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seit dem 12.11.04

Pferderassen W

Welsh Cob

Herkunft:
Großbritannien (Wales)

StockmaÜ:
ab 137cm

Charakter:
Kräftiges, kompaktes Pferd im Welsh - Typ, Gewichtsträger

Verwendung:
vielseitiges Familienpferd, Wanderreiten, Fahren, evtl. Klassische Dressur

Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp

Gangmechanik:
raumgreifend, schwungvoll, zum Teil runde Trabaktion, freie Bewegung aus der Schulter, kraftvoller Schub aus der Hinterhand, gut untertretend

Gedrungenes, vielseitiges Reit- und Fahrpferd. Hübscher, ausdrucksvoller Kopf mit kleinen Ohren und intelligentem Gesicht. Sehr kräftiger, gut geschwungener Hals, lange Mähne und Schopf. Wenig Rist, gut gelagerte, schräge und lange Schulter. Tonniger Rumpf mit guter Breite, manchmal etwas seicht. Oft etwas langer, matter Rücken. Kräftige, runde Kruppe mit schön getragenem Schweif. Gut bemuskelte Hosen, stabiles Fundament. Klare und starke Gelenke und Sehnen, deutlicher Behang; groÜe, harte Hufe. Spektakuläre Trabaktion, gute Grundgangarten, ausreichendes Springvermögen. Häufig Füchse, Braune, Rappen und Falben, selten Isabellen, kleine Abzeichen.

Der Welsh Cob ist die einzige konsolidierte Cob-Rasse und zugleich das einzige Pony mit einem offiziellen GröÜenlimit von mehr als 148 cm (155 cm). In erster Linie geht die Rasse vom Welsh Mountain Pony und von spanischen Pferden ans. Giraldus Cambrensis erzählt bereits 1188 vom Gestüt spanischer Pferde des Herzogs von Shrewsbury. Diese wurden mit den heimischen Ponystuten gekreuzt und schufen den Powys Cob, der unter Richard 1. als Remonte begehrt war. Dieser Schlag erhielt sich mit wenigen Ünderungen bis heute, erfuhr allerdings Einkreuzungen von orientalischen Pferden und später auch Norfolk Roadstern und Yorkshire Coachhorses - daher kommt das überragende Trabvermögen. Der Welsh Cob wird als Sektion D in das Stutbuch für Welsh Ponys und Cobs eingetragen. Die wichtigste Linie ist die Old Comet-Briton Comet-Welch Briton-Linie.


Welsh Mountain Pony

Herkunft:
Großbritannien (Wales)

StockmaÜ:
maximal 122 cm

Charakter:
Walisisches Gebirgspony, Schickes Kinderreitpony mit gutem Bewegungsablauf

Verwendung:
Kinderreitpony, Fahren

Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp

Gangmechanik:
energischer Antritt, raumgreifend, mit kraftvollem Schub aus der Hinterhand, freie Schulterbewegung

Die Rasse wird in vier Sektionen geführt, A bis D. Den Sektionen A bis C sind folgende Merkmale eigen: kleiner, sehr eleganter Kopf, oft stark arabisiert, kleine Ohren, groÜe Augen. Langer, geschwungener Hals aus schräger, langer Schulter. Mittlerer Rist, kompakter Rumpf, ausreichend tief und breit, oft etwas langer Rücken. Kurze, nur wenig abgeschrägte Kruppe, hoher Schweifansatz. Klares, stabiles Fundament, von leicht bis ziemlich kräftig. Etwas Behang; kleine, harte Hufe. Freie Bewegungen, hervorragender Trab, Springvermögen. Alle Farben auÜer Schecken, oft Schimmel.

Ponys leben in den Waliser Hügeln, seit die Kelten um 600 v. Chr. ihre kleinen orientalisierten Ponys mitbrachten, spätere Einflüsse erfolgten durch die afrikanischen und orientalischen Pferde der römischen Legionen. Das Welsh Mountain ist die Stammform der übrigen Sektionen und erhielt zeitweise Einflüsse von Vollblut, Araber und anderen Edelrassen. Das moderne Welsh Pony entwickelte sich aus den Nachkommen des Berberhengstes Sahara, der um 1920 u. a. den Stempelhengst Tan-v-Bwlch Berwtiln zeugte. Das Pony im Cobtyp wurde durch planmäÜige Kreuzung von Powys Cobs mit Mountain Ponys gezüchtet. Die Zucht der vier Schläge begann 1902 mit dem ersten Stutbuch. Bis dahin hatte man zu Zweckkreuzungen untereinander gegriffen; heute versucht man weitgehend, innerhalb der Sektionen zu züchten.


