals mit üppiger Mähne. Niederer, fleischiger Rist und tonniger Rumpf. Breiter, etwas weicher Rücken, abgeschlagene, lange und breite Kruppe. Starke Muskulatur, Neigung zum Fettansatz. Stabile Beine, derbe Gelenke, etwas Behang. GroÜe Hufe, manchmal weiches Horn. Farbe: meist Füchse mit Abzeichen, Rotschimmel und Braune.
Die Rasse entstand in der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts im Wladimir-Distrikt, östlich von Moskau. Das Stutenmaterial basierte auf durch Percheron und Ardenner beeinflussten Landstuten sowie dem Bitjug - Pferd. Dieses wird von Wrangel als ein durch üppige Weiden verstärktes Kreuzungsprodukt holländisch-orlowscher Abstammung bezeichnet. Zwischen 1854 und 1916 wurden 723 Hengste Brabanter oder Ardenner Abstammung importiert. In den späten 30er Jahren wurden acht Linien entwickelt, deren wichtigste die des Hengstes Buhe ist, der auf einen Suffolk zurückging. Strenge Auslese und Leistungsprüfung taten das Ihre, so dass die frühreife und langlebige Rasse 1952 anerkannt wurde und sich gröÜter Beliebtheit erfreut. 
 Spanischer Mustang

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Herkunft: USA, mit allen wichtigen Zuchtställen in Wyoming, Arizonna, Kalifornien, Oklahoma
Stockmaß: 135 bis 145 cm
Charakter: Ein Pferd mit ausgeprägtem "cow-sense", genügsam, anpassungsfähig, ausdauernd, nervenstark
Verwendung: Seine Stärke sind lange Distanzen. Kein Renn- und Springpferd. In den USA auch als Dressurpferd, da sie oft auch Tölt oder Pass gehen. In der Vergangeheit auch als Postkutschenpferd eingesetzt.
Klein, kurz, im Quadratformat, oft mit deutlich berberischem Einschlag. Kleiner Kopf mit breiter Stirn, kleinen, beweglichen Ohren, lebhaften, intelligenten Augen; mittellanger, gefälliger Hals, tiefe, schmale Brust, deutlicher Widerrist. Rücken mit guter Sattellage, kurze, muskulöse, schräge Kruppe mit tiefangesetztem Schweif. Trockene Gliedmaßen mit langen Unterarmbeinen und kurzen Röhrbeinen sowie extrem harten Hufen. Alle Grundfarben, aber auch Palominos, Isabellen, Falben, Schecken und Appaloosas; auch Aalstrich und Zebrastreifen treten auf. Volles Langhaar, oft verschiedenfarbenes Schweifhaar. Stockmaß . Zwei Typen: ein leichterer Berber-Typ und ein robuster, quadratischer Typ.
Gegensatz zum frei lebenden Mustang ist der Spanish Mustang ein Hauspferd. Er stammt von den im 16. Jahrhundert eingeführten Berbern und Andalusiern, Sorraias und vermutlich auch Arabern ab. Auf entlaufene, verwilderte Pferde spanischer Abstammung gründete sich die Rasse. 1920 sammelten die Brüder Brislawn und Gilbert Jones die letzten reinrassigen Exemplare, um die Rasse zu erhalten. 1957 wurde das Stutbuch eröffnet, in das aber nur Pferde rein spanischen Ursprungs eingetragen werden, aber keine amerikanischen Mustangs. Heute zählt man etwa 1.000 reinrassige Exemplare. Als besonders reinrassig gelten die Exemplare, die einen "Schnurrbart" oder keine oder kaum Kastanien und nur fünf oder fünfeinhalb Lendenwirbel haben. 
 Spanish Barb

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Herkunft:
USA
Stockmaß:
138 bis 145 cm
Charakter:
Verwendung:
Seine weichen, bequemen und trittsicheren Bewegungen machen es zu einem ausgezeichneten Pferd für die Western-Disziplinen und auch für das Distanzreiten.
Kleines, spanisch-berberisch geprägtes Pferd. MittelgroÜer Kopf mit geradem oder konvexem Profil; starker Hals, kräftige Schulter, kurzer Rumpf mit abfallender Kruppe und tief angesetztem Schweif. Stabiles Fundament mit harten Hufen. Volles Langhaar. Alle Grundfarben.
