175849 Besucher
und
1366009 Hits
seit dem 12.11.04

Pferdepoesie



Als der Erschaffende das Pferd erschaffen wollte, sagte er zum Winde:
"Von dir will ich ein Wesen gebaeren, das geeignet ist, meine Verehrer zu tragen.
Dieses Wesen soll geliebt sein von allen meinen Sklaven,
es soll aber gefuerchtet sein von allen, die meinen Geboten
zuwiderhandeln."

Und er schuf das Pferd und rief ihm zu:
"Dich habe ich erschaffen ohnegleichen.
Alle Schaetze der Erde ruhen zwischen deinen Augen.
Meine Feinde sollst du treten unter deine Hufe,
meine Freunde aber sollst du tragen auf deinem Rücken,
dieser soll zugleich Sitz sein, von dem Gebete zu mir aufsteigen.
Auf der ganzen Erde sollst du gluecklich sein und vorgezogen allen
Geschoepfen dieser Erde,
denn dir gehoert die Liebe des Herrn der Schoepfung.
DU SOLLST FLIEGEN OHNE FLUEGEL,
DU SOLLST SIEGEN OHNE SCHWERT."
 

(Mohammed)




Gebet eines Pferdes

Glaube nicht, ich bin Deine Eroberung,

ich bin Dein Gefährte.
Sprich zu mir,

ich kann Dich verstehen,
Führe mich,

ich weiß zu gehorchen,
Vertraue mir,

ich werde Dein Vertrauen nie missbrauchen.
Gib mir Lasten zu tragen,

ich bin stark,
Vertrau' mir Deine Kinder an,

ich bin sanft.
Mach mich nicht zu Deinem Sklaven,

sondern zu Deinem Freund,
Du wirst keinen besseren haben.




Pa-da-bam

-das ist ein Ausschnitt aus
einer Kette
von Dreitakten.

PA-DA-BAM
das ist ein Walzer,
bei dem der Akzent
auf der DREI liegt:
eins-zwei-DREI - eins-zwei-DREI
eins-zwei-DREI

PA-DA-BAM - PA-DA-BAM -
PA-DA-BAM
-das ist ein Rhytmus
und Melodie,
das ist Bewegung und
Freude und schwingendes,
schwungvolles Vorwärtsstreben

PA-DA-BAM
-das ist Wind im Gesicht
und Blick über
zwei gespitzte Pferdeohren
in die Welt
und darunter der rhytmische
Dreitakt des Hufschlags.

PA-DA-BAM
-das ist Glückseligkeit
und das Ziel
aller Wünsche

PA-DA-BAM - das ist Galopp!




Reiten ist Wille ins Weite
ins Unendliche
wenn deine Seele
eins mit der Kraft deines Pferdes
etwas anderes
als die Unendlichkeit vor sich sieht
so begreift sie die Fülle
der Geheimnisse nicht.
 

(Rudolf Binding)




Zwei Pferdeaugen sehen Dich an, kannst Du denn nicht verstehen ?
Daß ich nicht zu Dir sprechen kann, Dir nur ins Auge sehen.
Möcht' Dir doch so viel erzählen, doch weil Verstand mir fehlt als Tier,
will es mir nicht gelingen
So sag ich Dir mit meinem Blick, was mir begegnet ist an Freud und Glück,
an Leid oder an Schmerzen.
Denn sind wir zwei auch Mensch und Tier,
doch eines verbindet, die Seele,
die bei Dir und mir, was wir empfinden verkündet.


Pferdeliebe

Tiere, so wunderschön wie diese,
findet man auf so mancher Wiese.
Zierlich und doch voller Energie
verlieren sie die Wildheit nie.
Weiche Nüstern, warmes Fell,
ihre Augen leuchten schwarz und hell.
Wenn du es nie mit Schlägen strafst,
und es immer bei dir hast,
in deinem Herzen wohlbewacht,
es dir sein Leben lang Freude macht.
Wenn du es auch niemals vergisst,
weist du, das es Pferdeliebe ist!




Der Hengst ist, wie man sehen kann,
ganz zweifellos der Pferdemann.
Die Stute ist nach Körperbau
und weil was fehlt, die Pferdefrau.
Der Wallach kommt als Hengst zur Welt.
Der Mensch hat aber festgestellt,
dass Hengste williger parieren,
wenn sie die Männlichkeit verlieren,
und auch in punkto Weibersachen
nicht immer wieder Wirbel machen.
Nimmt man an spezieller Stelle
dem Hengst die Lust- und Freudenquelle,
so sind ihm Stuten völlig Wurst,
weshalb er, mangels Liebeslust,
im Unterschied zum Menschenmann,
ohne Sünde leben kann!