Welsh Partbred Pony

Herkunft:
Großbritannien (Wales)

StockmaÜ:
groÜe Schwankungen, internationales PonymaÜ darf für Turnierteilnahme nicht überschritten werden (147,3 bzw. 148 cm)

Charakter:
Leichtes Reitpony mit hohem Vollblutanteil

Verwendung:
anspruchsvolles Freizeitpferd, Turnierpferd für Jugendliche (Springen, Dressur), evtl. Distanzreiten

Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp

Gangmechanik:
federnd, raumgreifend, dem Ideal des modernen Sportpferdes angenähert

Die Rasse wird in vier Sektionen geführt, A bis D. Den Sektionen A bis C sind folgende Merkmale eigen: kleiner, sehr eleganter Kopf, oft stark arabisiert, kleine Ohren, groÜe Augen. Langer, geschwungener Hals aus schräger, langer Schulter. Mittlerer Rist, kompakter Rumpf, ausreichend tief und breit, oft etwas langer Rücken. Kurze, nur wenig abgeschrägte Kruppe, hoher Schweifansatz. Klares, stabiles Fundament, von leicht bis ziemlich kräftig. Etwas Behang; kleine, harte Hufe. Freie Bewegungen, hervorragender Trab, Springvermögen. Alle Farben auÜer Schecken, oft Schimmel.

Ponys leben in den Waliser Hügeln, seit die Kelten um 600 v. Chr. ihre kleinen orientalisierten Ponys mitbrachten, spätere Einflüsse erfolgten durch die afrikanischen und orientalischen Pferde der römischen Legionen. Das Welsh Mountain ist die Stammform der übrigen Sektionen und erhielt zeitweise Einflüsse von Vollblut, Araber und anderen Edelrassen. Das moderne Welsh Pony entwickelte sich aus den Nachkommen des Berberhengstes Sahara, der um 1920 u. a. den Stempelhengst Tan-v-Bwlch Berwtiln zeugte. Das Pony im Cobtyp wurde durch planmäÜige Kreuzung von Powys Cobs mit Mountain Ponys gezüchtet. Die Zucht der vier Schläge begann 1902 mit dem ersten Stutbuch. Bis dahin hatte man zu Zweckkreuzungen untereinander gegriffen; heute versucht man weitgehend, innerhalb der Sektionen zu züchten.


Welsh Pony - Cob Typ

Das Welsh Pony wird in insgesamt vier Typen unterteilt - Welsh Mountain Pony, Welsh Pony, Welsh Pony im Cob-Typ und Welsh Cob. Die beiden letzten Welsh-Typen sind dabei die am häufigsten vertretenen der vier Welsh-Arten. Beide Arten sind extrem kräftige, aktive Tiere, mit gutem Springtalent, mutig, arbeitswillig und dabei noch von so angenehmem Charakter und Temperament, wie es nahezu alle britischen bodenständigen Ponys sind. Die Ponys der Sektion C werden dabei neuerdings überholt von der Sektion D, dem größten und kräftigsten Typ der Welsh-Zuchten, Sie entstammen alle sehr alten Rassen, die sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen. Die genaue Herkunft liegt dabei leider im dunkeln, aber dem wenigen Wissen nach hat das Welsh Mountain Pony groÜen EinfluÜ gehabt. Die Sektion-D-Cobs sind seit Jahrhunderten Familienponys und gehören zum Leben von Wales einfach dazu. Schon immer waren sie stark genug, um in der Landwirtschaft zu helfen, den Pflug zu ziehen, im Geschirr zu gehen und als Transporthelfer vor dem Wagen oder aber unter dem Sattel zu dienen. Auch heute sind es beliebte Familienponys.

Noch vor dem Ersten Weltkrieg hatte Deutschland eine ganze Anzahl von Sektion-D-Cobs gekauft und sie während des Krieges bei der Armee eingesetzt.

