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Pferdepoesie

Als der Erschaffende das Pferd erschaffen wollte, sagte er zum Winde: "Von dir will ich ein Wesen gebaeren, das geeignet ist, meine Verehrer zu tragen. Dieses Wesen soll geliebt sein von allen meinen Sklaven, es soll aber gefuerchtet sein von allen, die meinen Geboten zuwiderhandeln." Und er schuf das Pferd und rief ihm zu: "Dich habe ich erschaffen ohnegleichen. Alle Schaetze der Erde ruhen zwischen deinen Augen. Meine Feinde sollst du treten unter deine Hufe, meine Freunde aber sollst du tragen auf deinem Rücken, dieser soll zugleich Sitz sein, von dem Gebete zu mir aufsteigen. Auf der ganzen Erde sollst du gluecklich sein und vorgezogen allen Geschoepfen dieser Erde, denn dir gehoert die Liebe des Herrn der Schoepfung. DU SOLLST FLIEGEN OHNE FLUEGEL, DU SOLLST SIEGEN OHNE SCHWERT." (Mohammed)
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Gebet eines Pferdes
Glaube nicht, ich bin Deine Eroberung, ich bin Dein Gefährte. Sprich zu mir, ich kann Dich verstehen, Führe mich, ich weiß zu gehorchen, Vertraue mir, ich werde Dein Vertrauen nie missbrauchen. Gib mir Lasten zu tragen, ich bin stark, Vertrau' mir Deine Kinder an, ich bin sanft. Mach mich nicht zu Deinem Sklaven, sondern zu Deinem Freund, Du wirst keinen besseren haben. 

Pa-da-bam
-das ist ein Ausschnitt aus einer Kette von Dreitakten.
PA-DA-BAM das ist ein Walzer, bei dem der Akzent auf der DREI liegt: eins-zwei-DREI - eins-zwei-DREI eins-zwei-DREI
PA-DA-BAM - PA-DA-BAM - PA-DA-BAM -das ist ein Rhytmus und Melodie, das ist Bewegung und Freude und schwingendes, schwungvolles Vorwärtsstreben
PA-DA-BAM -das ist Wind im Gesicht und Blick über zwei gespitzte Pferdeohren in die Welt und darunter der rhytmische Dreitakt des Hufschlags.
PA-DA-BAM -das ist Glückseligkeit und das Ziel aller Wünsche
PA-DA-BAM - das ist Galopp! 

Reiten ist Wille ins Weite ins Unendliche wenn deine Seele eins mit der Kraft deines Pferdes etwas anderes als die Unendlichkeit vor sich sieht so begreift sie die Fülle der Geheimnisse nicht. (Rudolf Binding) 

Zwei Pferdeaugen sehen Dich an, kannst Du denn nicht verstehen ? Daß ich nicht zu Dir sprechen kann, Dir nur ins Auge sehen. Möcht' Dir doch so viel erzählen, doch weil Verstand mir fehlt als Tier, will es mir nicht gelingen So sag ich Dir mit meinem Blick, was mir begegnet ist an Freud und Glück, an Leid oder an Schmerzen. Denn sind wir zwei auch Mensch und Tier, doch eines verbindet, die Seele, die bei Dir und mir, was wir empfinden verkündet. 

Pferdeliebe
Tiere, so wunderschön wie diese, findet man auf so mancher Wiese. Zierlich und doch voller Energie verlieren sie die Wildheit nie. Weiche Nüstern, warmes Fell, ihre Augen leuchten schwarz und hell. Wenn du es nie mit Schlägen strafst, und es immer bei dir hast, in deinem Herzen wohlbewacht, es dir sein Leben lang Freude macht. Wenn du es auch niemals vergisst, weist du, das es Pferdeliebe ist! 