Der Spanish Barb stammt von den Pferden ab, die im 16. Jh. mit den spanischen Eroberern nach Nordamerika gekommen waren: Andalusier und Genetten, die Nachkommen der im B. Jh. n. Chr. mit den Mauren nach Spanien gekommenen Pferde. Entlaufene und freigelassene Pferde vermehrten sich rasch und bildeten die Zuchtgrundlage für sich entwickelnde Schläge wie Mustang, Bronco, Cayuse, Indianer Pony oder Chickasaw, die alle amerikanischen Rassen mehr oder weniger beeinflussten. Am bedeutendsten ist sicher der EinfluÜ des Chickasaw für die Zucht des Quarter Horse gewesen. Allerdings verschwand der EinfluÜ der spanisch-berberisch geprägten Gründerrassen immer mehr bzw. ging in den neu entstehenden Rassen auf. Unglücklicherweise waren auch Zuchtregister und Zuchtunterlagen nur lückenhaft geführt worden. Um das Überleben des nun seltenen Spanischen Berbers zu sichern, bildete sich auf Initiative einiger Rancher und interessierter Familien 1972 die Spanish Barb Breeders Association. 
 Spanish-Norman Horse

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Herkunft:
USA
Stockmaß:
160 bis 172 cm
Charakter:
Hartes, ausdauerndes Leistungspferd mit gutem Charakter und Temperament
Verwendung:
Bewährt in allen Reit- und Fahrdisziplinen, Western-Dressur, historischen Schauspielen, Schauen und Paraden
Besonderheiten:
freie, fleiÜige Bewegungen mit harmonischer Kadenz
Vielseitiges athletisches Sportpferd von eleganter Schönheit. Gerader Kopf mit groÜen, ausdrucksvollen Augen; langer, anmutiger Hals, schräge Schulter, kurzer Rücken, muskulöse Hinterhand. Stabiles Fundament mit festen Hufen. Überwiegend Grauschimmel, aber auch Rappen und Braune.
Das mittelalterliche Ritterpferd war eine Kreuzung des Andalusiers mit dem Percheron. Die Neuzüchtung des Spanisch-Normannischen Pferdes erfolgte auf Initiative des Andalusierzüchters Allan H. Hamid, Connecticut, der 1991 auch die Spanish-Norman Horse Registry, Inc. in Woodbury gründete. Er wurde durch Dr. Gus Cothran von der Universität Kentucky unterstützt, der durch Bluttypstudien feststellte, daÜ Andalusier und Percheron berberische Vorfahren haben, letztere über den inzwischen ausgestorbenen und im Selle Fraucais aufgegangenen Normannen. Hamid kreuzte deshalb Andalusier mit Percherons, um den BlutanschluÜ wieder herzustellen. Seit 1996 stehen für die Zucht 32 Andalusier-Hengste zur Verfügung, 30 aus allen Teilen der USA, zwei aus Kanada. Spanisch-Normannische Pferde dürfen bis zu 50% Andalusierblut führen. Als erste spanisch-normannische Stute brachte 1994 die Stute Mariposa CBF von dem Hengst Ambassador HHF das erste spanisch-normannische Fohlen, EI Prirnero PBF. 
 Spiti Pony

Herkunft:
Indien
Stockmaß:
um 125 cm
Charakter:
robust, trittsicher , unempfindlich gegen Kälte
Verwendung:
Arbeitspony
Hübscher, gerader Kopf mit weiten Nüstern, weit auseinander stehenden, lebhaften Augen und kleinen, spitzen Ohren; kurzer, kräftiger Hals auf gut bemuskelter Schulter; markierter Widerrist; kurzer, kräftiger Rücken mit breiter Kruppe, leicht abfallend; kurze, stämmige Beine mit harten, runden Hufen.
Die gebirgigen Länder Nordindien, Nepal, Tibet und Bhutan brachten verschiedene Schläge des mongolischen Pferdes hervor, dessen Hauptzuchtgebiet nördlich angrenzt. Sie sind als örtliche Spielarten aufzufassen und gehören alle derselben Rasse an. Das Spiti ist etwa 120 bis 130cm hoch, kräftig und sehr trittsicher, wird es doch im Hochgebirge als Packtier verwendet. Zuchtgebiet Distrikt Kangra, Züchter Hindukaste der Kanyaten. Das Bhutia ist eine gröÜere Spielart aus der Region zwischen Pandjab und Darjeeling. 