Die auffallendste Gangart des Cobs war schon immer der Trab, und auch heute noch betrachten manche Züchter den Galopp nur mit einiger Vorsicht. Als 1918 die Hengst-Lizenz eingeführt wurde, suchte man die Zuchttiere mit einer ganz einfachen Methode aus:

Man lieÜ sie Trabrennen über lange Distanzen laufen. Allerdings muÜ dazu gesagt werden, daÜ der Cob keine sehr geraden Gänge hat, so spektakulär sie auch aussehen! Vier Hengste hatten in der modernen Zucht einen groÜen EinfluÜ auf die Sektion-D-Cobs, und einer oder gar mehrere von ihnen erscheinen in fast jedem Pedigree der meisten heutigen Pferde. Es waren die Hengste: Trotting Comet, geboren 1836, Vater: Flyer Cymro Llwyd, ein Falbe, von einem Araber aus einer Welsh Traberstute. Alonzo the Brave, geboren 1866, hat Hackney-Herkunft. True Briton, 1830 geboren, hat einen Yorkshire Coach zum Vater und eine Araberstute zur Mutter, was jedoch wohl nicht belegt ist. Die Einflüsse der Rassen mit hoher Knieaktion - wie Hackney und Yorkshire Coach Horse -waren mit Sicherheit ebenfalls sehr groÜ.

Die Sektion-C-Cobs hatten in jüngerer Zeit eine recht aufregende Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten nur noch drei Hengste, aber die Zucht konnte trotzdem mit Glück gerettet werden und erfreute sich im Laufe der Zeit recht groÜer Beliebtheit. Die Pferde sind kleiner als der Sektion-D-Cob und deshalb besonders von Kindern geschätzt. Sektion-D-Cobs wurden dann auch mit Vollblütern gekreuzt, welches hervorragende Hunter und hochqualifizierte Showpferde ergab, die eine besondere Veranlagung für die Dressur zeigen.

Cobs wurden und werden in die verschiedensten Länder exportiert, auch nach Australien und Neuseeland, haben dort aber noch nicht die groÜe Beliebtheit erreicht, die ihre kleinen Verwandten besitzen, die Welsh Mountain Ponys und die Welsh Ponys.

GröÜe:
Welsh Pony vom Cob-Typ (Sektion C): bis zu 137 cm. Welsh Cob (Sek-tion C): mindestens 145 durchschnittlich 145-153 cm (kein oberes Limit). Farbe: jede einfarbige.

Kopf:
charaktervoller Ponykopf. Ein grober Kopf oder Ramskopf sind total unerwünscht. Kühn blickende, auffallende, weit auseinander gesetzte Augen. Relativ kleine Ohren.

Hals:
von guter Länge und aufrecht getragen. Mit schöner Biegung bei Stuten, bei Zuchthengsten Neigung zu starkem Mähnenkamm.

Schultern:
kräftig, schräg, aber ziemlich weit zurückgesetzt. Gebäude: Rücken und Lendengegend muskulös und kräftig, sehr geschlossen. Tiefe Brust, tonnenförmiger Leib.

Hinterhand:
ziemlich lang und kräftig. Spitze oder abfallende Kruppe unerwünscht. Gut angesetzter Schweif.

GliedmaÜen:
Vorderbeine gerade, gleichmäÜig, nicht zu eng am Ellbogen. Lange, kräftige Vorderbeine. Knie gut entwickelt. Fesseln lang und schräg, in Proportion zum Körper. Etwas seidiger Kötenbehang ist erlaubt, aber keine zu starke, grobe Behaarung an den Fesseln. Hinterbeine dürfen nicht zu sehr gebogen sein, Sprunggelenke in gleicher Linie wie Fesselgelenke, keinesfalls davor. Auch Unterschenkel kräftig und bemuskelt. GroÜe, flache, trockene Gelenke; weder nach innen noch nach auÜen gedreht.

Hufe:
gut geformt, in Proportion zu den Beinen. Hart.

Aktion:
frei, gerade, vorwärtsstrebend. Die Knie müssen gut angezogen werden, und die ganze Vorhand von der Schulter bis in die Fesseln muss in Bewegung sein, zumindest im Trab. Sprunggelenke der Hinterhand werden tief unter den Körper gesetzt.


