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- Grundgangarten des Pferdes

Gangarten und Fußfolge

Schritt, Trab und Galopp sind die drei Grundgangarten eines jeden Pferdes. Manche Rassen haben noch andere Spezialgangarten genetisch mitbekommen, Paß- und Töltgang. Diese Pferde, "Gangpferde", erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Das Islandpferd ist eines von ihnen; von den amerikanischen sind am bekanntesten: der Tennessee Walker, der Foxtrotter, der Standardbred, Paso und der Saddlebred.
Abgesehen vom Traber, der speziell für den Trab gezüchtet wurde, bevorzugen Pferde Schritt und Galopp. Der Trab strengt mehr an. Im StraÜenverkehr ist der Trab jedoch die schnellste zulässige Gangart. Der Galopp ist hier zu gefährlich un der Asphalt zu hart für die Gelenke.
Ob ein Pferd gut läuft, ist besser zu hören als zu sehen. Ein gesundes Pferd läuft einen exakten Takt. Ein leichtes Lahmen sieht man auch an der Kopfhaltung: Das Pferd zieht bei jedem Auftritt mit dem lahmenden Bein den Kopf nach unten.


Der Schritt

Das Pferd kann aus jeder Haltung in jede Bewegungsart wechseln. Es kann auch mit jedem beliebigen Bein die Bewegung beginnen. Steht das Pferd im Gleichgewicht, läuft es normalerweise mit einem Hinterbein an. Beginnt das Pferd zum Beispiel mit dem linken Hinterbein, so läuft es: 1. linker Hinterfuß, 2. linker VorderfuÜ, 3. rechter HinterfuÜ, 4. rechter VorderfuÜ.
Mit jedem FuÜ muÜ das Pferd gleich weit vortreten, so daÜ es mit den HinterfüÜen in die Spuren der VorderfüÜe tritt. Das AbfuÜen erfolgt exakt gleich, man hört vier Hufschläge im gleichen Abstand, im Viertakt.


Der Trab



Zum Traben verlagert das Pferd sein Gewicht und ändert den Takt. Der Trab ist ein Zweitakt, man hört jetzt zwei Schläge. Hierbei fußt es jeweils gleichzeitig ein diagonales Beinpaar auf, z.B. linkes Hinterbein und rechtes Vorderbein. Man hört einen Hufschlag, dem eine Schwebephase folgt, bevor das andere diagonale Beinpaar aufsetzt. der zweite Hufschlag ertönt.
Beim Traben treten die HinterfüÜe knapp hinter den Abdrücken der VorderfüÜe auf. Es entstehen keine Seitwärtsbewegungen und das Pferd trägt den Kopf höher und ruhiger als beim Schritt.




Der Trab


Der Galopp oder Arbeitsgalopp



Die schnellste und komplizierteste Bewegung ist der Galopp-Dreitakt. Die meisten Pferde springen von sich aus im Linksgalopp an, außer der Reiter entscheidet anders. Dann ist die FuÜfolge: 1. rechter HinterfuÜ, 2. linker HinterfuÜ und rechter VorderfuÜ, 3. linker VorderfuÜ, 4. Schwebephase.
Man sieht jeweils ein diagonales Beinpaar gleichzeitig vorschwingen, und zwar eines ein wenig mehr als das andere. Daran unterscheidet man Links- und Rechtsgalopp.
Kommt ein Pferd beim Angalopoppieren aus dem Gleichgewicht oder bekommt es falsche Hilfen vom Reiter- führt es mit dem falschen Bein, es läuft im Kreuzgalopp, AuÜen- oder Kontergalopp. Hierbei bewegen sich die Vorder- oder Hinterbeine gleichzeitig, zum Beispiel: 1. hinten links, 2. hinten rechts und vorne rechts, 3. vorn links.
Das sieht häÜlich aus und schüttelt Pferd und Reiter kräftig durch. Dieser Galopp wird jedoch in den höheren Dressurdiziplinen verlangt.




Schwebephase im Galopp


Der Renngalopp



Er ist eine Erweiterung des Arbeitsgalopps im Drei- oder Viertakt, je nach Geschwindigkeit. In der klassischen Dressur gilt der Vierschlag als Fehler.
Beim Renngalopp schwingen alle vier Beine gestreckt nach vorne. Das Pferd läuft sehr schnell und ruhig. Diese Gangart wird nur bei Rennen oder Sportturnieren angeschlagen. Sie erfordert einen erfahrenen Reiter.




Renngalopp auf einer Koppel


Variationen der Gangarten



Schritt Trab sind in der modernen Dressur nochmals unterteilt in Untergangarten je nach Arbeitstempo: versammelter Schritt, Mittelschritt und freier Schritt.
Beim Arbeitstempo geht das Pferd zügig voran. Die Hinterbeine treten knapp vor die Spur der Vorderbeine.
Beim versammelten Schritt ist die Schrittlänge kürzer und höher. Die Hinterbeine treten über die Spuren der Vorderbeine.
Zum Mittelschritt holt das Pferd weiter aus. Die Hinterbeine fußen weit vor der Spur der Vorderbeine. Das Pferd bewegt sich im Viertakt.
Beim freien Schritt geht das Pferd am langen Zügel im klaren Viertakt.
Auch beim Trab und beim Galopp gibt es variierende Arbeitstempi: versammelter Trab, Arbeitstrab und Mitteltrab.




Der Mitteltrab






Seite erstellt am : 02.01.2011 um 11:41

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