 Spotted Saddle Horse

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Herkunft:
Vor allem in den USA und Kanada, zunehmend auch in Deutschland und Mitteleuropa
Stockmaß:
ca. 152 bis 165 cm
Charakter:
Ausgesprochen freundlicher Charakter und angenehmes Temperament.
Verwendung:
Als Freizeitpferd zum Reiten und Fahren wegen seiner Farbe und seiner weichen Gänge - Walk, PaÜ, Tölt und deren Gangvariationen beliebt.
Besonderheiten:
Schritt, Trab und Galopp gelten nicht als Gang. Wichtigste Gangart ist der Saddlegait, ein weicher Vierschlaggang
Unabhängig von seiner Rasse und Abstammung ist es eine Gangund Farbzucht auf der Grundlage der Gangpferderassen, denen die Spotted Saddle Horses im Exterieur und vor allem in der Gangveranlagung und der ??Buntheit" gleichen. Die Variationsbreite ist deshalb groÜ. Als gescheckt (spotted) gelten auch ??bunte- Pferde, d. h. solche mit weiÜen Abzeichen, deren im Zuchtziel festgelegte MindestgröÜe nicht unterschritten werden darf.
Auffallend bunte und aufgrund ihrer Gangarten bequem zu reitende Pferde waren immer schon beliebt, überall, nicht nur bei den Indianern in Nordamerika. Grundlage der Zucht bilden Nachkommen der weltweit verbreiteten Gangpferderassen, wenn sie dem Zuchtziel nach Gang und Farbe entsprechen. Abstammung, GröÜe, Rasse und Typ sind für die Anerkennung ohne Bedeutung. Verbreitet ist das Kreuzen verschiedener Rassen, am beliebtesten ist das Einkreuzen von Tennessee Walking Horses, um Zufallsprodukte zu vermeiden. Wie alle Farb- und Gangpferderassen wird auch das Spotted Saddle Horse systematisch nach Farbe, Gang und Leistung gezüchtet. In den USA wacht die Spotted Saddle Horse Association über den Rassestandard, registriert weltweit und führt das Zuchtbuch. 
 Standardbred

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Herkunft:
USA
Stockmaß:
140 -160 cm
Charakter:
Mutig und gelassen
Verwendung:
Trabrennen
Besonderheiten:
ähnlich dem Vollblut, nur schwerer
In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand bei Züchtungen eine der bedeutendsten amerikanischen Rassen, das Standardbred (Amerikanischer Traber), bis heute der schnellste Renntraber der Welt.
Die Rasse lässt sich bis zu einem Vollbluthengst mit Namen Messenger zurückverfolgen, der 1788 in die USA kam. Trabrennen waren damals sehr populär, allerdings nur auf Amateurebene, und an die Gründung einer neuen Traberrasse dachte niemand. Als aber Messenger mit dem schnellsten Renntraber des Ortes gekreuzt wurde, erhielt man Pferde mit einem auÜerordentlichen Trabertempo.
Messenger zeugte vier Söhne, von denen fast alle Standardbreds abstammen. Nachdem Trabrennen im 19. Jahrhundert immer beliebter wurden, bediente man sich der selektiven Zucht, um noch schnellere Traber zu erhalten. Vollblüter wurden mit robusten Rassen gekreuzt, die sehr trabtalentiert waren: die Kanadischen Traber, Hackneys, Narragansett Pacer, Pferde mit Araber- und Berberabstammung und Morgans. Der erfolgreichste Abkömmling Messengers, sein Urenkel Hambletonian 10 (geboren 1849), zeugte 1300 Nachkommen. Er gilt als Vater des modernen Standardbred.
Pferderennen mit Wagen werden in Trab- und PaÜrennen eingeteilt. In beiden Fällen zieht das Pferd einen Sulky (ein leichtes Gefährt mit zwei Rädern), dabei wird es von einem Fahrer gelenkt. Traber bewegen die Beine diagonal in herkömmlicher Weise.
PaÜgänger bewegen jeweils die Beine einer Seite gleichzeitig. Der PaÜgang ist eine natürliche Gangart. Pferde mit einem Talent für den PaÜgang erhalten dafür schon in jungen Jahren ein besonderes Training. Viele PaÜgänger tragen FuÜfesseln, die ihre Bewegungen synchronisieren und verhindern, dass die Pferde aus dem Schritt fallen.