Welsh Riding Pony

Herkunft:
Großbritannien (Wales)

StockmaÜ:
122-137 cm

Charakter:
Kräftiges Reitpony mit viel Adel im Typ eines gröÜeren Welsh Mountain Ponys

Verwendung:
vielseitiges Freizeitpferd für jugendliche und leichte Erwachsene, Dressur, Springen (Turniersport für Jugendliche)

Besonderheiten:
Gangarten: Schritt, Trab, Galopp

Gangmechanik:
energischer Antritt, raumgreifend, mit kraftvollem Schub aus der Hinterhand, freie Schulterbewegung

Die Rasse wird in vier Sektionen geführt, A bis D. Den Sektionen A bis C sind folgende Merkmale eigen: kleiner, sehr eleganter Kopf, oft stark arabisiert, kleine Ohren, groÜe Augen. Langer, geschwungener Hals aus schräger, langer Schulter. Mittlerer Rist, kompakter Rumpf, ausreichend tief und breit, oft etwas langer Rücken. Kurze, nur wenig abgeschrägte Kruppe, hoher Schweifansatz. Klares, stabiles Fundament, von leicht bis ziemlich kräftig. Etwas Behang; kleine, harte Hufe. Freie Bewegungen, hervorragender Trab, Springvermögen. Alle Farben auÜer Schecken, oft Schimmel.

Ponys leben in den Waliser Hügeln, seit die Kelten um 600 v. Chr. ihre kleinen orientalisierten Ponys mitbrachten, spätere Einflüsse erfolgten durch die afrikanischen und orientalischen Pferde der römischen Legionen. Das Welsh Mountain ist die Stammform der übrigen Sektionen und erhielt zeitweise Einflüsse von Vollblut, Araber und anderen Edelrassen. Das moderne Welsh Pony entwickelte sich aus den Nachkommen des Berberhengstes Sahara, der um 1920 u. a. den Stempelhengst Tan-v-Bwlch Berwtiln zeugte. Das Pony im Cobtyp wurde durch planmäÜige Kreuzung von Ponys Cobs mit Mountain Ponys gezüchtet. Die Zucht der vier Schläge begann 1902 mit dem ersten Stutbuch. Bis dahin hatte man zu Zweckkreuzungen untereinander gegriffen; heute versucht man weitgehend, innerhalb der Sektionen zu züchten.


Westfälisches Kaltblut

Herkunft:
Deutschland in Nordrhein-Westfalen, Landgestüt Warendorf, Hessen, Rheinland-Pfalz-Saar.

Stockmaß:
zwischen 160 und 165 cm

Verwendung:
Arbeitspferd

Besonderheiten:
Gute Aktion, leichtfuttrig und leistungsbereit

Dem alten Rheinisch-Deutscheu Kaltblut ähnlich, doch etwas drahtiger und leichter. GroÜer, ausdrucksvoller Kopf, der von einem kurzen, mächtigen Hals getragen wird. Massive Schulter in günstiger Lage, kaum Rist. Breiter und tiefer Rumpf, gute Vorderhand. Kompakter Rumpf, kurzer Rücken, abfallende Spaltkruppe. Diese ist stark bemuskelt, ausreichend lang, mit tiefem Schweifansatz. Trockenes, dabei mächtiges Fundament mit Behang. Gute Gelenke, stabile Hufe, kurzbeinig. Braune, Rotschimmel, Füchse.

Mit dem Aufschwung des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes kam im benachbarten Westfalen ein eng verwandter Schlag zu gröÜerer Bedeutung. Bereits 1881 hatte man mit den belgischen ArdennerHengsten Flick und Flock zu züchten begonnen, um die Jahrhundertwende kristallisierte sich eine eigenständige Rasse heraus. Nach 1945 konnte durch die Einkreuzung von Schweden-Ardennern die Drahtigkeit und Trockenheit verbessert werden. Der Rasse kommt heute eine Schlüsselposition zu, da aus ihr auch alle benachbarten Zuchtgebiete mit Pferden versorgt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Zucht durch Vergabe von Fohlen- und Aufzuchtprämien, um dieses wertvolle Kulturgut zu erhalten.


Westfale

Herkunft:
Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Landgestüt Warendorf

Stockmaß:
zwischen 165 und 172cm

Charakter:
elegant, umgänglich, leichtrittig

Verwendung:
Reitpferd
Besonderheiten:
Bedeutende Hebelung, fördernde Grundgangarten, groÜes Springvermögen.