Der Hengst ist, wie man sehen kann, ganz zweifellos der Pferdemann. Die Stute ist nach Körperbau und weil was fehlt, die Pferdefrau. Der Wallach kommt als Hengst zur Welt. Der Mensch hat aber festgestellt, dass Hengste williger parieren, wenn sie die Männlichkeit verlieren, und auch in punkto Weibersachen nicht immer wieder Wirbel machen. Nimmt man an spezieller Stelle dem Hengst die Lust- und Freudenquelle, so sind ihm Stuten völlig Wurst, weshalb er, mangels Liebeslust, im Unterschied zum Menschenmann, ohne Sünde leben kann!
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Tödliches Vertrauen
Endlose Stille bei dunkler Nacht, die Stute über ihre Herde wacht. Glasklare Augen schauen ruhig in die Weite, beruhigende Wärme des Menschen an ihrer Seite. Zuerst beunruhigten sie die Schritte im Gras, Anspannung aller Muskeln, die sie am Körper besaß. Warnendes Schnauben für ihre Herde, furchtsames Wiehern der ihr anvertrauten Pferde. Als Wächter blieb sie bis zum SchluÜ stehen und sah die Mähnen der angstvoll galoppierenden Pferde wehen. Sie hatte die Gefahr früh genug erkannt und wäre bei einem Wolf wohl auch weggerannt. Doch die Silhouette eines Menschen im letzten Licht fiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht, gebannt auf ihrem Fleck zu verharren und neugierig auf den Menschen zu starren. Freundlich wiehernd begrüÜt sie den Unbekannten, sich nicht bewuÜt, dass die anderen Pferde um ihr Leben rannten. Stöbert gierig nach einem Apfel in den Taschen, lässt sich hoffnungslos von ihm überraschen. Leuchten der Klinge im Mondlicht - hier spricht die Gewalt, kein Gericht. Schmerzverzerrte ungläubige Augen, Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen. Zustechen der Klinge immer wieder, Zusammenbrechen der alten Glieder. Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft, aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft. Instinkte der Natur waren erwacht, nicht das Raubtier Mensch bedacht. Letztes Schnauben als Warnung für ihre Herde, im Mondlicht wild galoppierende Pferde. Die Sonne geht strahlend auf am nächsten Tag, keiner diese schreckliche Tat zu verstehen mag. Stumm steht die Herde bei ihrem Artgenossen, ein Pferd hat noch nie eine Träne vergossen. Zitternd leidend in endloser Qual, das Pferd hatte hier keine andere Wahl. Vertrauen und bedingungslose Treue, der Täter Mensch kennt keine Reue
 

Mein Traum
Einen schnellen Vollblüter... schön und stolz... lieb und wild... und das Bild verblasst.
Einen eleganten Hannoveraner... biegsam und edel... folgsam und lernbegierig... und das Bild verblasst.
Ein weißes Springpferd... frei und stallzugehörig... schnell und gute Springanlagen... und das Bild verblasst.
Ein starkes Wagenpferd... stark und mächtig... gehorsam und untergeordnet... und das Bild verblasst.
Ein liebes Pferd... treu und leistungbereit... folgsam und lieb... und das Bild verblasst.
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Stampfende Hufe und fliegende Mähne, Nüstern schnaufen voller Wildheit, das heißt für uns soviel wie Freiheit!
Über die Aue jagen wir dahin, im Galopp, mit voller Kraft! Wer es wohl am schnellsten schafft?
Mein Pferd spannt die Muskeln an, wie es galoppieren kann! Rennt nach vorn, schnell wie der Sturm, die Geschwindigkeit enorm! Auch die anderen beiden jagen neben uns her, gibt's da noch Fragen? Und am Ende macht's uns allen SpaÜ, ohne Stress, den man vergaÜ.
In den Sonnenuntergang reiten wir den Feldweg lang. Und wir fühlen uns so frei, schwitzen, schnaufen, lachen dabei! Wär doch jeder Tag so schön, dürft er nie zu Ende gehen!


Als Gott das Pferd schuf, sprach er zu dem herrlichen Geschöpf: Ich habe dich einzig gemacht. Zwischen deinen Augen liegen alle Schätze der Erde. Mit deinen Hufen wirst du meine Feinde schlagen und auf deinem Rücken meine Freunde tragen.
Seite erstellt am : 02.01.2011 um 11:41
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