1871 wurde das Amerikanische Traber-Register gegründet, und 1879 definierte man die Aufnahmebedingungen. Traber mussten die Meile (1,6 km) in 2:30 Minuten laufen, PaÜgänger in 2:25 Minuten. Diesem Standard verdankt die Rasse ihren Namen.
Trabrennen sind auf der ganzen Welt beliebt; man findet sie in Australien, Neuseeland, Südafrika und in mehreren europäischen Staaten wie z.B. Deutschland und Frankreich. Mit dem Standardbred wurden viele andere Traberrassen (etwa der Deutsche Traber, der Französische Traber und der Orlow-Traber) verbessert. Der Körperbau des Standardbred hat keine einheitlichen Merkmale, da er in erster Linie auf Schnelligkeit gezüchtet wurde. Er ähnelt dem Vollblut, ist aber schwerer und robuster und hat eine sehr kräftige Hinterhand. Das Standardbred ist zwar in erster Linie ein Trabrennpferd, seine Schnelligkeit und Ausdauer, sein Eifer und sein ruhiges Wesen machen es aber auch zu einem exzellenten Reitpferd. Seine Qualitäten befähigen es ebenso für Ausdauerritte.
Immer schneller
1871 wurden die Standards für diese Rasse festgelegt: Eine Meile (1,6 km) in 2:30 Minuten für Traber und 2:25 Minuten für PaÜgänger. 1845 wurde diese Zeit bereits durch eine Stute der Lady Suffolk verbessert, die für eine Meile 2:29,5 benötigte. 1938, fast 100 Jahre später, stand der Rekord für die Meile bei 1:55,25, den der Wallach Greyhound erzielte. Der jüngste Traberrekord liegt bei 1:54,2 Minuten. PaÜgänger sind sogar noch schneller. Die beste Zeit für eine Meile, gelaufen von Steady Star, ist 1:52 Minuten, das entspricht einer Geschwindigkeit von 51 km/h. 
 Süddeutsches Kaltblut

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Herkunft:
Bayern, Baden-Württemberg
Stockmaß:
160 bis 164 cm
Charakter:
Leistungsstark und zuverlässig; gutes, ausgeglichenes Temperament, hart, leichtfuttrig, zugstark.
Verwendung:
Arbeit- und Zugpferd
Besonderheiten:
MittelgroÜer, trockener, wendiger und handlicher Kaltblüter. Mittelschwerer Kopf mit gutmütigem, ausdrucksvollem Auge. Kräftiger, gut angesetzter, mittellanger Hals. GroÜrahmig, tiefrumpfig, gut bemuskelt; lange, breite, gespaltene Kruppe. Kräftiges Fundament mit gut ausgebildeten, trockenen Gelenken und harten Hufen, wenig Behang. Hauptsächlich Füchse und Braune, seltener Rappen, Schimmel und Tiger.
Die Kaltblutzucht im Alpenraum lässt sich bis in die Zeit der römischen Provinz Noricum (15 n. Chr.) zurückverfolgen. Aus dem schweren Pferd der Römer und dem kleinen Pferd der Germanen entstand der Noriker. Aus dessen zwei Schlägen, einem leichteren und einem schwereren, entwickelte sich der leichtere Oberländer und der schwerere Pinzgauer. So haben die Noriker, Pinzgauer und Oberländer als Pferde des Alpenlandes in Bayern eine uralte Tradition. Nach einigen angeordneten Kreuzungsexperimenten mit Einkreuzung von englischem und arabischem Vollblut sowie Norfolk- und Holsteiner-Blut bis zu Belgiern und Clydesdales im 19. Jh. setzte sich die Reinzucht durch, unterstützt durch die Hengsthaltung im Stammgestüt Schwaiganger. Allein dem 1879 im Pinzgau geborenen Hengst WeiÜfuÜ v. Albion, der 1884 nach Bayern gekommen war, gelang es über seine Söhne Jung WeiÜfuÜ und Herkules I eine Blutlinie aufzubauen. 1906 wurde ein Stutbuch eingerichtet und 1920 das EdelweiÜ als Brandzeichen eingeführt. Die angestrebte Verstärkung und Vereinheitlichung der drei Rassen führte 1939 zur einheitlichen Bezeichnung Noriker und 1948 in Bayern zum Zuchtziel und Namen Süddeutsches Kaltblut. 