Ein dem allgemeinen deutschen Zuchtziel entsprechendes Sportpferd, doch etwas stärker im Kaliber als viele andere. Nobler, gut mittelgroÜer Kopf, manchmal ganz leicht gerannst. Langer, schön geformter Hals, aus einer schrägen und langen Schulter kommend. Genügend Rist, stabiler Rücken. Rumpf tief und breit, Tendenz zur Länge, kräftige Nierenpartie. Deutlich abgeschrägte Kruppe mit kräftiger Bemuskelung, tiefer Schweifansatz. Massives Fundament mit kräftigen Gelenken und Sehnen und groÜen Hufen. Alle Grundfarben.

Mit der Gründung von Warendorf 1826 kam man dem steigenden Bedürfnis der Zeit nach Remonten nach. Anfänglich stark ostpreuÜisch geprägt, wurde der Hengstbestand rasch vergröÜert. 1904 wurde das Westfälische Pferdestammbuch begründet. Ab etwa 1920 wurde der bis dahin ziemlich wahl- und erfolglosen Kreuzungszucht ein Ende gesetzt, man stellte den gesamten Bestand auf hannoversche Grundlage um. Daneben wurde nur sparsam Veredlerblut eingesetzt. Inzwischen ist Westfalen nach Hannover das zweitgröÜte Zuchtgebiet (über 12 000 Stuten) mit erstklassigen Sportpferden. Bedeutende Hengste waren u. a. Radetz4, Ramiro, Frühling, Pilot und Paradox I.


Wielkopolska

Herkunft:
Polen

Stockmaß:
160 cm.

Charakter:
Sanft, intelligent, aktiv

Verwendung:
Reiten, landwirtschaftliche Arbeit

Wohlproportioniertes Warmblutpferd im Typ eines Halbblüters mit starkem Trakehnereinschlag. Hübscher, trockener Kopf mit breiter Stirn, lebhaften Augen und kleinen, spitzen Ohren; gut aufgesetzter, kräftiger Hals; schöne, schräge Schulter; geräumige Brust; viel Gurtentiefe; ausgeprägter Widerrist; kräftiger Rücken mit schöner, runder Kruppe; klare GliedmaÜen mit trockenen Sehnen und Gelenken; lange Fesseln; harte, gut geformte Hufe.

Der polnische Wielkopolska entstand aus einer Vermischung der alten masurischen und der Posener Rassen. Das Masurenpferd war eine Weiterentwicklung der Trakehner-Rasse. Es wurde mit Hilfe von Pferden gezüchtet, die am Ende des Zweiten Weltkriegs im Trakehner-Gestüt (im ehemaligen OstpreuÜen) zurückgelassen worden waren. Die Züchtung erfolgte mit groÜer Sorgfalt und unter Beachtung aller Richtlinien, die schon für die Trakehner aufgestellt worden waren. Auch die Posener Rasse ist auf die Trakehner zurückzuführen. Beide Rassen wurden immer wieder gekreuzt; heute sind sie in einem Zuchtbuch unter der neuen Rassenbezeichnung Wielkopolska« zusammengefasst.

In Polen gibt es 42 gröÜere Gestüte, der Wielkopolska wird in 13 von ihnen gezüchtet. Alle Hengste werden zunächst auf ihren Körperbau hin geprüft, auÜerdem werden Leistungstests gemacht. Dabei wird mit ihnen entweder als Sattel- oder als Wagenpferd weitergearbeitet. Diese Sorgfalt ist durch GröÜenzuwachs und durch einen Qualitätsgewinn bei den Wielkopolska belohnt worden.

Der Wielkopolska eignet sich für zahlreiche Aufgaben: Auf Bauernhöfen verrichtet er leichte Zugarbeit, und auch zum Reiten wird er gern genommen. Darüber hinaus beginnt er sich zunehmend auch als Wettkampfpferd zu profilieren.