Tödliches Vertrauen

Endlose Stille bei dunkler Nacht,
die Stute über ihre Herde wacht.
Glasklare Augen schauen
ruhig in die Weite,
beruhigende Wärme des Menschen
an ihrer Seite.
Zuerst beunruhigten sie
die Schritte im Gras,
Anspannung aller Muskeln,
die sie am Körper besaß.
Warnendes Schnauben für ihre Herde,
furchtsames Wiehern der
ihr anvertrauten Pferde.
Als Wächter blieb sie bis
zum SchluÜ stehen
und sah die Mähnen der angstvoll
galoppierenden Pferde wehen.
Sie hatte die Gefahr früh genug erkannt
und wäre bei einem Wolf
wohl auch weggerannt.
Doch die Silhouette eines Menschen
im letzten Licht
fiel bei ihrer Entscheidung ins Gewicht,
gebannt auf ihrem Fleck zu verharren
und neugierig auf den
Menschen zu starren.
Freundlich wiehernd begrüÜt sie
den Unbekannten,
sich nicht bewuÜt, dass die anderen
Pferde um ihr Leben rannten.
Stöbert gierig nach einem Apfel
in den Taschen,
lässt sich hoffnungslos von
ihm überraschen.
Leuchten der Klinge im Mondlicht -
hier spricht die Gewalt, kein Gericht.
Schmerzverzerrte ungläubige Augen,
Instinkte der Natur zu nichts mehr taugen.
Zustechen der Klinge immer wieder,
Zusammenbrechen der alten Glieder.
Den Kopf hebt sie mit letzter Kraft,
aus tiefen Wunden strömt der Lebenssaft.
Instinkte der Natur waren erwacht,
nicht das Raubtier Mensch bedacht.
Letztes Schnauben als Warnung
für ihre Herde,
im Mondlicht wild galoppierende Pferde.
Die Sonne geht strahlend auf
am nächsten Tag,
keiner diese schreckliche Tat
zu verstehen mag.
Stumm steht die Herde
bei ihrem Artgenossen,
ein Pferd hat noch nie
eine Träne vergossen.
Zitternd leidend in endloser Qual,
das Pferd hatte hier keine andere Wahl.
Vertrauen und bedingungslose Treue,
der Täter Mensch kennt keine Reue





Mein Traum

Einen schnellen Vollblüter...
schön und stolz...
lieb und wild...
und das Bild verblasst.

Einen eleganten Hannoveraner...
biegsam und edel...
folgsam und lernbegierig...
und das Bild verblasst.

Ein weißes Springpferd...
frei und stallzugehörig...
schnell und gute Springanlagen...
und das Bild verblasst.

Ein starkes Wagenpferd...
stark und mächtig...
gehorsam und untergeordnet...
und das Bild verblasst.

Ein liebes Pferd...
treu und leistungbereit...
folgsam und lieb...
und das Bild verblasst.




Stampfende Hufe und fliegende Mähne,
Nüstern schnaufen voller Wildheit,
das heißt für uns soviel wie Freiheit!

Über die Aue jagen wir dahin, im Galopp, mit voller Kraft!
Wer es wohl am schnellsten schafft?

Mein Pferd spannt die Muskeln an,
wie es galoppieren kann!
Rennt nach vorn, schnell wie der Sturm,
die Geschwindigkeit enorm!
Auch die anderen beiden jagen
neben uns her, gibt's da noch Fragen?
Und am Ende macht's uns allen SpaÜ,
ohne Stress, den man vergaÜ.

In den Sonnenuntergang
reiten wir den Feldweg lang.
Und wir  fühlen uns so frei,
schwitzen, schnaufen, lachen dabei!
Wär doch jeder Tag so schön,
dürft er nie zu Ende gehen!




Als Gott das Pferd schuf,
sprach er zu dem herrlichen Geschöpf:
Ich habe dich einzig gemacht.
Zwischen deinen Augen liegen
alle Schätze der Erde.
Mit deinen Hufen
wirst du meine Feinde schlagen
und auf deinem Rücken
meine Freunde tragen.







Seite erstellt am : 02.01.2011 um 11:41

Home | Home | Aktuelles | Angebot/Unterricht | Verein | Bildergalerie | Videogalerie | Pferdewissen | Reiterwissen | Unterhaltung | Links | Gästebuch | Kontakt / Infos | Impressum | Suche

Pferdefreunde Moosburg e.V. © 2004 - 2011 - Hosting: WebWorks LEICHT