 Suffolk Punch

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Herkunft:
England
Stockmaß:
160 cm
Charakter:
Ruhiger, sanft, aktiv
Verwendung:
Zugpferd, Showpferd
"Punch" bedeutet kleines, untersetztes Pferd. Suffolks sind bei mittlerer GröÜe athletische, kompakte Tiere. Der mittelgroÜe Kopf hat einen gutmütigen Ausdruck und wird von einem sehr kräftigen, wohlgeformten Hals getragen. Dieser entspringt einer Muskelbepackten Schulter. Die Mittelhand ist tonnig und kompakt, die Brust breit und tief. Die Hinterhand weist üppige Bemuskelung auf. Der bullige Körper ruht auf kurzen, kräftigen Beinen ohne Behang, die Hufe sind relativ klein. Punches kommen in sieben Schattierungen der Fuchsfarbe vor, von lehmgelb bis tiefrot, Abzeichen sind unerwünscht.
Das Suffolk Punch ist das reinrassigste der britischen Kaltblüter. Alle Mitglieder dieser Rasse können bis zu einem Traber (geboren 1760) zurückverfolgt werden; die Rasse selbst wird schon 1506 erwähnt. Es könnte vom GroÜen Pferd abstammen, und man weiÜ, dass im 16. und 17. Jahrhundert Suffolk - Stuten von flandrischen Hengsten gedeckt wurden. Im 18. Jahrhundert versuchte man, die Rasse zu verfeinern, indem man sie mit Norfolk Trabern, Cobs und sogar mit Vollblütern kreuzte.
Schon 1506 wurden die vortrefflichen Arbeitspferde der Grafschaft Suffolk« beschrieben. Im Laufe der Jahrhunderte brachten Einwanderer und Eroberer ihre Pferde mit: Römer, Norweger, Dänen und Sachsen. Ihre Anhänger behaupten mit Stolz, dies sei die älteste Kaltblutrasse, doch weit bemerkenswerter ist, dass alle heute lebenden Suffolks auf einen einzigen Hengst zurückgehen: Crish s Horse o, f geb. 1768. Über Verbesserungen des Exterieurs wurden nie die alten Qualitäten dieser wertvollen Rasse vergessen, ihre Ausdauer, Leichtfuttrigkeit und das gute Wesen. 1877 wurde die Suffolk Horse Society gegründet. 1939 zählte man noch 18 238 Punches. 1964 noch ganze 75. Mitte der 70er Jahre besann man sich wieder ihrer Qualitäten, und heute .
Das Suffolk Punch hat viele gute Seiten. Es arbeitet oft auch im Alter noch sehr gut und ist relativ genugsam. Mit seinen groÜen, breiten Schultern und kurzen Beinen entwickelt es auÜerordentliche Zugkräfte. Seine Nachkommen bleiben immer farbtreu - Fuchs.
Früher betrachtete man das Suffolk Punch als das beste Pferd für landwirtschaftliche Arbeit. Heute reichen allein seine Persönlichkeit und seine Ausstrahlung, um den Bestand sicherzustellen. 
 Sumba Pony
 Herkunft:
Indonesien
Stockmaß:
120 cm
Charakter:
Willig, intelligent und zäh
Verwendung:
Tanz, allgemeine Arbeiten
Besonderheiten:
Primitive Art mit schwerem Kopf und recht dünnem Schweif.
Kleines Primitivpony von unscheinbarem Aussehen. Etwas schwerer Kopf mit gerader Nasenlinie und mandelförmigen Augen; kurzer, starker Hals mit Stehmähne; steile Schulter; wenig Widerrist; tiefe Brust; etwas langer Rücken, mit abfallender Kruppe; kurze, kräftige GliedmaÜen mit gut geformten Vorderhufen.
Das Sumba ist das einheimische Pony der Insel Sumba. Es ist eine primitive Art, deren Ursprung eine Mischung aus Mongolischem Wildpferd und Tarpan ist.
Auf der Insel wird es für jede Art von Arbeit eingesetzt, noch besser kennt man es aber als tanzendes Pony«. Es wird von kleinen jungen ohne Sattel oder Zaum geritten und von jemandem geführt, der zu FuÜ neben dem Tier hergeht. An seinen VorderfuÜwurzelgelenken sind kleine Glocken befestigt; sie klingen, wenn das Tier im Rhythmus einer Trommel tanzt. Die Eleganz und Leichtigkeit seiner Bewegungen wird auf Wettbewerben beurteilt 
 Syrischer Araber

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Herkunft:
Syrien
Stockmaß:
Ca. 146-155 cm.