Wjatka Pony

Herkunft:
Russland - Zuchtgebiet zwischen Gorkij - Stausee Lind Ural, das vom Fluss Wjatka durchflossen wird

Stockmaß:
Rund 140 cm

Charakter:
robust, genügsam, ausdauernd, schnell

Verwendung:
Wjatkas sind begehrte Arbeitspferde für den leichten landwirtschaftlichen Zug, früher wegen ihrer Ausdauer auch als Postpferde geschätzt - hervorragendes Wagen- und Arbeitspferd

Besonderheiten:
Ausdauernd und schnell, obwohl die Gänge nicht besonders gut sind

Nützliches Kleinpferd; breiter, gerader Kopf auf starkem Hals mittlerer Länge. Kräftiger Rumpf mit breitem Rist Lind Rücken, guter Tiefe und Breite sowie ausladender Hinterrippe. Sehr trockene, widerstandsfähige Beine mit klaren Sehnen und Gelenken. Harte, kleine Hufe, kaum Behang. Abgeschlagene, muskulöse Kruppe, häufig hinten eng bzw. kuhhessig gestellt. zumeist Falben, Braune, Mausgraue mit Primitivabzeichen.

Diese zur groÜen Gruppe der osteuropäischen Primitivpferde gehörende Rasse ist wegen ihrer Ausdauer und Genügsamkeit begehrt und vermutlich nahe mit dem Estnischen und Finnischen Klepper verwandt. Auf der Basis einheimischer Stuten, die wohl weitgehend dem Typ des Konik oder Tarpan entsprachen, entstand durch Einkreuzung von finnisch-estnischen Kleppern unter den Zaren Alexis Michailowitsch und Peter dem GroÜen ein qualitativ besseres Wirtschaftspferd von auÜerordentlicher Härte. Nach dem Ursprungsgebiet unterscheidet man die Obwinskis und Kasanskis, erstere aus dem Gebiet entlang der Obwa, letztere aus der Gegend um Kasan. Besonders die Obwinskis führen einen erheblichen Anteil Klepper-Blut, das wiederum durch Orientalen und Ardenner beeinflusst wurde.


Wladimir Pferd

Herkunft:
Russland

Stockmaß:
160 cm

Charakter:
Sanftmütig, ausgeglichen, aktiv

Verwendung:
Zugpferd

Besonderheiten:
Kleiner Kopf, langer, kräftiger Hals, mächtige Schultern, breiter Körper von mittlerer Länge, kräftige Hinterhand, starke Beine mit Kötenbehang

Das Wladimir Pferd entstand am Ende des 19. Jahrhunderts in der sowjetischen Provinz Wladimir. Heute ist es überall in Russland zu finden.

Es entstand aus einer Mischung von Suffolk Punch und Cleveland Bay mit einer Beigabe aus Ardenner und Percheron - Blut. In der Zeit von 1910 bis nach dem Ersten Weltkrieg war auch das Shire - Pferd beteiligt. Um 1946 wurde der Wladimir artenrein gezüchtet, und man betrachtete die Rasse als ausgeformt. Seit dieser Zeit wird nur noch selektiv mit hochwertigem Bestand gezüchtet. Der Wladimir ist ein sehr starkes Pferd. Er hat einen sehr ansprechenden Körperbau und ist schnell ausgewachsen. Er wird für Zugarbeiten und zum Ziehen der Troikas eingesetzt.


Württemberger

Herkunft:
Deutschland

Stockmaß:
um 165 cm

Charakter:
elegant, umgänglich, und leichtrittig

Verwendung:
Reitpferd

Warmblutpferd mit geradem, manchmal edlem Kopf; groÜe, ausdrucksvolle Augen; gut aufgesetzter Hals; oft schöne, schräge Schulter; guter Widerrist; fester, kurzer, gerader Rücken; kurze, wenig abfallende Kruppe; hoher Schweifansatz; korrekte GliedmaÜen.

Ursprünglich wurde im Zuchtgebiet Württemberg versucht, durch die Verkreuzung vieler verschiedener Vollblut-, Warmblut- und Kaltblutrassen ein vielseitiges Warmblutpferd zu schaffen. Als dies nicht zum Erfolg führte, legten sich die Züchter nach dem Zweiten Weltkrieg darauf fest, nur noch Trakehnerhengste zu verwenden - eine Entscheidung, die sich als richtig erwies.

Schon im Mittelalter gezüchtetes Warmblutpferd, das viele Fremdeinkreuzungen über sich ergehen lassen musste, bis die Zucht seit dem Ende des vergangenen Jahrhunderts mit Anglo - Normännern gefestigt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg hatte ein Trakehnerhengst namens ??Julmond" einen maÜgeblichen Einfluss auf die Württemberger Zucht im Hinblick auf den gewünschten edlen Reitpferdetyp.






Seite erstellt am : 27.03.2011 um 03:30

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