Charakter:
lebhaft, energisch, schnell, ausdauernd, leistungsfähig und langlebig
Verwendung:
Reitpferd
Besonderheiten:
Seine Abstammung ist nicht geklärt, vermutlich geht er auf den Araber zurück, wurde aber häufig mit turkmenischen und auch völlig rassefremden Pferden gekreuzt. Eine Ausnahme bilden die berühmten Pferde der Annazeh - Beduinen, die dem Vollblutaraber an Leistungsfähigkeit noch überlegen sein sollen.
Hübsches, dem Araber sehr ähnliches Beduinenpferd. Gerader, trockener Kopf mit breiter Stirn und spitzen Ohren; die Augen sind nicht so schön wie die des Arabers; gut angesetzter, schön geschwungener Hals, kräftig bemuskelt; starke, schräge Schulter; breite, tiefe Brust; viel Gurtentiefe; schön geschwungene Rückenlinie; gerade Kruppe mit hoch angesetztem Schweif; lange, trockene und widerstandsfähige Beine mit harten, kleinen Hufen.
MittelgroÜes Pferd orientalischen Typs, das nicht den Adel des asilen (reinrassig) Wüstenarabers aus dem Hochland von Nedschd hat, aber dennoch zu den leistungsfähigsten Beduinenpferden zählt. Oft Hellbrauner oder Fuchs, ist der Syrischer Araber etwas gröÜer und gewöhnlicher als der Nedschdi und führt manchmal auch Fremdblut. Die syrischen Annazeh - Beduinen waren allerdings für ihre Pferde berühmt - The Darley Arabian, ein Begründer der Vollblutzucht, war ein reiner Annazeh. Je weiter südlich gezogen, desto näher steht der Syre dem originalen Araber, die im Norden verbreiteten Tiere sind oft mit türkischen, turkmenischen oder sogar völlig rassefremden Pferden gekreuzt. 
 Szemaiten Pferd

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Herkunft:
Republik Litauen
Stockmaß:
Anspruchslos, hart, zäh, ausdauernd, langlebig, arbeitswillig
Charakter:
Verwendung:
Der neue Typ verfügt über gute Grundgangarten und hat sich mit seiner Springveranlagung bei Geländeritten bewährt
Besonderheiten:
Hengste des neuen Typs werden vor allem noch im Altar zur Schlachtpferdezucht verwendet
Bewährtes kleines Pferd in einem alten, kleinen, bis zu 144 cm groÜen Typ und einem modernen bis zu 155 cm groÜen Typ. Der Mangel des alten Typs war das durch sein geringes Kaliber unzureichende Leistungsvermögen. Der moderne Typ hat die charakteristischen Merkmale behalten: kleiner, gerader Kopf, mitunter konkav, mit breiter Stirn, intelligenten Augen und kleinen Ohren. Gut aufgesetzter Hals, Widerrist und Schulter ausreichend. Aber er hat nicht nur an StockmaÜ gewonnen, sondern mit einer Rumpflänge von 157 bis 160 cm und 188 bis 190 cm Gurtentiefe auch mehr Kaliber bekommen. Die stabilen, trockenen GliedmaÜen haben mit bis zu 20 cm Röhrbeinen auch stärkere Knochen bekommen. Vor allem Falben, Braune, Rappen und Dunkelbraune, meist mit Aalstrich.
Die bodenständige, alte Landrasse des Litauischen und des Estländischen Kleppers haben die Entwicklung des Szemaiten Pferdes beeinflusst. Beide Schläge sind im 12.-15. Jh., zur Zeit des Deutschen Ritterordens, aus Kreuzungen bodenständiger und vom Przewalski Pferd und Tarpan abstammender Kleinpferde mit Hengsten orientalisch-arabischer Rassen entstanden und bis heute nachhaltig geprägt worden. Zur erwünschten VergröÜerung und Verstärkung führte nach 1945 die konsequente Reinzucht und Selektion sowie die gezielte Verwendung Nordschwedischer Hengste. Zuchtziel des neuen Typs ist ein vielseitig verwendbares Gebrauchs- und Sportpferd.
Seite erstellt am : 27.03.2011 um 03:30
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